DecaGear – Höherer Preis und Produktionsprobleme

Die Firma Megadodo steht vor großen Lieferproblemen und muss ihr geplantes Headset DecaGear teurer verkaufen als geplant.

Ein paar von euch haben dem DecaGear Headset hinterher gefiebert, doch das endet nun eher in einer Sackgasse. Megadodo hat vor einigen Tagen bekannt gegeben, dass es einige große Hürden gibt, die sie nicht bewältigen können. Darunter die Konkurrenz in Meta, Lieferprobleme im Elektronikbereich und fehlende Investoren. Daraus schließt der Gründer von Megadodo, Or Kuntzman, dass das Headset eher in Richtung 700 Dollar kosten wird. Weiterhin wird sich auch das geplante Erscheinungsdatum in die ferne Zukunft verschieben. Die Firma geht davon aus, dass es eine limitierte Edition für alle Vorbesteller geben wird, die Ende 2022 erscheinen soll. Kommende Headsets werden dann in 2023 extern von einem anderen Hersteller gefertigt und nicht mehr von Megadodo selbst. Megadodo möchte dann mehr im Softwarebereich punkten. Mehr dazu im Artikel.

Zitat von Or Kunzman – CEO von MEgadodo

“Die Halbleiterindustrie priorisiert Großaufträge, während die Investoren zu viele Risiken für umfangreiche Investitionen sehen. Selbst wenn wir die finanziellen Probleme lösen und das Headset so produzieren, wie es ist, liegt sein aktueller Preis bei ~$700, mehr als doppelt so hoch wie die Kosten für die Quest 2.

700 Dollar auch für vorbestellte Headsets?

Teilweise gibt es hier eine gute Nachricht. Bereits vorbestellte Headsets werden bei den versprochenen 449 Dollar bleiben. Doch leider gibt es auch eine Klausel, dass Megadodo bei Nichteinhaltung keinerlei Haftung übernimmt und nur den Vorbestellpreis bei Nichtlieferung erstatten muss. Weitere Details werden erst in ca. einer Woche erwartet, wo Megadodo ein weiteres Statement abgeben will. Falls unter euch noch Vorbesteller sind, die unbedingt ihr DecaGear Headsets haben wollen, dann drücke ich euch beide Daumen. Rechtlich gesehen bleibt es dennoch ein Glücksspiel und wir haben bisher nicht ein funktionierendes Headset gesehen.

Laut Kuntzmann bleibt es beim Vorbestellerpreis.

DecaBrick? Ein schlechter Name für ein Betriebssystem

Wenn Megadodo nur noch die vorbestellten Headsets als limitierte Edition herstellen wollen, was wird dann aus der Firma? Die Antwort ist schon bekannt. Kuntzman will in Zukunft eher auf die Erstellung eines offenen Betriebssystemes für standalone VR-Headsets setzen. Der dazu gewählte Name „DecaBrick“ lässt mir schon jetzt den Schauer über den Rücken laufen. Denn unter „gebricked“ versteht man ein nicht mehr nutzbares Gerät, welches oft durch einen Softwareschaden betroffen ist. Des Weiteren haben die Gründer von Megadodo keine weiße Weste und waren in der Vergangenheit an der Verbreitung von Ad- und Malware beteiligt. Daher bezweifele ich, dass viele Headset-Hersteller mit ihnen zusammen arbeiten werden.

Bricked ist eher ein Term, der ein nicht mehr benutzbares Elektrogerät bezeichnet.

 

Meine Gedanken dazu: Zu spät, zu spääät!

Wenn das Headset nicht noch weitere Verzögerungen erlebt, wird es Ende 2022 auf den Markt kommen. Zu dem Zeitpunkt wird es schon zahlreiche Konkurrenzprodukte geben, die in Sachen Technik und Formfaktor die Nase vorn haben werden. Und selbst die prophezeiten Features des DecaGear Headsets sind bis dahin längst Standard geworden. Jeder der seine Vorbestellung aufrecht halten will, dem wünsche ich viel Glück und Freude daran. Für mich ist das Headset immer mehr zu einem Windei geworden. Zudem hat die Firma Megadodo nicht ein funktionierendes Headset präsentieren können. Keiner konnte es bisher testen und ich bezweifele, dass das Headset in dem versprochenen Umfang überhaupt existiert.

Was denkt ihr über das DecaGear Headset und habt ihr eine Vorbestellung getätigt?

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3 Kommentare

  1. Von Anfang an unrealistisch, vor allem im Schatten von Meta/Facebook/Oculus und Co. .. Vorbesteller bekommen hoffentlich ihr Geld zurück, aber da ist noch die Warteschleife.

  2. Wie soll MegaDodo den Vorbestellern einen Preis von 450$ ermöglichen, wenn sie selber davon ausgehen, dass es 700$ kosten muss, um es kostendeckend produzieren zu können? Wie soll MegaDodo diesen finanziellen Hit überhaupt tragen können, wenn jetzt schon als einer der Gründe für das Scheitern des ursprünglichen Plans, „fehlende Investoren“ angeben?

    Startups + technisch und preislich konkurrenzfähige VR-Headsets –> die Zeit ist vermutlich vorbei

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