Hardware für den Herbst mit VR: AMD Ryzen 5000, RTX 3070-90 sind erschienen

Endlich tut sich wieder etwas an der Hardwarefront: Nvidia hat die RTX 3000 gestartet, AMD ist mit  Ryzen 5000 an Intel vorbeigezogen.

In den letzten Wochen ist Bewegung in den Hardwaremarkt gekommen. Und durchaus auch Bewegung, die uns VR-Fans glücklich machen könnte. So hat Nvidia bereits im letzten Monat die auf der neuen Ampere-Architektur basierenden RTX-3000-Grafikkarten auf den Markt gebracht. Wir haben da ein paar Wort geschrieben..

Allerdings war der Start wenig glücklich, vor allem RTX 3080 und RTX 3090 waren bei Launch so gut wie nicht zu bekommen und sind auch immer noch recht rar. Sofort oder zumindest in absehbarer Zeit verfügbare Karten erzielen hingegen hohe Preise weit über der unverbindlichen Preisempfehlung der (ebenfalls nur schwer erhältlichen) Founders Edition. Die RTX 3070 als Nachzügler zum Monatsende war etwas besser verfügbar. Doch auch hier sind die Einstiegspreise für lieferbare Karten deutlich höher als die 499 Euro der Founders Edition andeuteten.

RTX 3000 und der Speicher

Im Gegenzug stimmt aber die Performance und das auch in der virtuellen Realität. Selbst das bisher kleinste Ampere-Modell schafft es in den meisten Fällen eine RTX 2080 Ti zu schlagen. Die RTX 3080 siedelt sich gut 20 Prozent darüber an, die 3090 legt hingegen nur noch einmal 10-15% zusätzlich drauf – zu wenig für den Preisaufschlag, der aktuell bis zu 1000 Euro beträgt. Ärgerlich: Die RTX 3090 ist die einzige Ampere-Grafikkarte mit einer zeitgemäß wirkenden Speicherausstattung. Während die RTX 3070 nur 8 Gigabyte nutzen darf, kommt die RTX 3080 auf 10 Gigabyte, die 3090 hat 24 Gigabyte verbaut.

Auch wenn wir glauben, dass 10 Gigabyte in den nächsten Monaten und vielleicht sogar 1-2 Jahren noch gut ausreichen dürften, mehr Speicher kann nicht schaden. Und angesichts einer neuen GPU-Offensive mit RDNA2 noch diesen Monat sollte Nvidia den Speicher-Geiz endlich beenden und Ti-Varianten mit mehr GDDR6X auf den Markt bringen.

–> Gigabyte Geforce RTX 3070 Gaming OC für 679 Euro bei Alternate

–> Gigabyte Geforce RTX 3070 Vision OC für 669 Euro bei Alternate

–> Zotac Geforce RTX 3080 Trinity für 829 Euro bei Alternate

–> Asus Geforce RTX 3080 TUF Gaming für 879 Euro bei Alternate

–> Gigabyte Geforce RTX 3090 Gaming OC 24G für 1849 Euro bei Alternate

Bei AMD wird bereits das kleinste kommende Grafikkartenmodell, die RX 6800, mit 16 Gigabyte Speicher ausgeliefert werden, gleiches gilt auch für die RX 6800XT und die RX 6900. Laut firmeneigenen Benchmarks gibt es einen Schlagabtausch bei der Leistung: Die 6800 konkurriert mit der RTX 3070, die RX 6800XT mit der RTX 3080 und die RX 6900 mit der RTX 3090. Es bleibt zu erwarten, dass AMD bei Raytracing schlechter abschneidet als Nvidia, allerdings ist Raytracing für VR-Games vorerst eh kein Thema. Die KI-Kantenglättung DLSS schon eher – hier wird sich zeigen, was AMD als Konkurrenz ankündigt und wie sich DLSS bei VR-Games durchsetzen kann.

