Test und Vergleich: Star Wars Pinball VR – Steam vs. Oculus Quest Version

Können die Quest und Steam VR-Versionen von Star Wars Pinball VR überzeugen? Wir haben beide für euch getestet.

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis…Okay, es handelt sich hier eher um unseren blauen Erdball und einem Ereignis, vor nicht allzu langer Zeit. Da haben uns die Entwickler von Zen Studios ein grandioses Star Wars Pinball-Spiel versprochen, in dem wir auch unsere eigene Fancave mit diversen Star Wars Memorabilien aus­staf­fie­ren können. Meine Erwartungen waren nach den ersten Trailern sehr hoch und als Fan der Filmreihe konnte ich mich dem Charme des galaktischen Kugelschubsers nicht entziehen. Ob er aber meine Erwartungen erfüllen konnte, seht ihr im weiteren Testverlauf.

Ein Gamepad in 2021?

Ich dachte immer seit dem Oculus Touch Release in 2016 wären normale Gamepads aus dem VR-Spielgeschehen verschwunden. Vor allem für Titel, die laut der Entwickler auf der Quest volle Unterstützung der VR-Controller bieten. Dies ist aber bei der Steam-Version nicht der Fall. Die Index und Vive-Controller werden gar nicht erst vom Spiel unterstützt und die Touch Controller werden mit Virtual Desktop auch nicht erkannt. Nur wenn ihr die Steam Version via Air-Link oder Oculus Link spielt, werden die Touch-Controller der Quest erfasst. Und auch wenn ihr mit einem Gamepad spielen wollt, gibt es mit neueren Xbox Controllern auch Probleme, dass diese nicht erkannt werden. Da muss sich auf jeden Fall noch sehr viel tun. Bisher gibt es dazu kein offizielles Statement von dem Entwickler-Studio, ob dies mit einem Update noch behoben wird.

Aufgrund der Controller-Probleme gab es negative Rezensionen.
Viele der Steam-Rezensionen sind negativ ausgefallen

Peinlich portierter Pixelbrei oder gelungenes Upgrade?

Grade wo wir von weiteren Problemen berichten. Die Grafik und Texturen sind auch ein Rückgabegrund für viele Käufer der Steam Version. Die Quest Version sieht ganz nett aus und die Steam Version bietet hier und da noch etwas feinere Texturen, aber wenn man nicht den direkten Vergleich hat, wirken beide Versionen recht identisch. Auch da viele Texturen der Steam-Version nicht zeitgerecht rüberkommen und viele Fans sich wohl eher ein grafisches Meisterwerk gewünscht hätten. Teilweise könnten die Charaktermodelle direkt von einer Playstation 3 auf den PC gehüpft sein. Auch die Tische hätten etwas mehr Liebe im grafischen Bereich vertragen können und wirken eher wie ein digitaler Schaukasten, statt einen richtigen Pinballtisch darzustellen. Anbei packe ich euch noch einige Grafikvergleiche der beiden Versionen, damit ihr das Ausmaß selbst sehen könnt.

Die Texturen wirken bei Air Link einen Tick schärfer
Es gibt hier und da immer leichte Texturunterschiede
Vor allem die Texturen auf dem Ledersofa sind zu beachten
Die PC-Version sieht ein wenig schärfer aus. Die Quest-Version kann sich dennoch sehen lassen

Fancave? Eher eine kaum interaktive Abstellkammer

Die Idee mit der Fancave ist ja ganz nett. Nur wer hier einen frei gestaltbaren Raum erwartet, wo ihr diverse Gegenstände aus dem Star Wars Universum auch anfassen könnt, ist leider fehl am Platz. Der gestaltbare Raum besteht aus ein paar festgelegten Punkten, wo ihr fest platzierte Figuren oder Gegenstände austauschen und platzieren könnt. Auch ist der gesamte Raum eher klein gestaltet und lässt noch einiges zu wünschen übrig. Spaß macht es trotzdem und eine R2D2-Jukebox mit vielen bekannten Liedern aus dem Star Wars Universum runden die ganze Sache noch ab. Trotzdem fehlt mir ein wenig die Interaktion mit den zu platzierenden Gegenständen.

