HTC Vive Cosmos: 6 Kameras, LCD mit RGB Stripe, MRTV Preisgerüchte

HTC Vive Cosmos

Nachdem HTC mit Vive Pro, Focus und Vive Pro Eye vornehmlich Business-Kunden bedient hat, soll die Cosmos uns User ansprechen. Wir haben Infos.

Update:

Nach und nach gibt HTC weitere Informationen zur Cosmos bekannt. Wie HTC bekannt gibt, wird die VR-Brille auf ein LCD mit RGB-Stripe-Matrix setzen – kein OLED wie vereinzelt gehofft. Das Display soll mit 90 Hz arbeiten und nutzt eine („combined“) Auflösung von 2.880×1.700 Pixeln. Gegenüber der Vive Pro wird also schon aufgrund der größeren Subpixelzahl ein besseres Bild zu sehen sein, wir tippen: Der Unterschied entspricht etwa dem zwischen Oculus Quest und Rift S, wobei Cosmos der Rift S entsprechen dürfte. Mit 90 Hz. Immerhin. Sollten aber die Preisgerüchte von MRTV mit 899 Euro stimmen, wäre das in unseren Augen etwas wenig. HTC dementierte den von MRTV geleakten Preis von 899 Euro zwar, allerdings beziehen sie sich auf die fälschlich im englischsprachigen Video getätigte Aussage, es handle sich um einen Dollarpreis. Dieser wird aufgrund von Umrechnung und Steuern aber wohl eher bei 799$ liegen sollte der Europreis stimmen.

Vive Cosmos mit LCD und RGB-Pixelmatrix

Ursprüngliche Meldung:

HTC war eines der ersten Unternehmen mit Consumer-tauglicher VR-Hardware und gilt mit dem von Valve lizenzierten Lighthouse-Tracking noch immer als Benchmark für Tracking-Präzision. Die letzten Neuvostellungen Vive Focus (lange nur in Asien und erst spät mit 6DOF erhältlich) und Vive Pro Eye (teure Vive Pro mit für Games (noch?) nicht nutzbarem Eyetracking) waren für uns VR-Gamer eher enttäuschend und dazu viel zu teuer. Die noch für dieses Jahr angekündigte Vive Cosmos hingegen soll sich an uns richten – wir sind gespannt. Cosmos soll der erste Hybrid aus stationärer VR-Brille und mobilem Quest-Konkurrenten sein.

Erste Daten tröpfeln nach und nach aus HTCs Presseabteilung heraus. So gab das Teaserbild dieser News bereits gestern einen Hinweis auf insgesamt sechs verbaute Kameras in der Cosmos – danke an MRTV für den Hinweis per Twitter.

 

Vorstellung auf Facebook

Heute veröffentlichte HTC dann bei Facebook ein Video mit der Vive Cosmos, in dem ein paar zusätzliche Details zu sehen sind. Facebook – hallo Oculus, ihr habt bestimmt zugeschaut wenn auf eurer Hausplattform die Konkurrenz wirbt.

Im Video zu sehen sind tatsächlich insgesamt sechs Kameras: Zwei wie schon auf früheren Bildern in der Front, zwei direkt an den Seiten des HMDs ganz wie bei Oculus Rift S. Und dann noch je eine schräg nach oben und unten montierte Kamera – die sich überraschenderweise direkt in der abnehmbaren Frontabdeckung der Cosmos befinden und nicht fest im HMD verbaut sind. Wir haben da ein paar Absätze weiter Spekulationen anzubieten..

MRTV mit Hintergrundinfos zur Vive Cosmos

Wie Sebastian von MRTV nun im Video bekannt gibt, hat seine HTC-nahe Quelle nicht nur die korrekte Anzahl der Kameras vorausgesagt. Die Quelle hatte noch weitere Infos, am spannendsten dürfte wohl der Verkaufspreis sein: HTC Vive Cosmos soll Anfang August für 899 Euro vorzubestellen sein, ab Ende August soll sie dann ausgeliefert werden. Mit dabei sind zwei optisch getrackte Controller und die VR-Brille mitsamt eines laut HTC-Video recht langen Kabels. Dieses hat am Ende einen offenbar proprietären Anschluss und benötigt daher wohl eine Breakout-Box. Ob deren Anschlüsse dann bereits Virtuallink enthalten ist uns noch nicht bekannt. Zu HTC Vive Wireless soll die Cosmos aber wohl kompatibel sein.

Allerdings gibt es noch keine bestätigten Infos zur Auflösung – gemunkelt werden 2K x 2K, ganz wie bei HP Reverb und einem sehr ähnlich anmutenden Prototypen von Qualcomm. In Zukunft soll die Vive Cosmos Daten auch per 5G-Mobilfunk empfangen können.

Wir tippen: Die aufsteckbare Front mit den zwei zusätzlichen Kameras könnte für den stationären Einsatz gedacht sein – Vive Cosmos soll ja nicht nur am PC sondern auch am Mobiltelefon funktionieren. Da keine festgelegte Hardware für den autarken Betrieb verbaut ist, dürfte HTC die Rechenleistung eines Handys anzapfen – aber mit dem Nachteil, dass Softwareentwickler nicht für eine definierte Hardware schreiben müssen. Vor allem das Tracking soll Oculus große Probleme bereitet haben – bis sie die leistungsfordernden Funktionen weg vom Prozessor an einen eigentlich für die Verarbeitung von Fotos gedachten Zusatzchip im Snapdragon 660 übergeben konnten.

Mobil nur vier statt sechs Kameras?

Diese Option könnte bei HTC wegfallen, was selbst bei schnelleren SoCs für unter Umständen weniger Performance sorgt. Mit dem Verzicht auf zwei Kameras dürfte sich der nötige Rechenaufwand fürs Tracking aber minimieren lassen – besseres Tracking am PC als mobil kennen wir ja schon von Rift S und Quest. Unter Umständen lassen sich mit anderen Frontplatten auch noch Funktionen, beispielsweise für AR und Mixed Reality, nachrüsten – die Tracking-Kameras sind schließlich selten dafür ausgelegt ein naturgetreues Bild zu liefern. HTC nennt die Frontabdeckung mit den Zusatz-Kameras allerdings einen „Mod“, gleichwohl soll die Abdeckung aber beim Kauf der Cosmos beiliegen.

Auf der Produktseite der Cosmos schreibt HTC selbst von modularen Anpassungen. Es scheint sich dabei um die einfach zu wechselnden Frontplatten zu handeln.

Sollten die Preisinformationen von MRTV stimmen, hätte HTC es auf dem Markt dennoch schwer. Die Oculus Quest kostet nur 449 Euro, einzig gegenüber Lighthouse-Geräten mit ihren teuren Trackingsensoren wären 899 Euro angemessen – und wenn HTC noch auf anderem Wege innovative Neuheiten bietet.

 

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