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    Der Beitrag Welche Grafikkarte für VR? Ratgeber für Oculus Rift/Quest 2, Cosmos, HP Reverb G2 und Valve Index (Update April 2021) erschien zuerst auf VR-Legion.

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    Virtual Reality stellt hohe Anforderungen an die Grafikkarte – doch wie viel Power braucht eure GPU wirklich? Ein Ratgeber für die aktuellen VR-Brillen inkl. Oculus Link (Update: April 2021).

    Update April 2021: 

    Die Situation auf dem Markt für Hardware und insbesondere bei Grafikkarten ist angespannt. Ach was, mieserabel ist das richtige Wort. Wenn ihr jetzt dringend eine neue GPU benötigt, müsst ihr euch auf happige Aufpreise einstellen – wenn ihr denn überhaupt eine Grafikkarte bekommt. Die Lager sind leer und werden es wohl auch bis lange ins nächste Jahr oder gar bis zum übernächsten bleiben. Wir haben dennoch ein paar Links für euch zusammengesucht, regt euch aber bitte nicht über die Preise auf, für die können wir nichts 😉 .

    Ursprünglicher Artikel:

    Auch wenn mobile VR-Brillen wie Oculus Quest (2) gar keinen PC und damit auch keine Grafikkarte brauchen: Für die Grafikpracht vieler SteamVR-Titel braucht es dann doch ein ausreichend flottes PC-System. Dabei müsst ihr zwar auch auf einen nicht zu langsamen Prozessor und ausreichend Arbeitsspeicher achten – ausführliche Kauftipps gibt es in unserer PC-Kaufberatung für VR-PCs – wichtiger ist aber weiterhin die GPU.

    –> Der beste VR-PC – die Kaufberatung bei VR-Legion.de

    Wenn ihr nicht gerade CPU-Leistung zum Frühstück fressende Simulationen in der virtuellen Realität spielt oder ihr dabei in hoher Qualität (und ohne Zuhilfenahme der GPU) streamen wollt, wird euch ein halbwegs aktueller Quadcore-Prozessor von Intel oder AMD ausreichen, mittlerweile geht der Trend aber zum günstigen Sechskerner wie dem Ryzen 5 3600. Angesichts immer preiswerterer CPUs mit sechs und mehr Kernen dürfte diese Anforderung relativ leicht zu erfüllen sein, Intel und AMD bieten sechs flotte Kerne schon für unter 200 Euro an. Gleiches gilt beim RAM: Mit 8 GByte kommt ihr immer weniger gut hin, deutlich besser sind 16 GByte. Eine SSD gehört inzwischen zur Pflichtausstattung eines Gaming-PCs, daher verlieren wir hier gar nicht erst viele Worte.

    Am Ende der einzelnen Beratungs-Abschnitte gibt es die erwähnten Grafikkarten bequem verlinkt, wir achten dabei nur auf seriöse Shops mit vertretbaren Preisen zu verweisen. Da es sich um Affiliate-Links handelt, verdienen wir bei einem Verkauf eine kleine Provision – das hat aber weder auf euren Kaufpreis noch auf unsere Empfehlungen eine Auswirkung. Diese zeigt sich aber bei der Finanzierung der VR-Legion: Wir müssten eigentlich dringend auf einen teureren Server umziehen..

    Diese Kaufberatung wird regelmäßig aktualisiert. Es kann trotzdem vorkommen, dass einzelne Produkte sich im Preis ändern. Stand der Preise ist der 18.04.2021. Als Shop haben wir Alternate gewählt. 

    Exkurs für Interessierte: VR-Systemanforderungen erklärt

    Als HTC Vive und Oculus Rift im Jahre 2016 gestartet sind, lagen die Systemanforderungen auf hohem Niveau: Mindestens eine GTX 970 oder AMD 390 sollte es sein, besser geeignet waren aber teure Luxus-GPUs wie die GTX 980 Ti. Seitdem herrscht das Vorurteil, VR würde jede verfügbare Grafikkarte überfordern. Allerdings blendet dieses Vorurteil einige technische Entwicklungen der letzten Jahre aus.

    So senken ASW, Motion Smoothing und Brainwarp die Anforderungen an die GPU recht massiv, da dank Zwischenbildberechnung effektiv nur noch halb so viele Bilder berechnet werden müssen – statt 90 FPS beispielsweise 45 FPS. Pimax bietet hier sogar noch eine Reduktion der Display-Refreshrate an, so dass ihr auch mit 35 FPS theoretisch flüssig spielen könnt.

