Zwei neue VR-Headsets betreten den Ring. Arpara bringt die ersten Headsets mit Mikro-OLED auf den Markt.

Gestern wurden wie aus dem Nichts zwei neue Headsets mit 5K Auflösung und Mikro-OLED angekündigt. Darunter auch ein Standalone Headset.

Gestern, während der VR-Keynote „Discover Yourself in a Parallel Universe“ des VR-Unternehmens arpara, wurden zwei neue VR-Headset angekündigt. Eines davon soll sogar ein Standalone VR-Headset sein, dass durch einen XR-2 Prozessor betrieben wird. Auch die anderen Spezifikationen, mit denen die Headsets aufwarten können, sind vielversprechend. Das kabelgebundene arpara  VR-Headset und das arpara Standalone VR-Headset verfügen beide über zwei 1,03 Zoll große Mikro-OLED-Displays mit einer Auflösung von 2560 x 2560 Pixeln, die zusammen eine Auflösung von 5K x 2,5K bieten. Damit könnten sie ein direkter Konkurrent zur Vive Focus 3 und zur Vive Pro 2 werden. Selbst die Quest 2 könnte sich warm einpacken, da das Standalone VR-Headset schon sehr beeindruckend wirkt und auch als kabelloses PC VR-Headset genutzt werden kann.

Mikro-OLED Displays klingen schon fast zu gut. Hoffentlich ein neuer Trend bei VR-Headsets.

Die arpara Headsets bieten aber mehr als nur bloße Auflösung. Im Gegensatz zu LCD-Displays hat das Mikro-OLED-Display atemberaubende 3514 PPI, was 5 bis 6 Mal mehr visuelle Details bedeutet, den Screen-Door-Effekt beseitigt, und eine bessere Reaktionszeit als LCD bietet, um die Latenz stark zu reduzieren. Zudem sollten sie endlich perfektes Schwarz in dunklen Spielszenen bieten. Die beiden Headsets könnten somit der lang ersehnte Traum der OLED-Liebhaber werden und ihnen Freudentränen in die Augen schießen lassen. Nur der etwas zu kleine FOV ist mir ein Dorn im Auge. Ich hätte mir da doch etwas mehr gewünscht, aber sollte das Headset auf 95 Grad kommen und dabei einen so kleinen Formfaktor bieten, könnte es dennoch interessant werden.

Technische Daten zum arpara PC VR-Headset

Aus heiterem Himmel kommen einfach zwei neue Headsets auf den Markt.
  • Kabelgebundenes VR-Headset (limitiert auch Wireless verfügbar, aber bisher keine genauen Infos)
  • Auflösung: 5120×2560 Pixel (2560 x 2560 Pixel pro Auge)
  • Refreshrate: bis zu 120 Hz
  • FoV: 95 Grad
  • Displaytyp: Micro-OLED
  • Tracking: 6-DoF Headset Tracking. Controller durch Nolo-Kit optional nachrüstbar
  • manuelle IPD-Einstellung (56-72mm)
  • integrierte Kopfhörer, wie bei der Quest 2
  • Preis: 599 Dollar (HMD only)
  • Erscheinungsdatum: August 2021 (jetzt schon vorbestellbar)

 

Schauen wir uns nun die Spezifikationen des kabelgebundenen VR Headsets an. Das VR-Headset hat ein Gewicht von 200g und wiegt weniger als die Hälfte der Quest 2, die 516 Gramm auf die Waage bringt. Weitergehend hat das Headset hat einen FOV von 95 Grad und eine 120Hz Bildwiederholrate. Die Quest 2 kann hier mit ähnlichen Werten aufwarten. Es ist aber vielseitiger und kann aber laut Hersteller an Smartphones, Computer und Spielkonsolen angeschlossen werden. Somit bietet es eine Vielzahl an Features, die sich viele Nutzer wünschen würden. An Smartphones wird es zu einem Media-Gerät, um zum Beispiel 3D-Filme schauen zu können, an der Konsole ein virtuelles Display und am PC ein kabelgebundenes PC VR-Headset.

Leider hat das PC-VR Headset nur durch das Nolo-Add on VR Conroller bekommen.
Das Headset kann sogar mit einer PS5 verbunden und als Display genutzt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Einzig und allein die Controller müssen bei der normalen PC VR Nutzung durch das Nolo-System nachgerüstet werden. Dies ist ein großer Nachteil, wodurch die normale Version des Headsets wirklich nur für eine kleine Gruppe an Spielern interessant wäre, denen gute Controller und genaues Tracking nicht wichtig sind. Ob das Headset wenigstens als Media-Player oder virtuelles Display überzeugen kann, ist leider noch unbekannt. Wie gut das alles klappt, werden wir erst sehen, wenn die ersten Headsets in den Händen von Reviewern landen. Aber wird haben ja noch die eierlegende Wollmilchsau, welche in der Form des Standalone Headsets erscheinen könnte. Das sehen wir und im nächsten Abschnitt an.

