Nvidia bringt DLSS KI-Upscaling in die virtuelle Realität

Mit der Präsentation der Ampere-Grafikkarten RTX 3000 gab es auch Neuigkeiten zu DLSS – in Zukunft werden auch VR-Games das Feature nutzen können um Leistung zu sparen.

Neben Raytracing bieten Nvidias RTX-Grafikkarten auch eine oft eher weniger im Rampenlicht stehende Funktion zum Upscaling via KI. Die sogenannten Tensor-Cores der RTX-GPUs, also auch der 2000er-RTX-Karten, können bestimmte Berechnungen für KI-Funktionen besonders schnell ausführen und belasten währenddessen nicht die klassischen Shadereinheiten. DLSS steht dabei für Deep Learning Super Sampling und bedeutet nichts anderes, als dass ihr eine niedrigere Auflösung wählen könnt, ohne grafische Nachteile zu erleiden. Im Gegenteil, mitunter sieht das DLSS-Bild sogar besser aus als wenn es in der nativen Auflösung berechnet werden würde.

Bislang war DLSS aber nur bei Flatgames zu finden, dort überzeugte es aber in der vergangenen Zeit immer mehr Gamer auf ganzer Linie dank guter Bildqualität und hoher Leistung. Ein Spiel kann so in 4K auf einem entsprechenden Monitor oder Fernseher ausgegeben werden, während die Grafikkarte nur eine WQHD-Version (2.160×1.440 statt 3.840×2.160 Pixel) berechnen muss. Um das Feature nutzen zu können, müssen Spiele aber von den Entwicklern speziell angepasst werden.

DLSS muss angelernt werden

Außerdem muss das KI-Upscaling vor dem Implementieren ins Spiel erst in einem neuronalen Netz auf den Serven von Nvidia trainiert werden. Hier lernt die KI den Unterschied zwischen niedrig- und hochaufgelösten Bildern, um dann in vereinfachter Form auf der heimischen Grafikkarte die niedrige Auflösung hochzurechnen. Das Ergebnis überzeugt in den meisten unterstützten flachen Spielen: Die Performance steigt, so dass auch die leistungshungrigen Raytracingfunktionen in 4K sinnvoll genutzt werden können.

Hohe Auflösungen, das können VR-Brillen auch. HMDs wie die HP Reverb G2 oder auch Pimax-Brillen wie nicht zuletzt die 8K X bieten sehr hohe Auflösungen und fordern dazu hohe Frameraten. Eine Funktion, um ohne sichtbare Einbußen bei der Bildqualität die Renderauflösung drastisch senkt, wäre daher gerade bei VR sehr hilfreich. Nicht nur, um nicht die 1.499 Euro für eine RTX 3090 investieren zu müssen sondern auch, um preisbewusste Nutzer in die virtuelle Realität zu bringen.

KI-Upscaling für weniger Leistungshunger in VR

DLSS 2.1, die aktuelle und grafisch gegenüber dem bislang auf RTX 2000 gesehenen DLSS 1.0 Version des KI-Upscalings soll nun tatsächlich auch VR unterstützen. Theoretisch ließe sich DLSS in jedes Spiel integrieren, die Entwickler müssen jedoch zuvor die Nvidia-Server die KI für ihre Spiele trainieren lassen. Das dürfte nicht kostenlos geschehen, so dass wir so schnell nicht mit einer Schwemme an DLSS-VR-Games rechnen – und wenn, dann eher bei Spielen von großen und finanzstarken Publishern als von Indie-Entwicklern.

Zusätzlich kündigt Nvidia eine dynamische DLSS-Funktion, die die gerenderte Auflösung je nach erreichter Framezahl anpasst. Dynamische Auflösungen sind spätestens seit Konsolen wie der PS4 oder Xbox One durchaus populär, allerdings gibt nicht jeder die Macht über die dargestellte Bildqualität gerne aus der Hand. Sollte DLSS hier allerdings allzu sichtbare Qualitätsschwankungen vermeiden können, wäre auch das ein Fortschritt für VR-Games.

Alle Daten zu den RTX 3000-Karten und Nvidia Ampere haben wir bereits in diesem Artikel zusammengefasst.

 

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