    Hersteller wie Valve und Pimax (aber auch Oculus bei der Go und Rift S) haben zudem verstanden, dass weniger Fliegengitter nicht automatisch eine höhere Auflösung erfordert. LCDs mit RGB-Stripe-Matrix bieten 33% mehr Subpixel im Vergleich zu den Pentile-OLEDs in Vive und Rift und damit auch deutlich weniger störende Screendoor-Effekte. Dazu kommt bei RGB eine gerade für Textlesbarkeit bessere Anordnung der Pixelstruktur: Das Bild wirkt oft ruhiger als mit Pentile und das ohne die GPU stärker zu fordern – für zusätzliche Subpixel muss die GPU nicht mehr schuften. Die aktuelle Königsklasse stellen HP mit der Reverb und der kommenden Reverb G2 (2.160 x 2.160 Pixel pro Auge, RGB-Stripe-Pixelmatrix) und die Pimax 8Kx mit gleich doppelt so hoher Auflösung dar. Auch Oculus Quest 2 benötigt eine gute Grafikkarte, wenn ihr PC-Games damit spielen wollt.

    Änderungen seit dem letzten Update

    Eine Kaufberatung suggeriert eigentlich, dass wir euch zu den erwähnten Grafikkarten raten und einen Kauf empfehlen. Theoretisch stimmt das – die Leistung stimmt bei den aufgelisteten Modellen ebenso wie weitere Punkte wie das Kühlsystem. Allerdings hat sich aufgrund von Kryptomining und Komponentenknappheit (und Gier..) die Preislage in eine Richtung entwickelt, die wir nicht gutheißen können. Wenn ihr also die Möglichkeit habt, mit einer hoffentlich noch vorhandenen Grafikkarte halbwegs anständig spielen zu können: Tut das. Kauft nichts neues. Kauf auch nichts gebrauchtes, hier liegen die Preise teilweise sogar über denen von bereits überteuerter Neuware. Wenn ihr allerdings keine andere Chance habt als jetzt zuzuschlagen: Die Preise kennen eigentlich nur einen Weg, den nach oben. Kurzes Abwarten lohnt sich daher nicht, bis zu einer besseren Verfügbarkeit könnte es sogar noch viele Monate dauern.

    Besonders schlecht sieht es mit der Verfügbarkeit inzwischen ausgerechnet bei den Einstiegskarten aus. Hier wird nichts nachproduziert und der Markt ist leer, was angeboten wird ist sehr teuer und teilweise über dem Niveau von Highend-GPUs des Vorjahres. Bevor ihr also 600 Euro für eine RTX 2060 oder Radeon RX 5700 XT bezahlt oder gar die mitunter geforderten 900 für eine RTX 2080 Super, legt lieber ein paar Euro drauf und bedient euch bei der aktuellen Generation.

    VR-taugliche GPU zur UVP kaufen

    Ganz ganz selten habt ihr die Chance mit Geduld und Glück ein Schnäppchen zu machen. Die unverbindliche Preisempfehlung von Nvidia und AMD für die aktuellen GPUs liegt weit unter den aktuellen Handelspreisen. Im Herstellershop von AMD werden gelegentlich aber tatsächlich RDNA2-Grafikkarten zur UVP verkauft. Dabei handelt es sich um extrem geringe Stückzahlen – aber immerhin, besser als nichts. Die besten Chancen habt ihr beim wöchentlichen GPU-Drop am Donnerstag, schaut am Nachmittag bis frühen Abend regelmäßig vorbei. Allerdings ist auch AMD mit der Menge an Interessierten überfordert, so dass der Shop mitunter nur Fehlermeldungen auswirft.

    Die größten Chancen habt ihr, wenn ihr euch einen Verfügbarkeitsalarm einrichtet. Im PartAlert Discord könnt ihr euch Benachrichtigungen einrichten, so dass ihr es sofort mitbekommt, wenn eine Karte verfügbar ist. Dort werden auch die Herstellerkarten selbst abgedeckt – eine perfekte Alternative zum 24/7 am-PC-lauern!

