Displaylink arbeitet an Foveated Wireless-Compression für höhere Auflösungen

Der Vive Wireless Adapter wird oben auf der VR-Brille montiert

Displaylink, der Entwickler der Vive Wireless-Kompressionstechnologie, arbeitet an einer effizienten Methode des Wireless-Streamings via Eyetracking.

VR-Inhalte latenzfrei und ohne sichtbaren Qualitätsverlust per Funk zu streamen ist eine undankbare Aufgabe: Selbst mit Kompression, die zudem möglichst verzögerungsfrei vonstatten gehen muss, fallen gigantische Datenraten an. Daher nutzen sowohl TPCast als auch Vive Wireless das teure und aufwändige 60-GHz-Funkverfahren. So lassen sich zumindest auf kurzen Distanzen bis zu 7 Gigabit pro Sekunde übertragen – der Nerd in mir hüpft bei dieser Vorstellung übrigens aufgeregt umher.

Headsets mit höheren Auflösungen überfordern aber selbst das WiGig-System von Vive Wireless, vielleicht ein weiterer Grund für HTC die Vive Pro Eye ohne höhere Auflösung im Vergleich zur Vive Pro zu veröffentlichen.. Immerhin passt so auch das bestehende Wireless-Modul.

Der Hersteller des dafür genutzten Kompressionsverfahrens, Displaylink, hat auf der CES nun ein optimiertes System vorgestellt, dass Eyetracking nutzt – ebenfalls nicht unpraktisch mit Sicht auf die Vive Pro Eye.

Nur noch ein Drittel der Bandbreite benötigt

Mithilfe des Tobii-Eyetrackingsystems ermittelt Displaylink die gerade fokussierten Bildinhalte. Nur diese werden anschließend in höchster Qualitätsstufe übertragen, weiter vom Fokuspunkt entfernte Inhalte erfahren eine stärkere Kompression. Wie schon beim klassischen Foveated Rendering nimmt das Gehirn kleine Bildfehler oder eine geringere Bildqualität im Bereich des peripheren Sehens kaum wahr.

Displaylink konnte so im Testlauf gut ein Drittel Übertragungsbandbreite einsparen, ohne die wahrgenommene Bildqualität zu verschlechtern. Wie genau die foveated compression in die jeweiligen Anwendungen integriert werden soll ist noch unklar, auf der CES wurde nur ein „proof of concept“ gezeigt. Um VR auch mit handelsüblichen 5-GHz-WLANs in gewohnter Qualität kabellos nutzbar zu machen könnte es aber selbst mit der massiv eingedampften Bandbreite knapp werden, was stark sinkenden Preisen einen Riegel vorschiebt.

Quelle: RoadToVR

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