Das PC VR-Headset bietet eine stufenlose IPD-Einstellung von 56-72mm.
Die Audio-Lösung gleicht bei beiden Brillen die der Quest 2.

 

 

 

 

 

 

 

 

Technische Daten zum arpara Standalone VR-Headset

Das arpara Standalone Headset wird auch bald erscheinen.
  • Standalone VR-Headset (auch kabelloses Steam-VR Gaming verfügbar)
  • Auflösung: 5120×2560 Pixel (2560 x 2560 Pixel pro Auge)
  • Refreshrate: 90 Hz
  • FoV: 95 Grad
  • Displaytyp: Micro-OLED
  • Tracking: 6-DoF Inside-Out Tracking
  • manuelle IPD-Einstellung (56-72mm)
  • integrierte Kopfhörer, wie bei der Quest 2
  • Preis: noch nicht bekannt
  • Erscheinungsdatum: 2021
  • Weitere Daten sind bisher nicht bekannt!

 

Das arpara All-in-one VR-Headset wiegt 380g, hat Inside-Out 6DoF Tracking, läuft auf der Qualcomm XR2 Plattform. Weitere Spezifikationen sind ein 4600mA-Akku mit hoher Kapazität, 95 Grad FOV, 90Hz Bildwiederholrate und Unterstützung für kabelgebundenes und kabelloses Streaming zum Spielen von Steam VR. Die Quest 2 im Vergleich wiegt 516 Gramm, hat mit 120 hz hier ein wenig die Nase vorn, aber bietet auch nur eine Auflösung von 1832 x 1920 pro Auge. Auch die Micro-OLED Displays im arpara Headset bieten zumindest auf dem Papier einen enormen Vorteil.

Das Standalone Headset bietet eine stufenlose IPD-Einstellung von 56-72mm.
Hier sieht man sehr gut die Größenunterschiede zur Quest 2.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit: Wartet auf Reviews!

Das arpara VR-Headset kostet 599 USD und kann ab sofort auf der arpara-Homepage vorbestellt werden. Die Auslieferung wird voraussichtlich im August beginnen. Das arpara All-in-one VR-Headset wird irgendwann später erhältlich sein. Ein genaues Datum wurde bisher nicht genannt. Trotzdem rate ich jedem dazu, der nicht in Geld schwimmt, auf die ersten Reviews zu warten. Die Spezifikationen klingen ganz gut, aber der Hersteller kam aus dem Nichts mit zwei Headsets im Gepäck. Sobald wir mehr Informationen haben, werde ich den Artikel hier updaten. Was denkt ihr über die neuen Headsets? Lasst gerne einen Kommentar da.

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5 Kommentare

  1. Der schmale Formfaktor ist mMn noch vielversprechender als die hohe Auflösung – denn die ganzen Pixel wollen ja auch bedient werdenund das frisst Grafikleistung ohne eye tracking mit foveated rendering. Also wenn in Zukunft headsets so schmal und leicht daherkommen könnten wäre das schon ne gute Sache. Bei dem Rest (Tracking, Linsen, Appstore etc.) bleibe ich mal skeptisch.

  2. Alleine die Tatsache, dass die ARPARA-Homepage(arpara.net) bereits seit der Veröffentlichung nicht erreichbar ist, spricht nicht wirklich für die Headsets. 🙁

    • Da auch Google bei der Suche nach der alternativen URL nicht hilfreich war, hätte Arpara wohl besser die alte Seite erst vom Netz genommen, wenn die neue online ist.
      In der Regel wird die dann aber auch nicht gleich abgedreht sondern halt mit dem neuen Contend verlinkt/umgeleitet.
      Wie auch immer, leider ist das AIO-Headset (noch) nicht vorbestellbar, … 🙁
      Außerdem dürfte es dann wohl im Bereich von um die $ 1000 liegen (Kabelheadset kostet ja schon $ 600).
      Reizen würde es mich dennoch. Als Brillenträger ist der Dioptrienausgleich (+1 bis -5) schon mal ein Hammerangebot.
      Mal sehen was schlussendlich die Specs sein werden und was die Reviews sagen.

1 Trackback / Pingback

  1. Virtual Reality - Arpara kündigt schlanke 5K-Headsets mit Micro-OLED-Displays ab 200 Gramm an - esports-stuff.de

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