    –> PartAlert auf Discord

    AMD Radeon RX570
    Der VR-Einstieg gelingt (mit Einschränkungen) schon mit der günstigen RX570 von AMD

    Für den VR Einstieg: GTX 1660 (Ti und Super) / RTX 2060

    Wie bereits erwähnt: Vor allem die günstigeren Einstiegskarten sind noch schwerer zu bekommen als neuere und flottere Modelle. Das wirkt sich auch auf die Preise aus – selbst AMDs APUS (also Prozessoren mit integrierter Radeon-Grafik) sind stark im Preis gestiegen und kaum noch zu bekommen. Intels iGPU hingegen ist so unbeliebt, ihre Existenz wirkt sich nicht auf die Verfügbarkeit aus. Wenn ihr nur wenig für eine Grafikkarte investieren könnt haben wir schlechte Nachrichten: Selbst eine ursprünglich unter 280 Euro günstige 1660 Ti oder RX 5600 gibt es nicht mehr für weniger als 500 Euro. Das sind Preise, zu denen die deutlich schnelleren aktuellen Modelle zur UVP beginnen sollten, nur zum Einordnen. AMDs RDNA(1)-GPUs sind zudem gar nicht verfügbar im Moment. Und wohl auch in Zukunft.

    Unter normalen Umständen würden wir euch keine GTX 1650 mehr ans Herz legen, für unter 300 Euro gibt es sonst aber schlicht keine Karten mehr (und Finger weg von der GT 1030, die ist nichts für VR).

    Die Nvidia RTX 2060 ist ebenfalls vereinzelt zu bekommen und kostet teilweise sogar weniger als die etwas langsamere GTX 1660 Super / Ti – selbst wenn ihr kein Raytracing für Flatgames nutzen wollt, wäre sie daher eher unser Tipp. Vor allem, da sie auch DLSS beherrscht, was in Zukunft auch bei VR-Games Performancevorteile bringen kann.

    Für Nutzer einer Rift S oder einer älteren VR wie original Vive/Rift könnte daher sogar die GTX 1650 interessant sein, die es immerhin für unter 300 Euro gibt. Vereinzelt. AMDs RX580 hingegen ist beliebter und geht selbst gebraucht für über 300 bis 500 Euro (!) über den Ladentisch. Einsteiger haben es gerade also nicht einfach die passende Grafikkarte zu finden. Die GTX 1660 Super oder Ti sind schneller als eine GTX 1660 und 1650 (Super), preislich von Interesse sind sie angesichts der besseren RTX 2060 jedoch nicht.

    Wenn ihr bereits eine Grafikkarte wie die beliebte GTX 1070 verbaut habt könnt ihr euch glücklich schätzen. Sie reicht mit Einschränkungen auch noch für eine Valve Index und auf jeden Fall für Rift S oder Quest/Link. Selbst mit einer GTX 1060 könnt ihr die Rift S noch halbwegs anständig befeuern. Bevor ihr aber mehr als 500 Euro für eine ehemals nur 180 Euro kostende RX580 bezahlt: Spart noch etwas länger und kauft was schnelleres. Davon habt ihr länger etwas als von einer solchen „Spar“-Lösung.

    Aktuell sinnvoller:

     

    Nvidia RTX 2060
    Mehr Leistung und vor allem DLSS bietet die RTX 2060 von Nvidia

    GPU für die VR-Mittelklasse: RTX 3060, AMD RX 6700 XT

    Für VR-Brillen bis zur Valve Index (auch mit 120 Hz) eignet sich die aktuelle Mittelklasse der neuen GPUs sehr gut. Nvidia startet mit der Geforce RTX 3060, die mit gleich 12 Gigabyte GDDR6 ausgeliefert wird. Deutlich empfehlenswerter ist allerdings die spürbar schnellere RTX 3060 Ti, auch wenn diese nur 8 Gigabyte Speicher nutzt. Bei AMD besteht der Einstieg aus der Radeon RX 6700 XT, ebenfalls mit 12 Gigabyte aber höherer Leistung bei 3D-Anwendungen als Nvidia sie mit der 3060 liefert. AMD siedelt sich leistungsmäßig (zumindest wenn es nicht um Raytracing geht) zwischen der 3060 Ti und der RTX 3070 an, bei gleichzeitig größeren Videospeicher und sogar etwas niedrigeren Preisen. Wobei das Wort „niedriger“ in diesem Zusammenhang irgendwie falsch klingt..

    Wenn ihr noch eine habt oder günstig bekommen könnt: Auch die Vorgängerkarten insbesondere von Nvidia sind für die Mittelklasse gut geeignet. Eine RTX 3060 ist schließlich auch mit neuerer Architektur nicht schneller als eine RTX 2070 Super / RTX 2080. Eine RX 6700 XT duelliert sich mit der 2080 Super, scheitert aber an der 2080 Ti. AMD selbst hat allerdings nichts vergleichbares in der Vorgängergeneration zu bieten – die RX 5700 XT ist deutlich langsamer als die 6700 XT. Übrigens, was die reinen Recheneinheiten angeht, entspricht die RX 6700 XT der GPU einer Playstation 5 (auf deren PSVR 2 wir sehnsüchtig warten), allerdings sind bei der Konsole die Taktraten geringer.

