Borderlands 2 VR: Am PC volles Rohr oder Flasche leer?

Der Comicstil von Borderlands 2 begeisterte viele Spieler weltweit. Gilt das auch für die VR-Version am PC?

Wer kennt es nicht? Borderlands 2. Das Spiel mit der eigenartigen Grafik. Dennoch spielten Millionen das Game mit wachsender Begeisterung. Nun erschien das Spiel für den PC in der VR-Variante und ob das Spiel die Erwartungen erfüllt, verraten wir euch nun in den folgenden Zeilen.

Die Handlung sollte eigentlich jedem Spieler bekannt sein, dennoch ein kurzer Anriss dessen, was im Spiel so vor sich geht:

Der Planet Pandora wird vom Waffenhändler Handsome Jack und seiner Firma Hyperion bedroht, da dieser den Rohstoff Eridium vom gesamten Planeten abgrabschen will. Dem stellen sich tapfere Spieler entgegen und bekämpfen den Bösewicht mit allem, was das Spiel so hergibt. Angeführt von dem leicht nervigen Roboter Claptrap, der sich immer wieder aufgrund eines Aufmerksamkeitsdefizits in den Vordergrund spielt, ballert und schießt man sich in bester Manier durch die Levels und befleißigt sich dabei allerhand Waffen, um dem Bösewicht das Handwerk zu legen.

Doch was los in der Einöde Pandoras…

Ist etwas anders im Staate Borderlands 2 VR?

Nein, ist es nicht. Ein exakter Port von der „alten“ Version, ergänzt durch einige Sequenzen, die wegen der VR-Funktion notwendig wurden. Nicht mehr, nicht weniger.

Auch die Klassen sind gleich geblieben:

  • Axton (Commando) kann einen tragbaren Geschützturm aufstellen
  • Salvador (Gunzerker) kann zwei Waffen gleichzeitig nutzen und Munition „regenerieren“
  • Maya (Sirene) kann heilen und Kraftfelder erzeugen, um Gegner festzuhalten
  • Zero (Assassine) macht sich unsichtbar, erzeugt Holobilder von sich und ist Sniper
  • Gaige (Necromancer) hat einen Roboter, der für sie kämpft
  • Psycho (Krieg) hat guten Nahkampfschaden, kann Waffen werfen, aber nicht so gut springen wie der Rest

Auch die Cel-Shading-Grafik bleibt erhalten, die auf der Unreal-Engine basiert und eigentlich ist alles beim Alten geblieben, bis auf das Detail, dass man nun im Spiel ist und nicht flat vor dem profanen Monitor sitzt. Das mit dem Monitor ist beileibe kein Manko, aber die Immersion der VR-Technik setzt dem Ganzen das i-Tüpfelchen auf.

Gut gesteuert oder bescheuert gesteuert?

Man kann Entwarnung geben. Die Steuerung ist nahezu jedem Gusto anpassbar. Ob Move, Teleport, halb und halb, selbst die Geschwindigkeit der Bewegungsart ist komplett einstellbar. Wir reden hier nun von der Steuerung über die Touch Controller von Oculus und nachdem man die dominante Hand eingestellt hat (in diesem Beispiel rechts), geht es auch schon los. Bewegung und Grab mit dem linken Controller, schießen und springen mit dem rechten Controller und das funktioniert erstaunlich intuitiv und gut. Lagfreie Sicht über das HMD und fertig ist eine nahezu perfekte VR-Spielerfahrung.

Alles im Griff dank VR-Controller…

Gemischte Gefühle im Randgebiet…

Dieser Test wurde mit einer Oculus Rift gemacht, es gab keinerlei Probleme, ganz im Gegenteil. Wenn man sich aber auf der Steam-Seite von Borderlands 2 VR umsieht, springen einem einige Negativ-Bewertungen entgegen. Offenbar gibt es bei anderen Geräten außer der Oculus Probleme mit dem Tracking, die Bilder sind auf beiden Augen gleich und andere Wehwehchen ärgern so manchen Spieler. Offenbar besteht seitens Gearbox noch etwas Nachholbedarf, was die Unterstützung anderer VR-Systeme außer denen von Oculus angeht, aber Besitzer einer Rift können bedenkenlos zuschlagen.

Muss man, sollte man, kann man oder etwa doch nicht?

Eins muss man Gearbox lassen: Die haben echt einen guten Job bei dem VR-Port gemacht (Oculus), bei den anderen Anbietern steht Gearbox in der Pflicht, das nachzupatchen. Grafisch keine Überraschung, Handlung blieb beim Alten, aber das immersive Gameplay, hervorgerufen durch die VR-Technik inklusive einer hervorragenden Steuerung machen dieses Spiel wert, es gegebenenfalls noch einmal zu kaufen. Wer das Spiel bisher gesuchtet hat, der hat möglicherweise zu viele Erinnerungen daran, aber Spieler wie ich, die schon länger Abstand von Borderlands 2 haben, die fühlen sich prompt wohl in Pandora. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings der stattliche Preis von knappen 50 Euronen, die man bei Steam hinterlassen muss, um ins Vergnügen einzusteigen. Wem das egal ist, zudem ein VR-System von Oculus sein Eigen nennt, dem ist Borderlands 2 VR dringend ans Herz gelegt.

Wie sieht`s aus? Schon gekauft? Wir würden uns über eure Erfahrungen mit Borderlands 2 VR freuen…

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2 Kommentare

  1. Also kann man das als Linkshänder ohne Probleme spielen? Wenn man auf dominante Hand links stellt, dann wird auch bewegen auf die Off-Hand (rechts) gestellt? Oder gibt es nur an, wo der Laserpointer für Menüs ist und in welche Hand man die Waffe hält? Ein extrem wichtiges Kriterium in VR für Linkshänder.

    Zum Preis von 50€…nein. Als Neueinstieg…evtl. aber als Besitzer der Non-VR Version (und allen DLCs), hätte es als DLC verkauft werden sollen (20-25€). Ich bin mir sicher das es nicht SO aufwendig ist, ein großes Studio sogar noch weniger Probleme haben sollte und bei gratis VR Patches wie Payday 2 oder Hellblade fragt man sich unweigerlich „Ist der Preis auf geldgeile Publisher zurückzuführen?“. Und bei dem was heute in der Industrie abgeht und den „AAA“ Publishern ist die Antwort für mich eindeutig, JA. Faire Preismodelle gibt es bei den nicht mehr.

    • Leider hast Du Recht. Ein Wechsel gibt nur an, dass der Laserpointer die Hand wechselt. Funktionen wie Move-Hand und Gun-Hand bleiben gleich.
      Und der Preis ist happig, was auch beschrieben wurde. Für mich gings klar, ich hab lange Pause gehabt. Bei anderen war die Option, dass man zuschlägt, wenn der Preis egal ist. Das muss eben jeder für sich selbst entscheiden. Vielleicht lässt sich Steam ja auch noch bitten, den Preis zu senken, vielleicht merken die es selbst. Warten wir es ab.

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