HP Reverb G2 vorgestellt – Kooperation von HP mit Microsoft und Valve für 583 Euro (Update: Preorder jetzt!)

Microsoft macht WMR fit für besseres Tracking und HP liefert mit der Reverb G2 das erste passende HMD – eine rundum verbesserte Reverb G1.

Update 18.07.2020:

Wie Bestware/Schenker mitteilt, gilt der reduzierte Preis von 583,90 Euro für Vorbesteller nur noch bis Ende Juli. Wer jetzt bestellt, bekommt zudem die Meldung, dass die Lieferung „im Herbst“ stattfinden wird, für den Termin Ende September dürfte es wohl schon zu spät sein. Ab August wird zudem der reguläre Verkaufspreis von 699 Euro für die HP Reverb G2 gelten. Auch bei HP direkt lässt sich die VR-Brille nun vorbestellen, schnellere Lieferungen erwarten wir dort aber auch nicht.

Achtung: Es ist noch unklar, ob HP einen Adapter von USB-C auf USB-A beilegen wird. Im Zweifel gibt es diese Adapter aber sehr günstig (und trotzdem problemlos funktionabel) bei Amazon, wie beispielsweise hier:  Adapter USB-C/USB-A für 7,99 Euro – bestellt den Adapter daher nicht bei HP direkt mit, dort werden 23 Euro fällig!

Inzwischen haben wir auch selbst einen Blick auf die G2 werfen können, doch lest selbst: Unser erster Blick auf die HP Reverb G2 bei MRTV

Update 04.07.2020:

Bereits seit gestern Abend lässt sich die Reverb vorbestellen, der deutsche Vertriebspartner Schenker (Bestware) bucht das Geld allerdings sofort ab und nicht erst bei Lieferung.

Wir haben bei MRTV selbst einen Blick auf die Reverb G2 werfen können – ein Erfahrungsbericht folgt – und können euch definitiv zu einer Vorbestellung raten. Die VR-Brille ist unser Kandidat für die VR-Hardware 2020 und obwohl wir nur ein Vorserienmodell mit kleinen Mängeln testen konnten überzeugt die VR-Brille bereits.

 

Update 30.06.2020:

Ihr könnt die HP Reverb G2 ab dem 06. Juli 2020 offiziell vorbestellen. Partner für die Preorder ist Schenker beziehungsweise der hauseigene Store unter bestware.com/de. Das gilt nicht nur für Privatkäufer, Schenker bietet auch B2B-Bestellmöglichkeiten für gewerbliche Interessenten an.

Bei MRTV ist inzwischen ein Pre-Production-Modell der Reverb G2 eingetroffen, was Sebastian mit einigen eindrucksvollen durch-die-Linse-Videos beweist – die Bildqualität sieht tatsächlich bereits sehr gut aus. Auch der VR-Legion wurde Vorab-Zugriff auf die kommende VR-Brille zugesagt, wir werden aber wohl noch etwas länger warten müssen.

Der Link zur Preorder-Webseite wird ab dem 06. Juli 0:00 Uhr freigeschaltet – hier schon einmal der Link zu Bestware. Der Preis soll voraussichtlich 599 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) betragen. Die Auslieferung der vorbestellten Headsets soll laut HP Ende September beginnen.

-> HP Reverb G2 ab 06. Juli bei Bestware (Schenker) vorbestellen

Nachtrag: Die 599 Euro waren noch eine Preisangabe auf Basis von 19% Mehrwertsteuer, durch die Corona-bedingte Senkung von 19 auf 16% wird die HP Reverb G2 allerdings für günstigere 583 Euro angeboten.

Ursprüngliche News:

Schon vor einiger Zeit machten HP und Valve neugierig auf ein kommendes VR-Headset, das in Kooperation der beiden Unternehmen entwickelt werden sollte. Keine Kompromisse war dabei das Versprechen, seit heute wissen wir: Ein paar Kompromisse gibt es trotzdem, der VR-Markt dürfte aber trotzdem um eine interessante Alternative bereichert werden.

Die erste HP Reverb überzeugte und überzeugt vor allem Gamer, die Wert auf eine hohe Pixeldichte legen. Das gegenüber Rift S und Quest veraltet wirkende Tracking mit zwei Kameras sorgt bei bewegungsintensiven Spielen aber nicht immer für Freude, außerdem leidet die erste Reverb an kleineren Bildproblemen. So fehlt ein Regler für den Pupillenabstand (IPD), bei einem ungünstigen Augenabstand sind zudem die Ränder der Displays zu erkennen. Dazu gesellt sich ein sichtbarer Moiré-Effekt. Für Simulations-Fans hat sich die Reverb G1 aber als hochauflösende Alternative zu Rift S und Index durchaus bewährt.

HP Reverb G2 mit 2x 2K-Auflösung

Bei der Reverb G2 nutzt HP weiterhin zwei Displays mit jeweils 2K-Auflösung, allerdings sollen die Displays in Bezug auf Farbwiedergabe, Moiré-Effekt und Reaktionsgeschwindigkeit verbessert worden sein. Außerdem gibt es einen IPD-Slider um die IPD zwischen 60 und 68 mm zu regeln. Die Wiederholfrequenz liegt bei 90 Hz und damit 10 Hz über der einer Oculus Rift S. Beim FoV hingegen gibt es annähernd Gleichstand: HP konzentriert sich auf Auflösung statt Field of View und stagniert bei 114 Grad – schade.

