Blade&Sorcery Update 5: Noch fieser, noch weniger jugendfrei + Epic Battles Video

Schwerter, Magie, Enthauptungen: Splatter-Fans brauchen Blade&Sorcery

Realistische Physik bei den Kämpfen macht aus Blade&Sorcery ein VR-Juwel – mit dem Update 5 wird das Spiel sogar noch besser.

Die älteren Semester erinnern sich vielleicht noch an Die by the Sword – ein 1998 erschienenes Spiel mit eher rudimentärer 3D-Grafik und einem auch nach heutigen Maßstäben ungewöhnlichem Kampfsystem: Der Schwertarm wurde frei mit der Maus bewegt. Entwickler Treyarch entwickelt mittlerweile lieber kommerziell erfolgreiche Spiele mit einfacher Steuerung, Call of Duty beispielsweise.

Flatgamer haben mit Exanima noch einen modernen Vertreter physikbasierter Schwertkampfaction, in VR war für lange Zeit aber Gorn das höchste der Arena-Gefühle. Und dann erschien Blade and Sorcery..

Exanima in Virtual Reality: Blade&Sorcery

Wie Exanima ist der Kampf dort stark von der Physik der Spielwelt abhängig, ganz wie im echten Leben halt auch. Das bedeutet aber auch: Wir müssen beim Schwingen der Waffen auch die Trägheit mit einberechnen und für entsprechend Wucht sorgen um mehr Schaden zu machen. Ist die Maus- und Tastatursteuerung bei Exanima aber für Einsteiger wenig nachvollziehbar, nutzt Blade and Sorcery die Möglichkeiten von Roomscale-VR.

Wenn Katzen kämpfen – kommen spannende und meist blutige Szenen dabei heraus..

Bedeutet: Die Controller verwandeln sich in Fäust die die herumliegenden Waffen tragen und benutzen, ganz natürlich wie bei echten Kämpfen. Nun dürften wenige VR-Gamer ernsthaft Erfahrungen beim Schwertkampf Mann gegen Ork haben, die VR-Legion rekrutiert sich aber praktischerweise auch aus der LARP-Szene.. Und tatsächlich fühlen sich die VR-Kämpfe sehr nach echtem Kampf an, auch ohne das Gewicht echter Waffen und den Schmerz bei eingesteckten Treffern. Zumal so gut wie jedes Objekt in der Spielwelt ebenfalls mit eigener Physik ausgestattet ist und entsprechend genutzt werden kann

Neue Map, neue Waffen, fliegende Körperteile…

Das war aber alles auch bislang schon möglich. Das bisher größte (kostenlose) Update für Blade&Sorcery sorgt aber für noch mehr Spaß. Es gibt nicht nur eine neue Map, verschiedene neue Waffen wie ein leichteres Zweihandschwert (das sich deutlich flotter Schwingen lässt als das Claymore) und eine doppelhändige Axt, ihr habt nun auch die Gelegenheit diese Waffen noch effektiver einzusetzen.

Wenn ihr den Gegner mit ausreichend Schwung und im richtigen Winkel trefft, besteht die Chance, das jeweilige Körperteil abzutrennen. Das funktioniert sowohl mit Köpfen als auch mit Armen und Beinen. Ein wenig knifflig ist es schon, so ein Körperteil mit einem Schlag vom Gegner zu entfernen, mit etwas Übung und Verständnis für die nötigen Einschlagwinkel (Tipp: Eher etwas schräg als gerade) klappt es aber gut. Und es ist unglaublich befriedigend, wenn mitten im Kampf Gegner-Geschnetzeltes durch die Gegend fliegt. Ich muss mich wiederholen: Es ist viel befriedigender als es vom ethischen Standpunkt sein dürfte. VIEL.

… und die Kamera könnt ihr auch steuern

Für die Präsentation der fast filmreifen Kämpfe gibt es nun die Möglichkeit, auf dem Monitor per Maus und WASD eine externe Kamera um den Spieler herum zu steuern. Alternativ gibt es verschiedene HMD-Ansichten, auch eine für schwächere Rechner mit geringer Grafikqualität. Etwas knifflig einzurichten aber durchaus effektvoll in Videos ist die Option, die Kamera auf einem Objekt zu fixieren – so könnt ihr Kamerafahrten von der Schwertspitze aus aufzeichnen. Ein paar Bugs hat die Funktion noch, so muss der Monitor-Kameramensch bei Multi-Monitor-Setups immer darauf achten, mit dem Mauszeiger nicht das Spielfenster zu verlassen, das sonst die Steuerung in VR nicht mehr funktioniert.

Neue Kletter-Physik bei Blade&Sorcery

In der neuen Canyon-Map finden sich außerdem mehrere Seilrutschen. Um diese zu nutzen, müsst ihr in den Optionen unter „Experimentell“ die neue Kletter-Physik aktivieren. Mit dieser ist es möglich, sich beispielsweise an einem Axtgriff hochzuziehen. So lassen sich Vorsprünge erklimmen und auch die Seilrutsche wird plötzlich interessant: Axtklinge am Seil einhängen, Griff umklammern, losspringen und huiiii. Am Ende unseres oben eingebetteten Videos sehr ihr allerdings, was passiert, wenn dabei die Kletter-Physik versehentlich deaktiviert ist.

Das Update 5 für Blade and Sorcery ist seit dem 04. April kostenlos für alle Besitzer des Spieles verfügbar. Schreibt uns bitte in die Kommentare, ob ihr euch einen Livestream von uns dazu wünschen würdet – natürlich mit einem Legionär an der Kamera um möglichst tolle Perspektiven einzufangen. Ich verspreche euch: Es ist nicht nur toll anzusehen sondern auch unglaublich witzig!

Blade and Sorcery
Blade and Sorcery
Entwickler: WarpFrog
Preis: 19,99 €

 

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2 Kommentare

  1. Das Spiel wird immer interessanter für mich. Irgendwie hab ich erst vor kurzem von diesem Spiel mitbekommen.

    Ich bin interessiert an einem Video von euch. Ich werde es mir jetzt evtl. kaufen. Es scheint wirklich interessant zu sein.
    Kommt bestimmt gut rüber auf der 5k plus.

    • Ich bin total beeindruckt, was da ein einzelner Entwickler geschaffen hat. Einfach ne geniale Physik-Sandbox hinstellen, die aber wirklich beeindruckend gemacht. Bei der neuen Map hat noch jemand anderes ausgeholfen aber sonst: ein Dev, so beeindruckend. Verkauft sich aber gerechterweise wohl recht gut, ich gönne es ihm!

      Gerade der Flatmodus wo man die Kamera steuern kann hat hier im Haushalt für extrem viel Gelächter gesorgt, man nimmt einfach automatisch so viele lustige Szenen auf. Und brutale Kämpfe 😀 . Ich muss echt die Zeit für einen B&S-Livestream „mit Kameramann“ finden, das wird episch.

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