Oculus Rift S auf der GDC vorgestellt: 5 Kameras, Halo-Headstrap, im Frühjahr für 399$

Oculus Rift S: Nachfolger der Oculus Rift

Auf der GDC hat Oculus ein neues PC VR-Headset vorgestellt: Die Oculus Rift S kostet 399$, sie wird im Frühjahr erhältlich sein und bietet Inside-Out-Tracking.

Dass Oculus Rift S erscheinen wird, ist ein eher schlecht gehütetes Geheimnis gewesen – am Montag fand auf der GDC bereits ein Oculus-Event (nur auf Einladung allerdings) statt, bei dem die Brille unter Stillschweigeerklärung angekündigt wurde. Nun ist diese NDA abgelaufen und es gibt die ersten Informationen.

 

Oculus setzt auf das LCD der Oculus Go, so dass die Rift S mit 2.560×1.440 Pixeln bei 80 Hz und mit LCD ausgekommen muss. Zudem nutzt die Oculus Rift S das Inside-Out-Tracking der Oculus Quest und bietet ebenfalls die Möglichkeit, durch die Kameras einen Blick in die „echte“ Welt zu werfen. Die Controller sind mit denen der Quest identisch, was es Entwicklern einfach gestaltet, Spiele für die gesamte Plattform zu entwickeln.

Halo-Design für bequeme VR-Sessions

Im Gegensatz zur Oculus Quest nutzt die Rift S aber keinen ARM-Prozessor sondern die Leistung eines per Kabel verbundenen PCs, ganz wie die Oculus Rift. So sind auch Launchtitel wie Asgard’s Wrath, Defector und Stormland ohne grafische Downgrades möglich.

 

Oculus gibt an, mit Lenovo am Design der Rift S gearbeitet zu haben, vor allem der Tragekomfort soll ihnen wichtig gewesen sein. Wir haben die VR-Brille leider noch nicht selbst ausprobieren können, so dass wir das noch nicht beurteilen können. Auf den Bildern und Videos schaut der Headstrap aber vielversprechend aus: Das „Halo“-Design erinnert an die PSVR, die für uns zu den bequemsten VR-Brillen auf dem Markt gehört.

Audio wie bei Go und Quest, ohne Kopfhörer

Over-Ear-Kopfhörer gibt es keine mehr, dafür findet sich ein Kopfhöreranschluss für eigene Kopfhörer. Außerdem integriert Oculus das Audiosystem der Oculus Go und Quest: Der Ton wird über das Headstrap direkt zum Ohr übertragen. Vorteil: Ihr müsst keinen Kopfhörer aufsetzen. Nachteil: Eure Umgebung bekommt von dem Ton unter Umständen mehr mit als ihr wollt.

5 Kameras bei Rift S – eine schaut nach oben

UploadVR konnte die Oculus Rift S bereits genauer anschauen, so dass es dort auch ein paar technische Details gibt über die Oculus noch nicht spricht: So setzt die Brille statt auf 90Hz auf 80Hz. Auch eine Hardwareregler für die IPD (Augenabstand) gibt es nicht mehr, Anpassungen finden in Software statt.

Besonders spannend ist aber das auch gegenüber der Quest optimierte Trackingsystem: Statt auf nur zwei (WMR) oder vier (Oculus Quest) Kameras setzt die Rift S auf fünf Kameras. Vier davon sind vorne am HMD angebracht, die fünfte Kamera befindet sich auf der Oberseite und blickt an die Decke. Die ungewöhnliche Position erklärt ein Facebook-Mitarbeiter für eine bessere Kompatibilität zu bestehender Rift-Software. Während die Oculus Quest die vier Frontkameras in den Ecken der Frontabdeckung unterbringt, sind bei Rift S zwei Kameras im unteren Bereich der Front angebracht und zwei an den Seiten nach links und rechts gerichtet. Bewegungen hinter dem Rücken dürften aber weiterhin problematisch werden, zumindest wenn die „Decken-Cam“ sie nicht erkennt.

Auflösung wie Oculus Go

Wir hatten gehofft, Oculus würde das Display der Oculus Quest verbauen, allerdings scheint man sich eher an der Oculus Go zu orientieren. Zum Einsatz kommt ein LCD mit 80 Hz und 2.560×1.440 Pixeln (insgesamt, pro Auge bleiben also 1.280×1.440). Dabei handelt es sich zwar immerhin um ein Display mit RGB-Pixelmatrix, der große Sprung ist es aber nicht. Vor allem hätten wir angesichts dieser technischen Daten einen deutlich niedrigeren Preis erwartet – im Prinzip handelt es sich um eine Rift-light wie wir sie schon zum Release der Go herbeispekuliert haben. Nur eben nicht so teuer.. Insgesamt erinnert die Oculus Rift S ein wenig an eine WMR-Brille als an ein Oculus-Produkt – was vielleicht auch an der Zusammenarbeit mit Lenovo liegen könnte.

Der Preis fällt mit 399$ identisch zu dem der Oculus Quest aus. Bei der von Oculus bekannten Umrechnung dürften die HMDs daher 449 Euro kosten wenn sie im Laufe des Frühjahres erscheinen. Oculus Rift war zuletzt etwas günstiger, ist in den letzten Wochen aber vom Markt verschwunden – was bereits auf eine Rift S hingedeutet hat.

Update: Unsere Redaktionskatze hat es sich nicht nehmen lassen, die Rift S entsprechend bissig zu kommentieren. Sebastian von MRTV kommt ebenfalls zu Worte, immerhin hat er die VR-Brille bereits selbst ausprobieren können:

 

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