HP Reverb startet als fehlerbereinigte neue Version Mitte September in Europa

Die hochauflösende WMR-Brille HP Reverb hat nach einem veritablen Fehlstart den nächsten Releasetermin: Mitte September soll es losgehen.

Mit unglücklichen Produktstarts kennt HP sich aus: erinnert sich noch jemand an den teuren Kauf von Palm, die ersten HP-Tablets mit echter Android-Alternative und den plötzlichen Stopp für die kostspielige Tablet-Abteilung? Die HP Reverb erntete zwar weniger Aufmerksamkeit im Mainstream, bevorzugt Simulationsfans sind aber dennoch unglücklich über den Fehlstart von HP.

Die Reverb beeindruckt mit einer Auflösung von 2.160×2.160 Bildpunkten vor allem bei der Bildschärfe – Fliegengitter ist so gut wie keines mehr zu erkennen, wir nähern uns hier bereits beinahe Monitorqualität. Allerdings setzt HP weiterhin auf das WMR-Tracking der ersten Generation mit nur zwei Kameras – bewegungsintensive Spiele sind daher nicht für jedermann wirklich erfreulich spielbar, man mag sich aber damit einrichten können wenn die Auflösung im Vordergrund steht (ausprobieren könntet ihr die Reverb übrigens im MRTV-HQ in Dortmund im Rahmen der MRTV Experience, wink mit dem Kickstarter-Zaunpfahl).

Technische Daten HP Reverb

In einigen Punkten, wie der Auflösung, hebt sich die Reverb vom Rest des VR-Feldes ab, in anderen jedoch eher nicht: hier die technischen Daten.

  • Display: 2x 2,89 Zoll LCD
  • Auflösung: 2.160×2.160  pro Auge
  • Subpixel: RGB, drei pro Bildpunkt
  • Sichtfeld (FoV): 114 Grad
  • Tracking: Inside-Out, zwei Kameras
  • Augenabstand (IPD): Software, 63 +-8 mm
  • Bildwiederholrate: 90 Hz
  • Anschluss: Displayport 1.3, USB 3.0
  • Kabellänge: 3,5 Meter (laut HP), 4,0 Meter (laut Reverb-Nutzer Tunk)
  • Gewicht: 498 Gramm (ohne Kabel)
  • Preis: aktuell 499€ im HP-Store (nicht verfügbar)
  • Release: Mitte September 2019 für Revision 2.0

Ab Mitte September in Deutschland verfügbar

Allerdings fielen die vor einigen Wochen veröffentlichten ersten Modelle der Reverb weniger durch begeisterte Spieler als durch Meldungen über Bildfehler, flackernde Screen und weitere technische Probleme auf. Zurück zu MRTV: Sebastian hatte gleich zwei defekte Reverbs, so dass er nach anfänglicher Begeisterung vom Kauf der HP-Brille abriet. Sollte es HP gelungen sein, die technischen Probleme zu beheben, dürfte die Kaufempfehlung aber zumindest für Spieler von Simulationen wieder bestehen – als Fan von Blade&Sorcery hingegen würde ich zum Vorabtest des Trackings raten.

Wie MRTV nach einem persönlichen Gespräch mit HP berichtet, wird die HP Reverb Mitte September in einer fehlerbereinigten Neuauflage in Europa erscheinen. HP scheint selbst überrascht von den vielen Anfragen privater VR-Nutzer, sahen sie die Reverb vor allem im professionellem Umfeld. Pünktlich zum Re-Release sollen auch die Produktionsmengen angehoben worden sein, um die nach den Anfragen erwartete Nachfrage bedienen zu können. Verfügbar soll die Brille „in den offiziellen Kanälen“ sein, also wohl auch Amazon (wo die HP Reverb bereits gelistet ist).

Solltet ihr die Reverb bereits bestellt haben und jetzt beliefert worden sein: Anhand des Produktionsdatums könnt ihr überprüfen, ob es sich um ein altes oder ein neues Modell handelt und im Zweifel eine Retoure veranlassen. Zwar ist auch bei der ersten Revision ein vollständig unauffälliger Betrieb möglich, es fühlt sich zumindest für uns aber immer besser an, eine fehlerbereinigte Variante einer so teuren Hardware zu besitzen – man weiß ja nie.. In diesem Post bei VRforum.de seht ihr, welche Produktionsdaten zur alten und welche zur neuen Revision gehören.

In den USA hat HP die fehlerbereinigte Reverb bereits gelistet, so dass ein Import sogar schneller gehen könnte – denkt aber an eventuelle Probleme mit Zoll und Garantie wenn ihr im Ausland bestellt obwohl die Hardware wenige Wochen später auch hierzulande verfügbar ist.

Im HP-Store ist die Reverb noch als nicht verfügbar gelistet. Der Preis liegt dort aber bei nur 499 Euro statt wie bisher bei 630 Euro. (Update: Inzwischen funktioniert die Store-Seite offenbar nicht mehr) Auf windige Angebote von Amazon-Marktplatzhändlern für über 800 Euro solltet ihr daher nicht reinfallen.

 

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3 Kommentare

  1. Kabellänge beträgt 4 Meter. Habs heute nachgemessen. Ist aber auch auf der Homepage von HP falsch.

    Beim Rov Test komme ich auf 88 Grad horizontal. Vertikal ist es etwas grösser.
    Gov allgemein nimmt sich aber nichts zu Rift S, oder Quest.

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