Die Zusammenarbeit mit Valve hingegen bezieht sich nicht auf Kompatibilität zu Lighthouse (HP nutzt Inside-Out mit vier Tracking-Kameras) sondern auf das bei der Reverb G2 genutzte Audiosystem der Valve Index – es gibt aktuell keine bessere Audiolösung für VR, daher gibt es hier Daumen hoch von uns. Auch bei den Linsen hat HP mit Valve zusammengearbeitet. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Doppellinsenssystem der Valve Index zum Einsatz kommt, es wurde nur die generelle Qualität verbessert – Godrays sollen zudem sichtbar weniger auftreten als bei der Index.

Der Anschluss erfolgt mittels eines sechs Meter langen Kabels mit Displayport und USB-C. Auch hier gibt es etwas mehr Spielraum als bei der konkurrierenden Oculus Rift S.

Die HP Reverb G2 bietet das hervorragende Audiosystem der Valve Index.

Technische Daten der HP Reverb G2

  • Display: 2x 2,89 Zoll LCD
  • Auflösung: 2.160×2.160 Pixel pro Auge (4.320×2.160 insgesamt)
  • Displaytyp: LCD RGB-Stripe mit drei Subpixeln pro Pixel
  • Wiederholrate: 90 Hz
  • Fielf of View: etwa 114 Grad
  • Tracking: Inside-Out, 4 Kameras
  • Linsen: Fresnel
  • IPD: Manuell einstellbar, 60-68mm
  • Anschluss: Displayport 1.4, USB 3.0 Typ C
  • Sound: Valve Spatial Sound (offene Ohrhörer)
  • Gewicht: 550 Gramm
  • Kabellänge: 6 Meter
Die überarbeiteten WMR-Controller bieten endlich richtige Buttons, dafür aber kein Touchpad mehr.

WMR und SteamVR

Die HP Reverb G2 ist kompatibel zu Microsoft Windows Mixed Reality und SteamVR. Praktisch: Die überarbeiteten Controller weisen das gleiche Buttonschema auf wie die Controller der Oculus Rift. Und ja, endlich gibt es Buttons neben dem Menüknopf. Die neuen Controller sollen zudem kompatibel zu älteren WMR-Brillen sein, solltet ihr ein Upgrade suchen. Anders herum können ältere WMR-Controller aber nicht mit der Reverb G2 zusammenarbeiten.

Das Tracking mit vier Kameras wurde laut dem Q&A, das MRTV exklusiv zur Präsentation der VR-Brille führen durfte, aber nicht von HP sondern von Microsoft entwickelt. Das lässt auf eine kommende Welle WMR-Brillen mit vier Kameras und den neuen Controllern hoffen.

Vorbestellen soll sich die HP Reverb G2 ab Sommer 2020 lassen, ausgeliefert wird „im Herbst“, allerdings noch ohne konkreten Termin.  Der Preis liegt bei durchaus vertretbaren 599 US-Dollar, voraussichtlich 649 Euro und damit auf dem Niveau des Vorgängermodells. Die Oculus Rift S ist mit 449 Euro zwar etwas günstiger, bietet aber auch eine deutlich geringere Auflösung und keinen IPD-Slider sowie extrem schlechte Lautsprecher – während wir nur weiterhin vom Sound der Index und dann wohl auch der Reverb G2 schwärmen können.

Alle Informationen zur HP Reverb G2 sowie ein ausführliches Interview direkt mit den Entwicklern der VR-Brille bekommt ihr exklusiv bei MRTV:

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12 Kommentare

  1. Ich muss schon sagen, hab echt nicht damit gerechnet dass die Plattform nochmal weiterentwickelt wird.
    Das einzige Manko welches mir keine Ruhe lässt ist nur das Trackingvolumen im oberen Bereich.
    Ht mich halt bei Explorer und Odyssey schon ein bisschen gestört dass man immer sehr nach oben schauen muss um sein Tracking nicht zu verlieren. Eine zusätzliche Kamera ala Vive Cosmos vorne oben hätte das ganze sicher nochmal zukunftssicherer gemacht.

    Trotzdem ein nettes Teil.

  2. Ich finde Reverb2 als Zweitbrille für Simulationen sehr interessant. Leider sind da knappe 600 eur doch recht kostspielig dann. Aber die anscheinend gebotene Bildqualität ist schon reizvoll. 🙂

    • Als das sehe ich sie auch, für Simulationen oder Filme in bspw. Bigscreen.

      Ich werde allerdings mal die Index Controller mit Reverb2 Kombinieren vielleicht wird das ja dann das perfekte Packet.

  3. Hatte die Oculus Quest und die Rift-S und beide haben Ihre Vor- und Nachteile. Die Quest habe ich jetzt schweren Herzen verkauft, da die nur 72Hz. mir am meisten störte und ich zur Zeit den Neupreis beim Verkauf erzielen konnte. Hier warte ich dringend auf eine Quest 2. Als Zweitbrille kommt jetzt erstmal die HP. Die Grafik sieht fantastisch aus und das Tracking werden die schon irgendwie hinbekommen. HP weiß selbst, dass es sonst wieder eine Totgeburt wird. Und falls sie komplett überzeugt, wird die Rift-S ebenfalls verkauft.

    • Das geht tatsächlich, wenn auch nicht offiziell und auf Umwegen. MRTV hat gerade ein Video dazu gemacht und wenn ich Zeit finde, gibts hier auch bald einen Artikel dazu.

  4. Die verlinkten USB-Adapter sind aber die falschen, oder? Es muss doch USB-C-Female auf USB-A-Male sein. Die verlinkten sind genau die „umgekehrten“…

  5. Also ich muss sagen ich bin echt überrascht von der Preisleistung, dachte das die etwa 700€ kosten soll aber das man sie sogar für unter 580€ zu bekommen ist wenn man etwas Glück hat beim suchen, puh ich hoffe ich mache als Anfänger kein Fehler mit der VR Brille.

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