Leider kann man Gegenstände nur per Knopfdruck platzieren

Fazit: Obi-Wan würde in der Gruft rotieren. Quest Version trotzdem akzeptabel

Leider ist die Steam Version derzeit nur beschränkt zu empfehlen. Sie bietet gegenüber der Quest Version zwar den gleichen Spielumfang, dies aber mit diversen Problemen, sodass die PC-Version im Vergleich schlechter dasteht. Allgemein macht das Spiel dennoch Spaß und bietet für den Preis von knapp 21 Euro eine große Auswahl an Tischen und Grafikeffekten. Auch die selbst einzurichtende Fancave ist ganz nett geworden, wenn sie vom Umfang her doch eher klein geraten ist und auch nicht viele Gestaltungsoptionen bietet. Ich hatte wohl zu große Erwartungen an das Spiel, die leider nicht ganz erfüllt wurden. Sollte das Team der Zen Studios sich einiger Bugs annehmen, werde ich gerne mein Urteil über das Spiel noch ändern. Aber zum jetzigen Zeitpunkt gebe ich nur grünes Licht für die Quest Version von Star Wars Pinball VR. Sie bietet noch den meisten Spielspaß, ohne dass man sich mit diversen Controllerproblemen herumärgern muss. Die Steam-Version kann ich nur Leuten ans Herz legen, die eh eine Quest 2 mit Air Link nutzen und leicht schärfere Texturen bevorzugen.

In dem Sinne. May the 4th be with you!

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5 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Vergleich. Genau auf so was habe ich gewartet.
    Möchte es mir kaufen. Vorzugsweise
    für Steam, damit ich in Zukunft es noch zocken kann, falls ich die Quest verkaufe. Man weißt ja nie.

    Eine Frage habe ich dennoch.
    Mit Airlink funktionieren die Quest Controller.
    Mit Link Kabel müsste es ja auch gehen, nehme ich an oder?
    Momentan ist mein Router zu weit entfernt von der Spielfläche (anderer Raum). 8 m Link Kabel funktioniert bei mir aber sehr gut.

  2. Für mich eine recht flache Angelegenheit, was die Immersion der Tische in der Steam-Version angeht. Schaut man sich die Tische genauer an, erkennt man einen mobile-Port der lieblos wahrscheinlich in großen Teilen von der Quest-Version stammt. Metallische Objekte sehen plötzlich nicht mehr metallisch aus, Details die man aus der normalen FX2-Version noch kannte, sind plötzlich verschwunden, was vorher noch rund aussah, ist jetzt eckig. Preist man die 5 Jahre ein, die seit FX2 vergangen sind, das VR mehr Leistung braucht, aber auch die Hardware jetzt schon wieder deutlich besser ist, müsste diese Version doch mindestens genauso gut aussehen. Ist aber nicht der Fall und zeigt den aktuellen von Facebook beherrschten VR-Markt bzw. Entwickler wie Zen, die einst für hochwertige Flippersimulation bekannt waren, rennen jetzt auch der Möhre nach und lassen PCVR-Spieler mit solchen verhunzten Versionen einfach im Staub zurück.

    Wer nur oberflächlich aus der Ferne drauf schaut wird im ersten Moment wohl noch gar nicht die grottige Qualität feststellen, die Kugel flitzt wie gewohnt, Lichter flackern, dazu schöne Star Wars Musik, aber wehe Ihr schaltet in den Full-Immersion-Mode, z. B. in Return of the Jedi ‍♂️.. dann wird’s echt scheußlich und genau diese dort gut zu sehenden, niedrig aufgelösten und ausgewaschenen Texturen, fehlende Ambient Occlusion und Reflektion führen letztlich bei mir zu einem seltsam flachen Gefühl in VR.

    Da brauch ich noch nicht mal mit dem bereits geschriebenen Steuerungsdesaster anfangen, oder der veralteten, steifen VR-Interaktion in der Fan-Höhle. Lieblos, verbuggt, aber kostet ja auch nicht viel.. was will man erwarten. Aus meiner Sicht wurde die fehlende Qualität bewusst mit eingepreist, ich hätte lieber 30 oder sogar 40 EUR bezahlt, wenn die Tische in Top-Qualität gekommen wären. Ich hätte sogar auf die doofe, statische Fan-Höhe verzichtet, alle Polygone und Texturen in die Tische, statt Firlefanz den Pinheads nicht brauchen.. aber ist ja abschaltbar. Zum Glück gibt es noch Zaccaria, Visual Pinball und das gute, alte FX2 VR vom gleichen Hersteller in besserer Qualität, nur halt kein Star Wars in VR.

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