Pluspunkt ist der größere Speicher sowie eine erweiterte Zusammenarbeit mit der neuen AMD CPU-Plattform. Verbaut ihr sowohl ein Mainboard mit B550/X570-Chipsatz, einem Ryzen 5000 und eine RDNA2-Grafikkarte soll ein direkter Speicherzugriff von CPU auf GPU-RAM für weitere 5-10% Leistung sorgen. Wir werden das beobachten und berichten.

Apropos Ryzen 5000

Am heutigen 05. November gab es aber erst einmal CPU-News. AMD hat seine Zen3-Prozessoren in Form der Ryzen 5000 Reihe in den Handel gebracht und Testberichte erlaubt. In den Benchmarks der Hardwarekollegen von Computerbase, Gamestar und co. konnte sich AMD damit die Leistungskrone von Intel zurückerobern – nach 14 Jahren, damals stellte Intel die seinerzeit revolutionär flotte Core-Architektur vor. Erschienen sind AMD Ryzen 5 5600X, Ryzen 7 5800X sowie Ryzen 9 5900X und 5950X. Zumindest ein bisschen erschienen: Die beiden schnellsten CPUs sind so gut wie nicht lieferbar. Der Sechskerner Ryzen 5 5600X lässt sich bei Alternate zumindest ab und zu ordern und kostet 309 Euro, der Achtkerner Ryzen 7 5800X ist ebenfalls nicht sehr gut verfügbar, wenn ihr einen bekommt kostet er 479 Euro. Mit 599 Euro fällt der Aufpreis zum Zwölfkerner R9 5900X recht human aus – wie schon bei der Vorgängerserie.

Diese auf Zen2 basierenden Ryzen-3000-Prozessoren werden auch weiterhin gefertigt und verkauft. Allerdings beobachten wir vor allem beim beliebten Mittelklasse-Ryzen, dem Ryzen 5 3600, einen seit Sommer angestiegenen Preis (von 170 Euro auf 200 Euro).

Wer bereits ein Mainboard mit AM4-Sockel besitzt, wird damit Ryzen 5000 nur betreiben können, wenn entweder die neuesten 500er-Chipsätze verbaut sind oder der Hersteller ein UEFI-Update mit entsprechender Kompatibilität herausbringt. Für B450/X470-Mainboards soll es solche Updates in großer Zahl geben, unter Umständen dauert es aber bei eurem Board noch etwas – beobachtet dafür am besten die Updateseiten des jeweiligen Herstellers. B350/X370 hingegen wird keine Unterstützung für Ryzen 5000 bekommen, hier ist die 3000er-Reihe das letzte Upgrade.

Die schnellste CPU hat AMD

Die Mehrleistung der Zen3-Prozessoren kommt nicht von zusätzlichen Rechenkernen, hier gibt es Gleichstand mit den Vorgängern. Und auch die Taktraten sind nur eher moderat gestiegen – die 5-GHz-Grenze durchbricht AMD immer noch nicht. Bis zu 20% Mehrleistung holt AMD allerdings rein durch interne Optimierungen der Prozessorarchitektur heraus. Dazu gehört, dass die Chiplets, aus denen die Zen-CPUs bestehen, jetzt acht Kerne tragen statt bisher vier und so bis zum 5800X keine Leistungsverluste durch die langsamere Kommunikation unter den Chiplets eintreten. Auch können die Kerne jetzt gemeinsam auf den 32 GByte großen Cache des Prozessor-Chiplets zugreifen. Kleine Änderungen, die in Summe dafür sorgen, dass Intels aktuellen Core-i-Prozessoren selbst im Highend nicht mehr die schnellsten auf dem Markt sind. Und das bei humanem Stromverbrauch – AMD hat zwar die Leistung aber nicht die Energieaufnahme angehoben.

–> AMD Ryzen 5 5600X für 309 Euro bei Alternate

–> AMD Ryzen 7 5800X für 479 Euro bei Alternate

–> AMD Ryzen 9 5900X für 599 Euro bei Alternate

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