Neues von Pimax: Produktion der M2, FOV und Hardwareanforderungen

Bildquelle: SweViver (https://twitter.com/SweViver/status/1006772952585601024)

 Pimax hat sich mit einem neuen Update zur Pimax 8K bei den Kickstarter-Backern zu Worte gemeldet – es geht unter anderem um die gestartete M2-Produktion.

Für VR-Enthusiasten ist die Pimax 8K ein kniffliges Thema: Einerseits verspricht die VR-Brille mit einer hohen Auflösung und einem beeindruckenden Field of View die Virtual Reality auf ein neues Level zu heben, andererseits ist die Öffentlichkeitsarbeit des chinesischen Herstellers bislang eher durchwachsen. Zwar testen einige ausgewählte Backer die M1 genannten ersten Testmuster bereits seit einigen Wochen, Informationen dürfen sie aber aufgrund einer Stillschweigeerklärung nicht preis geben.

Vor allem die Verzögerungen bei der Produktion sorgen für viele Gerüchte rund um die Pimax 8K. Nun meldet sich Pimax in einem Update bei Kickstarter zu Worte.

Weitere Tests der Pimax 8K M2

Pimax testet weiter: Nicht nur die ausgewählten Backer-Tester wie Sebastian von Sebastians Alternative Realitäten oder VoodooDE probieren alle möglichen Spiele und Einstellungen sowie immer neue Softwareversionen von Pimax aus. Aktuell produziert Pimax aber zudem eine zweite Charge der leicht überarbeiteten Brillen mit der Bezeichnung M2. Die Produktion von etwa 230 weiteren M2-Brillen läuft laut Pimax reibungslos.

Im August will Pimax die M2 zu öffentlichen Roadshows bringen, wo die Tester sie vor Ort mit anderen VR-Headsets vergleichen und Vorschläge für die Finalisierung der Entwicklung machen können. Die Ergebnisse dieser Treffen sollen die Massenproduktion und den Versandfortschritt der Pimax 8K für Backer aber nicht beeinflussen.

Verbesserungen bei der Benutzeroberfläche und der Leistung

Ein heikles Thema sind die Hardwareanforderungen der Pimax 8K. Zwar ruft erst die später verfügbare Pimax 8Kx auch wirklich die volle Auflösung von der Grafikkarte ab während die 8K eine niedrigere Auflösung interpoliert, anspruchsvoll ist aber auch das. So sagt Pimax sehr eindeutig: Eine Geforce GTX 1070 ist das Minimum für die Pimax 8K und auch diese Grafikkarte kann nicht das volle Potential der VR-Brille nutzen. Der Hersteller bietet Backern mit schwachen Grafikkarten daher an, von der 8K auf die 5K zu wechseln. Um Leistung zu sparen, soll sich auch das FOV herunterregeln lassen. Hier wird horizontale Auflösung eingespart, wenn statt der maximal möglichen 200 Grad auf 190 oder 170 Grad gewechselt wird.

Pimax arbeitet aber auch daran, die benötigte Leistung durch Softwareanpassungen zu senken – 30% – 40% schneller sollen aktuelle Spiele auf Basis von Unreal 4.18 oder neuer, Unity oder Oculus 1.17 oder neuer bereits arbeiten. Auch ein paar Insiderinformationen zu den kommenden Nvidia-Grafikkarten scheint Pimax zu haben:

Eine weitere gute Nachricht ist, dass die nächste Generation von Grafikkarten und VR-Technologie bereits vor der Tür steht. Wir dürfen noch keine Details verraten, sie finden alle relevanten Informationen aber Online..

Gerüchte besagen tatsächlich, dass Nvidia am 20. August die neuen Grafikkarten der GTX11x0-Serie vorstellen wird – andere Gerüchte sprechen von einer durchaus beeindruckenden Mehrleistung selbst gegenüber der GTX 1080 Ti – und dazu steht ein spezieller VR-Grafikausgang auf Basis von USB-C als Spekulation im Raum.

Verzerrungen am Rande des Blickfeldes

In Foren immer wieder angesprochen werden Verzerrungen am Rand des Field of View, ein Problem des großen FOV von 200 Grad. Pimax sagt, es sei bei einem so großen Sichtfeld schwer, den für alle passenden Algorithmus zu finden. Die neue PiTool-Version .61 soll aber die Objektivkorrekturprofile stark verbessert haben. Bislang musste zur Korrektur von Verzerrungen jenseits von 120 Grad FOV von den Ingenieuren mehr oder weniger geraten werden, da die vorhandenen Testgeräte nur bis 120 Grad messen konnten. Nun konnte Pimax neue Ausrüstung für bis zu 190 Grad anschaffen, was den Ingenieuren die Arbeit erleichtern soll.

Unterschwellig klingt bei den M1-Testern, Leaks und Gerüchten oft heraus, dass die Benutzeroberfläche von Pimax noch verbesserungswürdig sei. Pimax betont, auch die Userexperience im Blick zu haben, allerdings genießen andere Optimierungen aktuell Vorrang. Lokalisierungsprojekte sollen für die Community geöffnet werden, so dass auch Pimax-Enthusiasten (freilich kostenfrei) mitarbeiten können.

Make Pimax great again: Backer first, Business second

Ein Satz im Kickstarter-Statement dürfte besorgte Pimax-Backer beruhigen:

Backer kommen an erster Stelle, Businesskunden an zweiter Stelle.

In der Vergangenheit kam immer wieder die Sorge auf, die ersten produzierten Chargen könnten komplett an Businesskunden gehen, was die Lieferung für Privatkunden weiter verzögert hätte. Mit dieser Aussage dürften Backer wieder etwas besser schlafen können.

Die Stillschweigeerklärung der M1-Tester wird allerdings weiterhin aktiv bleiben, mit Infos von Sebastian oder VoodooDE brauchen wir also vorerst nicht zu rechnen. Die öffentlichen Präsentationen in den kommenden Monaten dürften aber einige Hinweise auf die finale Qualität in die Öffentlichkeit bringen.

Quelle: Pimax Kickstarter

 

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