    Mit der Geforce RTX 3060 Ti lässt sich bereits gut VR spielen, perfekter Partner wäre beispielsweise eine Valve Index oder auch Quest 2 mit Link.

    VR-Games nutzen aktuell kein Raytracing, so dass Nvidia diesen Vorteil zumindest in unserer Nische noch nicht ausspielen kann. Generell ist Raytracing mit AMD aktuell langsamer als bei Nvidia, Höhepunkt ist hier Cyberpunk 2077 – bei diesem Spiel brechen die FPS um bis zu 75% mit aktiviertem Raytracing ein. Und das ohne die optische Qualität der Nvidia-Implementierung zu erreichen. Ein großer Pluspunkt für Nvidia ist hingegen DLSS. Dabei handelt es sich um ein von KI-Berechnungen unterstütztes Upscaling. Bedeutet: Ihr könnt das Spiel mit einer geringeren Auflösung berechnen ohne optisch einen Unterschied wahrzunehmen. Noch nutzen VR-Games zwar nur sehr selten DLSS, mit Into the Radius ist aber bereits ein Titel verfügbar und weitere dürften folgen. Der Unterschied bei den erreichbaren FPS ohne wahrnehmbare Qualitätsunterschiede ist durchaus spürbar und kann einer kleineren GPU deutlich nach vorne helfen. AMD bietet noch keine vergleichbare Funktion.

    Preislich ist die RTX 3060 sogar zum aktuellen Zeitpunkt deutlich ratsamer als eine RTX 2060. Einige zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels verfügbare Karten kosten mit unter 600 Euro nur wenig mehr als eine RTX 2060, bieten aber eine spürbar höhere Leistung und doppelt so viel Speicher. Die 3060 Ti hingegen kostet euch einen saftigen Aufpreis, bietet aber auch noch einmal deutlich mehr Leistung (trotz weniger Speicher).  Bekommt ihr eine RTX 3060 Ti für unter 600 Euro könnt ihr euch aktuell bereits sehr glücklich schätzen. Euch erwartet eine Performance zwischen der RTX 2080 Super und 2080 Ti.

    Schwer verfügbar aber enorm schnell : RTX 3070, 3080 und RTX 3090 sowie AMD RX 6800 (XT) und 6900 XT

    Wenn schon, denn schon: Wer bereit ist, für eine Grafikkarte über 1000 Euro zu investieren, kann auch noch etwas drauflegen und eines der schnelleren Modelle anschaffen. Nvidias RTX 3070 und 3080 sind zwar kaum im Handel vertreten, bieten aber zu Preisen ab 1000 beziehungsweise 1300 Euro auch enorm viel Leistung.

    Zum Vergleich mit der Vorgängergeneration: Die RTX 3070 liegt etwa gleichauf mit der RTX 2080 Ti (bietet aber weniger Speicher), die 3080 ist sogar schneller. Hier ist auch der GDDR6X-RAM interessant, von dem 10 Gigabyte verbaut sind. Ursprünglich gar nicht für Gamer vorgesehen war die RTX 3090, jedenfalls wenn es nach Nvidia geht – sie ist ab 2300 Euro erhältlich, was enorm viel für eine Grafikkarte ist. Im Gegenzug bekommt ihr aber auch beeindruckende 24 Gigabyte GDDR6X und eine kompromisslose Leistung. Hier bringt auch die Reverb G2 oder Pimax 8KX Spaß. Oder 4K-Gaming in Flat und 144+ Hz.

    XFX RX 6800 XT Merc 319
    Die AMD RX 6800 XT und auch die 6900 XT bieten mitunter ein besseres Preis-Leistungsverhältnis für VR-Gamer, da hier Raytracing keine Rolle spielt und viel Videospeicher vorhanden ist.

    Von AMD gibt es wenig Lebenszeichen was die RX 6800 XT angeht, die Karte ist schwer zu bekommen. Ihre Leistung schlägt mitunter (wenn weder Raytracing noch DLSS zum Einsatz kommen) sogar die RTX 3090 – beachtlich! Noch etwas schneller ist die Radeon RX 6900 XT, für die aber auch entsprechende Preise aufgerufen werden. Ihre geringere Speicherbandbreite kompensiert AMD mit einem großen internen „Infinity-Cache“ – das klappt erstaunlich gut. An Videospeicher sind 16 Gigabyte verbaut, was wohl vorerst auch reichen dürfte.

