Hellblade: Senua’s Sacrifice VR-Edition ist erschienen – bei Humble für 17,99 Euro im Angebot

Hellblade: Senua's Sacrifice dürfte eine beeindruckende VR-Erfahrung werden.

Mit der VR-Edition von Hellblade: Senua’s Sacrifice ist eine beeindruckende und überraschend gute Umsetzung eines Flatgames erschienen.

Der 31. Juli war ein spannender Tag für Virtual Reality: Neben Pixel Ripped 1989 und neuen Infos direkt von Pimax erschien gestern auch der VR-Modus von Hellblade: Senua’s Sacrifice. Kostenlos für alle Besitzer des bereits 2017 „flat“ erschienenen Action-Adventures.

Das Entwicklerteam Ninja Theory ist mit Hellblade von Anfang an besondere Wege gegangen. Das Spiel ist als „Indie-AAA“ erschienen – hohes Budget aber keine klassische Publisherstruktur im Hintergrund. Keine schlechte Entscheidung, Hellblade macht einiges anders als die bekannten Serien großer Publisher, vieles davon sogar besser. Die Story beispielsweise – spielt das Spiel unbedingt bis zum Ende!

VR-Edition von Hellblade: Senua’s Sacrifice: beeindruckend umgesetzt

Die Ankündigung einer für Besitzer des Flat-Spieles kostenlosen VR-Edition von Hellblade: Senua’s Sacrifice kam überraschend, vor allem nachdem das Studio von Microsoft gekauft wurde und Microsoft sich bei der Xbox One komplett von VR verabschiedet hat und auch Windows Mixed Reality eher unbeachtet vor sich herdümpelt.

Und was sollen wir sagen? Es ist grandios! Besitzer einer VR-Brille sollten Hellblade: Senua’s Sacrifice unbedingt ausprobiert haben – eine bessere Grafik bietet bislang wohl kein VR-Spiel, dazu kommt der faszinierende 3D-Sound, der auch mit Stereokopfhörern extrem gut funktioniert und damit perfekt für VR geeignet ist. Ein absolutes Highlight ist das Motion Capturing der Hauptfigur Senua. Vor allem die Gesichtsanimationen wirken extrem realistisch, was die Immersion in VR noch weiter verstärkt.

3rd Person und Gamepad

Auf den ersten Blick wirkt die gewählte Art der Umsetzung von Hellblade in VR für Enthusiasten abschreckend: 3rd Person und Gamepadsteuerung ist halt nicht „mitten drin“ sondern nur ein prominenter Blick über die Schulter der Hauptperson. Aber es funktioniert, extrem gut sogar. Wir schauen Senua nicht nur über die Schulter sondern fühlen uns schnell als Begleiter. Ein Spiel wie Hellblade, das bereits am Monitor in 3rd Person und am besten mit dem Gamepad gespielt wird, eignet sich nicht unbedingt immer für eine VR-Egoperspektive, zumal sich der Entwicklungsaufwand stark vergrößern würde.

VR sorgt bei Hellblade für Atmosphäre

Natürlich ist Hellblade: Senua’s Sacrifice bereits auf dem Monitor, Fernseher oder Beamer ein tolles Spiel mit pfiffiger Erzählweise, spannenden Kämpfen und guten Rätseln. In Virtual Reality allerdings steigert sich die Atmosphäre noch einmal gewaltig. Nicht nur wegen der für VR extrem beeindruckenden Grafik sondern vor allem weil wir endlich Größenverhältnisse korrekt wahrnehmen. Das Tor nach Helheim ist in VR erdrückend groß während Senua davor fast winzig und verloren wirkt.

Generell ist Senua nicht mehr nur eine Spielfigur, in VR wird aus ihr eine Begleiterin zu der wir eine Beziehung aufbauen einfach weil sie so präsent ist. Da passt auch die Steuerung per Gamepad sehr gut – ich will in Hellblade gar nicht Senua selbst sein und die Welt aus ihren Augen sehen, es reicht mit ihr Befehle geben zu können und die Geschichte mit ihr zusammen zu erleben.

Hardwareanforderungen und deutsche Untertitel

Bereits in Flat ist Hellblade ein Spiel mit nicht geringen Hardwareanforderungen. Umso erstaunlicher, dass die VR-Edition keine gigantischen Anforderungen an die Hardware stellt. Ein halbwegs aktueller Quadcore-PC mit mindestens 8 (besser 16) Gigabyte RAM sollte es sein, als Grafikkarte ist für niedrige Details eine GTX 1060/6GB ratsam, hohe Details lassen sich ab einer GTX 1070 nutzen. Wir haben es mit einem Ryzen 5 1600X, 16 GByte DDR4-2666 und einer GTX 1070 auf der HTC Vive gespielt, die Details auf „hoch“, Supersampling auf 1.5.

Offenbar ist den Entwicklern aber die in der Flatversion vorhandene Einstellmöglichkeit für deutsche Untertitel abhanden gekommen. Ihr könnt euch selbst helfen und die deutschen Untertitel manuell in einer .ini-Datei aktivieren:

  • Sucht im Explorer nach folgendem Verzeichnis: C:\Users\Username\AppData\Local\HellbladeGame\Saved\Config_VR\WindowsNoEditor
  • Öffnet die Datei „Engine.ini“ mit Notepad
  • Löscht den Inhalt der Datei und ersetzt ihn mit folgendem:
[SteamVR.Settings]

WindowMirrorMode=1

[Internationalization] Culture=de_DE

Abspeichern nicht vergessen und ihr wisst ja: vorher immer eine Sicherheitskopie der zu bearbeitenden Datei anlegen.

Hellblade: Senua’s Sacrifice bei Humbe im Angebot

Interesse geweckt? Aktuell ist das Spiel für nur 17,99 Euro im Store bei Humblebundle erhältlich.

Persönliche Meinung von Dod

Hellblade ist faszinierend: Der VR-Modus kam überraschend und ist ebenso überraschend grandios. Präsentation, Raumklang, Umsetzung – das wirkt für mich alles fast schon wie ein Spiel der zweiten VR-Generation, wie auch immer diese letzten Endes aussehen werden. Die Grafik ist überragend, so etwas habe ich in VR bislang noch nicht gesehen! Über 3rd Person statt Egoperspektive mag ich mich nicht aufregen – dafür genieße ich die erstklassigen Animationen von Senua viel zu sehr. Und auch wenn ich eigentlich zu den begeisterten Roomscale-Nutzern gehöre und auch ein Gamepadmuffel bin, Hellblade spiele ich brav und ohne zu Murren auf dem Stuhl sitzend mit dem Gamepad.

Weil es verdammt gut ist und von einer Egosicht nicht profitieren würde. Auch die Handlung um eine keltische Frau, die sich in die Hölle begibt um ihren toten Mann zurückzuholen wird spannend präsentiert und bietet interessante Wendungen und die wohl beste Darstellung psychischer Probleme in einem Computerspiel. Diese Stimmen!

 

 

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