HTC stellt die neue standalone Brille „Vive Flow“ vor

Heute hat HTC offiziell ihr neustes VR Headset vorgestellt. Wir haben für euch alle Daten, den Preis und das Erscheinungsdatum.

Heute wurde von HTC ein neues VR Headset vorgestellt. Viele von euch denken jetzt bestimmt: „Schon wieder?“. Ja, aber dieses Mal fokussiert sich HTC auf eine völlig neue Zielgruppe. Das neue Headset soll primär für den Medienkonsum und diverse mentale Gesundheitsaspekte (Stressbewältigung) herhalten. Gaming steht bei dem neuen Headset nur an zweite Stelle, denn es wird auch völlig ohne Controller ausgeliefert. Ein Schelm, wer da direkt an eine Oculus Go denkt. Bevor ich mir nun vorstelle, was für eine Zielgruppe HTC mit ihrem neuen Headset wirklich anspricht, gebe ich euch erstmal alle Spezifikationen, Preis, Erscheinungsdatum und was HTC noch so von sich gegeben hat.

Technische Daten der Vive Flow

  • XR1 Chip (etwas schwächer als der XR2 Chip der Quest 2)
  • 4GB Arbeitsspeicher
  • 64GB interner Speicher
  • Gewicht 189g
  • Auflösung: 2x 2,1″ LCD mit 1600 x 1600 pro Auge
  • Bis zu 100° FOV
  • Bildwiederholfrequenz von 75 Hz
  • Eingebaute Lautsprecher im Brillengestell
  • Preis: 549 Euro
  • Controller: Es wird ein Android Smartphone als Controller genutzt
  • Telefonkompatibilität: Android P und höher (kein IOS oder Smartphones mit Exynos CPU)
  • Bonus: Einstellbare Dioptrien für jede Linse und keine Fresnel-Linsen mehr
Formfaktor und Dioptrie-Einstellung sind schon eine nette Sache.

Vorbestellungen möglich ab dem 15. Oktober bis zum 31. Oktober

Falls ihr euch eine der neuen Medienbrillen sichern wollt, dann könnt ihr das schon heute auf der Vive Homepage tun. Der deutsche Preis liegt bei 549 Euro und ihr bekommt als Vorbestellerbonus eine Hülle und 2 Monate Viveport Infinity obendrauf. Leider kein Messerset, aber immerhin. Die Vorbestellerphase endet am 31. Oktober und die ersten Geräte werden ab dem 2. November verschickt. Falls ihr das Geld übrig habt, könnte es dennoch eine nette Videobrille werden. Trotzdem würde ich euch raten, die ersten Testberichte abzuwarten. Und bitte denkt nicht, dass ihr damit groß VR Spiele zocken könnt. Das fällt nämlich mit der Vive Flow größtenteils ins Wasser, da euer einziger Controller ein verbundenes Smartphone sein wird. Zu einem späteren Zeitpunkt wird aber auch Handtracking via Update nachgereicht. Eine kleine Auswahl an casual Games wie „Spaceslurpies“ wird aber nativ für die Brille erscheinen.

Ihr steuert diverse Apps mit eurem Smartphone.

Nur Android wird unterstützt – kein IOS (Apple) oder Smartphones mit Exynos CPU

Zur Vorsicht: Es werden nicht alle Smartphones unterstützt. Ihr könnt die Vive Flow nur mit Android Smartphones mit Android P oder höher nutzen. Apple Geräte, sowie Android Smartphones mit der Exynos CPU werden nicht unterstützt. Und solange Handtracking erst in einem zukünftigen Update erschein, braucht ihr ein kompatibles Smartphone, um Anwendungen steuern zu können. Falls ihr schauen wollt, ob euer Smartphone kompatibel ist, könnt ihr das auch auf der Vive Flow Homepage machen (scrollt ganz weit runter bis ihr die Option zur Telefonsuche seht). Ihr könnt dann über euer verbundenes Smartphone via Miracast euer Smartphone und dessen Medien mit der Vive Flow nutzen. Native VR Applikationen werden aber ganz normal auf der Brille selbst laufen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird ein Handtracking-Update nachgereicht. Dann könnt ihr das Headset auch via Handtracking steuern.

Apple iPhones und Android Smartphones mit Exynos CPU werden noch nicht unterstützt.

Woher kommt die Power – ihr benötigt eine Powerbank

Formfaktor hin oder her. Ohne Strom läuft hier trotzdem nichts. Obwohl die Brille einen klitzekleinen Akku verbaut hat, müsst ihr eine externe Powerbank via USB-C anschließen, um eure Vive Flow nutzen zu können. Der eingebaute Akku dient nur dazu, die Zeit für einen potenziellen Wechsel einer Powerbank zu überbrücken. Es ist aber nicht genug, um die Brille selbst betreiben zu können. Eine 10000 mAh Powerbank wird euch ungefähr 5 Stunden Laufzeit geben. In naher Zukunft werden auch offizielle Powerbanks von HTC verkauft, aber bei der Brille selbst liegt keine bei. Eine Schande, bei einem Anschaffungspreis von 549 Euro. Optional könnt ihr aber auch ein externes Stromkabel erstehen, welches bisher nur ohne Preis im HTC Store zu finden ist.

Via USB-C müsst ihr eine Powerbank mit eurer Vibe Flow verbinden, um sie zu nutzen.

HTC’s Zielgruppe: Mütter und gestresste Leute?

Nun die große Frage: „Für wen ist die Vive Flow eigentlich gemacht“? HTC sag selbst in ihrer Präsentation, dass das Headset sich an gestresste Mütter oder Arbeiter richtet. Diese Zielgruppe soll somit eine Chance haben kurzzeitig ihr gestresstes Leben hinter sich zu lassen und in einer virtuellen Umgebung wieder Kraft zu tanken. Der Gedanke dahinter ist okay. VR ist wirklich bekannt dafür gegen Stress zu wirken. Aber kaum eine gestresste Mutter würde knapp 550 Euro für eine Video Meditationsbrille ausgeben. Ich sehe hier eher die Zielgruppe in VR Enthusiasten, die genug Geld auf der hohen Kante haben und im Bett gemütlich Filme schauen wollen. Falls ihr euch die heutige Präsentation von HTC anschauen wollt, dann könnt ihr das direkt unter dem Absatz hier tun. Vorsicht und Warnung: Heute ist nicht der 1. April.

Holt ihr euch die HTC Vive Flow oder was denkt ihr darüber? Lasst gerne einen Kommentar da.

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2 Kommentare

  1. fragwürdiges Konzept, Die Brille dürfte wohl nicht mehr als 100-200 EUR kosten für die angepeilte Zielgruppe. Mir erscheint auch fragwürdig wie diese Brille Leute von viel einfacheren und bequemeren Möglichkeiten zur Entspannung wegbringen will.. namentlich TV und Smartphone.

  2. Hab es schon ähnlich auf Mrtv gepostet.

    1. Danke für deine hervorragende Vorstellung.
    2. Die Brille ist eine Ingenieur Meisterleistung.
    3. Die Brille kann mit diesem Preis den angepeilten Markt nicht erreichen.
    4. Warum haben Sie die Brille nicht als VR Brille + Controller umgesetzt?
    5. Warum baut HTC nicht einen Quest Konkurrenten?
    6. Woher hat HTC, das ganze Geld her um solche Projekte zu realisieren die an den potenziellen Markt vorbei gehen?
    7. Warum hört HTC nicht auf Empfehlungen von der Gemeinschaft?

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