     

    Der Beitrag Welche Grafikkarte für VR? Ratgeber für Oculus Rift/Quest 2, Cosmos, HP Reverb G2 und Valve Index (Update April 2021) erschien zuerst auf VR-Legion.

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    https://vr-legion.de/hardware/welche-grafikkarte-fuer-vr-ratgeber-fuer-oculus-rift-s-pimax-hp-reverb-und-valve-index/feed/ 42
    GTX 1660 und RX 570: Wie gut eignen sich günstige Grafikkarten für VR? (Update: und Half-Life: Alyx im Speziellen) https://vr-legion.de/hardware/gtx-1660-und-rx-570-wie-gut-eignen-sich-guenstige-grafikkarten-fuer-vr/ Fri, 27 Mar 2020 15:37:28 +0000 https://vr-legion.de/?p=10654 Virtual Reality haftet der Mythos des unstillbaren Hardwarehungers an - geht VR überhaupt mit der Gaming-Einsteigerklasse von AMD und Nvidia?

    Der Beitrag GTX 1660 und RX 570: Wie gut eignen sich günstige Grafikkarten für VR? (Update: und Half-Life: Alyx im Speziellen) erschien zuerst auf VR-Legion.

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    Nvidia arbeitet eng mit HTC zusammen

    Virtual Reality haftet der Mythos des unstillbaren Hardwarehungers an – geht VR überhaupt mit der Gaming-Einsteigerklasse von AMD und Nvidia?

    Alyx-Update 27. März 2020:

    Wir haben nun schon mehrere intensive Wochen mit Alyx verbringen dürfen, falsch, ALS Alyx. Dabei haben wir unterschiedliche Grafikkarten zum Zocken genutzt und wollen euch unsere Erfahrungen natürlich nicht vorenthalten.

    Zuerst: Alyx ist wunderbar optimiert und läuft auf den anspruchsloseren VR-Headsets wie Rift S und sogar Quest via Link sogar mit einer vergleichsweise alten GTX 1060 annehmbar. Mit Motion Smoothing / ASW werden ihr zwar leben müssen, das Spiel ist aber ohne weiteres genießbar. Eine vergleichbare Leistung (leider mit weniger VRAM) bekommt ihr in der aktuellen Generation von Nvidia in Form der GTX 1650, etwas mehr mit der GTX 1660 (die zudem 6 GByte verbaut hat).

    RX570 bei Alyx schwächer als GTX 1060

    Karten von AMD funktionieren auch, allerdings sind unsere Erfahrungen mit der ebenfalls getesteten AMD Radeon RX570 (8 GByte) nicht so gut wie mit der GTX 1060. Das Spiel läuft deutlich langsamer und zieht bei schnellen Kopfbewegungen unangenehm nach. Wir raten daher mindestens zu einer RX590 oder RX5500 (8 GByte), besser aber RX5600.

    Überdenkt noch einmal eure Definition für „wunderschön!“, Alyx legt optisch auf jeden Fall stark vor.

    Als sinnvolle Einstiegsklasse raten wir aber eher zu einer etwas schnelleren Karte wie der GTX 1660 Ti oder Super. Die 6 Gigabyte fallen gegenüber 8 Gigabyte in unserem Test nicht negativ auf, achtet aber darauf, dass auch eure CPU mitspielt. Ein reiner Quadcore ohne Hyperthreading wie der Core i5-7500 funktionieren zwar auch, die Frametimes leiden aber unter regelmäßigen Lastsituationen.

    Besitzer einer älteren GTX 1070 oder einer Vega-GPU brauchen sich keine Gedanken machen, Half-Life: Alyx läuft auf diesen Karten erstaunlich rund. Mehr GPU-Power ist natürlich trotzdem immer sinnvoll, auch um Supersampling hochzustellen. Und auch wenn die verschiedenen Detailstufen im Spiel auf den ersten Blick nur wenig Unterschied ausmachen, der Teufel steckt im Detail. Wollt ihr also Farbspritzer sehen, wenn ihr einen Farbeimer an einer Wand werft, solltet ihr nicht die kleinste Detailstufe wählen. Diese bietet auch keine Umgebungsverdeckung, was sich dann doch negativ auf die Optik auswirkt.

    Fazit: Alyx bringt schon mit kleineren GPUs wie der GTX 1660 viel Spaß, jedenfalls wenn ihr keine VR-Brille vom Kaliber einer Pimax 8Kx nutzt. Der geringe Aufpreis zur 1660 Super sollte euch die Mehrleistung aber trotzdem wert sein.

