Cyberpunk 2077: Für VR nicht cyber genug

Was passt zu einem Titel, der sich Cyberpunk 2077 nennt? Genau! Ein ausgewachsenes VR-Gameplay! Doch wer will das nicht? Der Hersteller!

Es wäre auch zu schön gewesen, wenn auch einmal ein Titel, der das Beiwerk „VR“ nutzen könnte, es auch tun würde. Ein Cyber-Titel, gespielt in einer Cyberwelt, auch mit Cyber-Hardware gespielt… Ein Traum… Und einer, der es bleiben wird. Unser Kollege, Brad Stephenson von ONMSFT (Ja, das heißt wirklich so!), hat ein Interview kürzlich mit John Mamais, Studioboss der Krakow-Niederlassung von CD Projekt Red, geführt und uns VR-Fans leider enttäuscht, weil die Kernaussage war, dass „Cyberpunk 2077 auf keinen Fall in VR erscheinen wird“.

Warum? Aus Gründen…

Der nette John nahm, wie alle anderen Zweifler, Nichtskönner, Neider und Flat-Fanboys auch, das übliche Argument in den Mund, das da lautet: „Mit VR kann man derzeit kein Geld verdienen!“. Nun einerseits mag der Herr Recht haben, genau wie damals ein namhafter Mensch aus dem Hause IBM, der da sagte, dass es niemals etwas werden wird, dass es in nahezu jedem Haushalt einen Personalcomputer gibt. Es bestünde schlichtweg keine Notwendigkeit. Der hat sich geirrt, genau wie sich Jahn Mamais irrt, denn VR scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein. Und warum ist das so? Weil einige Firmen enthusiastisch daran arbeiten, den Vorreiter spielen, damit sich später gewachsene Firmen mit dem dicken Hintern in ein gemachtes Nest setzen.

An fehlendem Geld liegt es nicht. Mit „The Witcher“ hat CD Project gute Kohle verdient und Teil 3 ist wieder einmal in den Top 10 der Verkaufslisten, weil die Serie ebenfalls eingeschlagen ist wie eine Bombe. Also warum nicht einmal einen Titel erstellen und nebenbei diesen Titel auch einmal für VR optimieren? Gerade ein Titel wie Cyberpunk 2077 ist wohl mehr als nur prädestiniert und wenn „breathtaking“ Keanu Reeves sein beliebtes Haupt zur Verfügung stellt, sollte einem Erfolg für beide Plattformen nichts im Wege stehen.

 

Welche Gründe? Die üblichen…

„VR ist eine sehr, sehr, sehr (man beachte die Menge der „sehr“`s) kleine Nische. Es lohnt sich nicht, derzeit dafür zu produzieren. Wenn man ein Game in VR rausbringen möchte, dann muss das von Anfang an für VR designed werden und VR enthalten, damit es ein Erfolg wird. Man schreckt aber davor zurück, das zu realisieren, weil es ja Geld kostet.“

Zitat:

„Wir haben es versucht. Wir haben über VR nachgedacht, aber ja, wir machen nichts mit VR. Wir haben die VR-Entwickler-Kits, aber …

Einige Dinge würden in VR funktionieren, aber ich denke, es ist noch nicht wirklich machbar. Sie verdienen in VR noch nicht viel Geld. Es ist sehr experimentell und Nische, ja. Ich würde gerne. Ich mag VR, aber wir machen noch nichts damit.“

Zitat Ende!

Das sind alles Argumente, die immer wieder kommen und kommen werden, solange der Markt nicht groß genug ist. Wenn man sich aber überlegt, dass mit Oculus-Games in der Weihnachtszeit hohe zweistellige Millionenbeträge verdient wurden, die PSVR millionenfach verkauft wurde und die Tendenz mehr als nur steigend ist, fragt man sich, ob diese „Argumente“ überhaupt noch Bestandsberechtigung haben.

 

Wenn jetzt jeder Hersteller mit so einer Meinung hausiert, sind wir uns alle im Klaren darüber, das der Mainstream niemals die Dimensionen von Flat-Games erreichen wird. Umso glücklicher sind wir, dass es Vorreiter in Punkto Hardware und Software gibt, die weiter fleißig forschen, entwickeln und uns mit erstaunlicher Technik überraschen und begeistern werden. Halten wir also diese Firmen in Ehren und kaufen weiter fleißig deren Produkte. Den Rest sollte man einfach mal boykottieren, um denen zu zeigen, was diese „sehr, sehr, sehr kleine Nischengesellschaft“ an finanzieller Power hat.

Warum? Weil wir es können… Und aus Gründen…

Würdet ihr auch einen Boykott in Betracht ziehen, um einem Hersteller eines Besseren zu belehren?

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6 Kommentare

    • Wir haben keine Kooperation mit Cyberpunk wenn du das meinst, versuchen aber, wenn wir Amazon Produkte drunter bauen zu schauen, dass sie Thematisch passen. Vielleicht will ja der oder die eine oder andere sich das mal anschauen oder es doch kaufen und uns damit was gutes tun 😉

    • Die Dame hat Recht. Es passt zur Thematik und es wurde nicht aufgerufen, sondern einfach mal die These in den Raum gestellt.
      Ein Aufruf zu einem Boykott sieht wahrlich anders aus…
      Aus Gründen 😀

    • Lieber Joe, wenn wir ernsthaft Geld verdienen wollten, würden wir keine VR-Nischenseite machen 😉 . Der „Stundenlohn“ ist eher weit unter Mindestlohn. Sehr weit..

  1. Auch wenn Cyberpunk 2077 vermutlich ein gutes Spiel werden, und sich auch wie geschnitten Brot verkaufen wird, so hab ich persönlich kein Interesse mehr an Nicht-VR-Games.
    Es gibt Spiele, an denen ich durchaus Interesse hätte, wie z.B. RDR 2. Aber Zocken am Monitor ist für mich kein Thema mehr. Ist kein direkter Boykott, aber mir fehlt am Monitor einfach die Immersion, und deshalb macht es mir „flat“ auch keinen Spaß mehr. Cyberpunk 2077 wird deshalb nicht auf meinem Rechner landen. Selbst bei einem Sale nicht.

    • Ich fühle mit Dir. Ich zocke derzeit flat nur The Division 2… Und… Das war`s…
      Wenn ich andere Leute flat beispielsweise Project Cars 2 oder Ähnliches zocken sehe, weiß ich nicht, wie die das hinkriegen.
      Ich kann nicht mehr ohne… Ist mir halt zu flach.. 😀

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