    Empfehlenswerte Einstiegs-Grafikkarten für Half-Life: Alyx:

    –> Gigabyte Geforce GTX 1660 OC 6G bei Alternate

    –> XFX Radeon RX590 Fatboy 8GB bei Alternate

    –> MSI Geforce GTX 1660 Super Ventus XS OC 6GB bei Alternate

    –> Gainward Geforce RTX 2060 Ghost OC 6GB bei Alternate

    –> ASRock Radeon RX5600 XT Challenger 6G OC bei Alternate

    –> Preistipp: MSI Radeon RX 5700 Evoke GP OC 8GB bei Alternate

    Wenn ihr einen kompletten PC braucht um in VR oder Half-Life: Alyx einzusteigen: Die Systeme aus unserer Kaufberatung eignen sich bis auf das Einstiegssystem alle für Alyx.

    Ursprünglicher Artikel:

    Als Oculus Rift und HTC Vive im Jahre 2016 erschienen, galten die Hardwareanforderungen als durchaus abgehoben: Ein halbwegs aktueller Core i5 mitsamt GTX 970 nur für den Einstieg in die virtuellen Welten, das entsprach einem mindestens 1000 Euro teurem PC, kein Pappenstiel. Für bessere Optik galt schließlich auch die Luxuskarte GTX 980 Ti durchaus als angemessen. Eine Grafikkarte, die zum Start schon einmal bis zu 900 Euro kostete und dank des zwischenzeitlichen Mining-Hypes auch für lange Zeit sehr teuer verkauft wurde.

    Nun ist Computerhardware ein Bereich, der sich preislich recht schnell entwickelt. Durch das bereits genannte Mining wurde das Marktgefüge allerdings durcheinander gebracht: Die Preise blieben auch nach dem Erscheinen der neuen GPU-Generationen Polaris (AMD) und Pascal (Nvidia) auf hohem Niveau. Erst nach dem Abebben der großen Gewinne durch GPU-Mining sanken die Preise wieder.

    VR 2019: Hardwareanforderungen sind eher gesunken

    Eine GTX 970 oder 980 Ti wird sich heute wohl niemand mehr als Neuware kaufen, schon gar nicht zu den Preisen von 2017. Dennoch bleibt der Mythos des mindestens 1000 Euro teuren PCs für VR. Neben den stark gesunkenen Preisen für vergleichbare schnelle GPUs lässt das Argument aber auch einen weiteren Faktor unbeachtet: Die Anforderungen für Oculus Rift und HTC Vive, sogar für die höher auflösende Vive Pro und WMR, sind seit dem Erscheinen der VR-Brillen nicht gestiegen sondern im Gegenteil eher gesunken.

    Das ist ein Punkt, der auf den ersten Blick durchaus widersinnig erscheint und daher nicht als logisch erachtet wird. Garant für logisches Argumentationschaos ist hier unter anderem John Carmack. Der bereits seit Doom als Softwaregenie bekannte Entwickler arbeitet für Oculus schon seit DK-Zeiten an der Verbesserung der virtuellen Realität. Von Carmack stammt daher nicht nur die legendäre Doom- und Quake-Engine sondern auch der asynchrone Timewarp.

    Dabei handelt es sich nicht um einen Bonustrack der Rocky Horror Picture Show sondern um eine Funktion in der Oculus-Software um die Systemanforderungen zu senken. Ohne ASW ist es ratsam, eine möglichst stabile Bildrate von 90 FPS in Verbindung mit der (nunja, für 2016) durchaus beachtlichen Auflösung der VR-Brille zu erreichen. Die Displays arbeiten mit 90 Hz, eine geringere Framerate sorgt daher für als stockend wahrgenommene Bilder. Zugegeben, durchaus eine Herausforderung für GPUs wie die GTX 970.

    Asynchroner Timewarp und smoothe Motion

    Mit ASW wird durch geschickte Zwischenbildberechnung und weitere Softwaretricks erreicht, dass diese Bildrate von 90 auf 45 FPS sinkt ohne dass der Effekt negativ auffällt. Bei schnellen Handbewegungen wirkt die Animation zwar nicht so flüssig wie ohne ASW, es lässt sich aber dennoch ohne wirklich störende Einbußen bei der Qualität spielen und das sogar mit vergleichsweise schwachen Grafikkarten.

    Wir planen aktuell zusammen mit Gamestar einen großen Vergleichstest verschiedener Grafikkarten in Kombination mit unterschiedlichen VR-Brillen wie Oculus Rift, HTC Vive und Pimax 5K+. Dieser wird dann auch belastbare Tabellen mit Benchmarkergebnissen liefern – bis dahin wird es aber noch ein paar Wochen dauern. In den vergangenen drei Jahren konnten wir aber bereits einige allgemeine Erfahrungen mit verschiedenen Grafikkarten in der Virtual Reality sammeln.

    Das Video ist zwar auf englisch, bietet aber eine gute Erklärung für ASW

    Wer mit einer Oculus Rift oder HTC Vive spielt, kann dank Motion Smoothing und ASW unserer Erfahrung nach bereits mit einer Nvidia GTX 1060 (6 GByte) oder AMD RX 570 loslegen ohne sich wirklich unangenehm einschränken zu müssen. Natürlich immer mit der Anmerkung: Wer alle Regler immer ganz auf Anschlag haben muss und nicht auf zusätzliches Supersampling verzichten kann, wird unweigerlich mehr Geld ausgeben müssen. Wer beim Grafikkartenkauf aber sparen *muss*, der wird mit den Einschränkungen durchaus leben können.

    Auslaufmodelle: GTX 1060 und AMD Vega günstig

    Nun verschwindet Nvidias GTX 1060 langsam vom Markt und wird durch die Turing-Karte GTX 1660 ersetzt – zu vergleichbaren Preisen. Die GTX 1660 ist dabei etwas schneller als ihr Vorgänger, eine auch bei der GPU beschnittene 3-GByte-Version gibt es nicht mehr (gut so!). Dedizierte Raytracing-Einheiten bietet die GPU allerdings nicht mehr, diese sind der RTX-Serie vorbehalten. Dass sich bei Pimax damit kein Fixed Foveated Rendering nutzen lässt ist allerdings egal: Selbst mit allen Brainwarp-Funktionen auf Anschlag ist eine GTX 1660 zu langsam für die 5K+.

    Benchmarkvergleiche zwischen Vega 56 und GTX 1070 – zwei Auslaufmodelle, die vergleichbar viel kosten

    Für eine Oculus Rift oder HTC Vive reicht die Performance allerdings aus. Bei AMD heißt die Alternative RX 570 und ist mit 4 GByte oder 8 GByte erhältlich. Die beiden Varianten unterscheiden sich tatsächlich nur bei Preis und Speicher, wir raten trotzdem zur 8-GByte-Version, da einige VR-Games sich sehr großzügig vom Videospeicher bedienen und 4 GByte auf Dauer zu wenig sein dürften. Etwas schneller wäre die RX 580 oder die RX 590, die mittlerweile auch in interessante Preisbereiche um 200 Euro rutscht und daher zunehmend der RX 580 den Rang abläuft.

    Bei Nvidia gibt es 8 GB nicht mehr günstig

    Eine Preis- und Leistungsstufe drüber findet sich bei Nvidia die GTX 1660 Ti, die zwar wie die 1660 nur 6 GByte Videospeicher mitbringt, dafür aber auf deutlich schnelleres GDDR6 statt GDDR5 setzt. Die Performance dieser Karten ordnet sich fast genau auf dem Niveau der immer seltener im Handel zu findenden GTX 1070 ein. In Zukunft könnte die GTX 1660 Ti aber aufgrund einiger Neuheiten der Turing-Architektur Vorteile bei VR bringen, so dass wir trotz des geringeren VRAMs inzwischen zur GTX 1660 Ti raten würden.

    Bei AMD lautet die Alternative Vega: Im Abverkauf gibt es die Vega 56 mit etwas mehr Leistung als bei der GTX 1660 Ti bereits zu Preisen ab 250 Euro, ihr solltet aber auf Custom-Karten mit guten Kühlsystemen (Sapphire Nitro+, Asus ROG Strix beispielsweise) achten, davor allem die AMD-Referenzkühler teils unerträglich laut sind. Vega frisst zudem viel Energie, was ein anständiges Netzteil und einen milden Stromanbieter erforderlich macht.

    AMD Vega 56 auch für Vive Pro und Odyssey

    Mit der Performance von Vega 56 oder GTX 1660 Ti (beziehungsweise GTX 1070) lassen sich auch Vive Pro und Samsung Odyssey anständig befeuern. Bei Rift und Vive könnt ihr die Mehrleistung für bessere Grafik durch Supersampling oder Spieldetails nutzen. Daher wäre eine GPU dieser Preisklasse auch unser Tipp, selbst wenn ihr mit älteren VR-Brillen spielen wollt. Die Pimax 5K+ lässt sich inzwischen auch mit einer solchen Karte nutzen, wir würden aber dennoch dringend zu einem schnelleren Modell raten.

    Wenn selbst die günstige RX 570 zu teuer ist raten wir zum Sparen: Mit einer Nvidia GTX 1050 Ti lässt sich VR zwar auch nutzen, ihr müsst aber zunehmends größere Kompromisse bei der Bildqualität eingehen. AMDs RX 560 hingegen ist, ebenso wie die GTX 1050, zu langsam für eine Legions-Empfehlung: Wir haben selbst ein paar Wochen mit einer RX 560 (4 GByte) und einer Oculus Rift gespielt – nicht weil wir mussten sondern weil wir neugierig waren ob man sich an die fehlende Performance gewöhnen kann. Kann man nicht.

    Geringe GPU-Anforderungen bei Oculus Rift S

    Oculus hat sich bei der Rift S entschieden, weniger auf maximale Bildqualität sondern mehr auf Einsteigerfreundlichkeit zu achten. Bedeutet: Die Auflösung fällt mit 1.280×1.440 Pixeln pro Auge nicht viel höher aus als bei der alten Oculus Rift und sogar etwas niedriger als bei Windows Mixed Reality. Durch zusätzliche Subpixel erreicht Oculus trotzdem den geringen SDE einer Vive Pro bei brauchbarer Bildschärfe, jedoch ohne dabei große Anforderungen an die Grafikkarte zu stellen.

    Die Grafikkarten-Empfehlungen für Oculus Rift werden daher auch für Oculus Rift S weiter gelten, was auch Oculus selbst bestätigt. Mit einer GTX 970 / GTX 1060 / RX 570 könnt ihr also auch mit der Oculus Rift S loslegen, mehr GPU-Leistung ist aber natürlich weiterhin gerne gesehen.

    Vive Index, das große Geheimnis

    Schwieriger wird die Empfehlung für Valve Index. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass wir bislang noch exakt gar nichts über die genutzte Displaytechnik wissen. Sollten sich die Gerüchte mit einer Auflösung auf Niveau der Vive Pro bewahrheiten, werden ihr aber auch hier keine Highend-GPU brauchen um Spaß zu haben – das dürfte auch nicht im Interesse Valves liegen. Mit einer GTX 1070 beziehungsweise GTX 1660 Ti würde dann auch die Valve Index anständig laufen. Etwas mehr Leistung kann aber nie schaden, eine Leistungsklasse höher bieten sich RTX 2060 / 2070 oder AMD Vega 64 an, vor allem letztere ist im Abverkauf immer wieder zu sehr interessanten Preisen von unter 400 Euro zu finden während die Performance auf dem Niveau der 500-Euro-Karte RTX 2070 (und damit auch der GTX 1080) liegt.

    Für die Pimax 5K+ nutzen wir aktuell eine RTX 2080 in Verbindung mit Brainwarp. Einige besonders fordernde Spiele laufen mit dieser GPU aber bereits nur mit Tricks anständig, bei VR-Konvertierungen früherer Flatgames ist zudem generell eine noch schnellere GPU sinnvoll.

    Grafikkarten für Virtual Reality 2019

    Damit ihr nicht den ganzen Text lesen müsst, gibt es hier noch einmal eine Aufzählung der von uns empfohlenen GPUs, aufgelistet nach VR-Headset. Die Links führen direkt zu Shopangeboten, die Preisangaben beziehen sich auf den 21. April, 14 Uhr. Es handelt sich um Affiliate-Links, bei einem Kauf bekommen wir also eine kleine Provision, ohne dass sich für euch etwas am Preis ändert.

    Wir sind den Shops gegenüber übrigens auch zu nichts verpflichtet und empfehlen euch die für euch beste Hardware und nicht die, die uns am meisten Gewinn verspricht. Wir haben uns auf den Händler Alternate beschränkt, da hier unserer Erfahrung nach die Mischung aus Preis und Kundensupport eher stimmt als bei anderen, immer besonders günstigen, Shops. Ausnahme sind Auslaufmodele die GTX 1070, die Alternate nicht mehr führt.

    Mittelklasse für Oculus Rift S, Valve Index, HTC Vive Pro und Samsung Odyssey(+)

    Performanceklasse für Pimax und Freunde von Supersampling

    Der Beitrag GTX 1660 und RX 570: Wie gut eignen sich günstige Grafikkarten für VR? (Update: und Half-Life: Alyx im Speziellen) erschien zuerst auf VR-Legion.

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