Samsung: verschiedene AR- und VR-Produkte in den nächsten Monaten, AMD-Grafik lizenziert

Samsung Odyssey Plus VR-Brille mit Anti-Screendoorf-Beschichtung

Samsung hat angekündigt, in den kommenden Monaten mehrere AR- und VR-Produkte zu veröffentlichen – Gear sei nicht tot.

Mit GearVR hat Samsung zusammen mit Oculus vielen Smartphonekäufern das erste VR-Erlebnis beschert. Das Hightech-Cardboard lieferte seit seinem Release 2015 immer ein besseres VR-Erlebnis als Googles Papphüllen, spätestens mit dem Erscheinen von Oculus Go war GearVR aber überflüssig – 2019 steckt eh hoffentlich niemand mehr sein Telefon in Plastikschalen um damit „VR“ zu erleben. Die Marke Gear ist für Samsung aber laut einem Interview mit Variety noch nicht beerdigt. GearVR war ein guter Einsteig, aber seitdem haben sich die Dinge weiterentwickelt, so Farshid Fallah, Samsungs „Director of developer relations for XR and gaming“.

AR wurde in Verbindung mit dem Galaxy S10 bereits mehrfach beworben. Um was es sich beim kommenden VR-Produkt handelt, ist jedoch ungewiss. Ende 2017 sprach Samsung aber über eine mobile VR-Brille mit 6DOF, die von der Grundidee an Oculus Quest erinnerte. Samsung wollte seinerzeit die Welten GearVR und Odyssey verknüpfen – immer noch eine interessante Idee.

Samsung Exynos mit AMD Navi-GPU

Noch interessanter wird es angesichts einer weiteren Meldung von Samsung: Das Unternehmen schloss jüngst mit AMD einen Lizenzvertrag über mobile Grafiktechnologie auf Basis der Navi-Architektur RDNA ab. Damit will Samsung seine selbst auf Basis von ARM entwickelten Exynos-Prozessoren auch bei der Grafik pushen.

Zur Erklärung: Exynos-Prozessoren nutzen bereits stark überarbeitete ARM-Rechenkerne, für die Grafik sorgt aber ein von ARM eingekaufter MALI-Grafikchip. Diese stechen nicht durch besonders außergewöhnliche Leistung oder Features hervor, Qualcomm ist mit dem Snapdragon da besser aufgestellt. Schließlich erwarb Qualcomm vor einigen Jahren für eine erstaunlich geringe Summe das Mobil-Know-How von AMD und kreierte daraus die Adreno-Grafikeinheiten aktueller Snapdragon-SoCs. Adreno ist übrigens ein Annagramm von Radeon, eine kleine Verbeugung vor den Urahnen.

Mit auf besonders geringen Energiebedarf optimierten Navi-Grafikeinheiten könnten Exynos-SoCs auch bei der Grafik mehr leisten als gewohnt – was nicht nur neuen Smartphones zugute kommen dürfte sondern vielleicht ja sogar primär kommenden autarken VR-Brillen?

Samsung ist in der angenehmen Situation. sowohl Mobilprozessoren (und nun auch mit kräftiger Grafik) sondern auch Speicher, Display und weitere Komponenten selbst zu fertigen. So kann sich Samsung einen passenden VR-Prozessor selbst maßschneidern und in einer eigenen VR-Brille nutzen. Sollte allerdings bereits in den nächsten Monaten eine eigene 6DOF-Brille von Samsung erscheinen, wird diese wohl noch keine AMD-Grafik enthalten. Vielleicht aber ja die Anti-SDE-Beschichtung der Odyssey+? Dass sich deren OLED-Displays adäquat von einem Mobilprozessor befeuern lassen, beweist ja aktuell die Oculus Quest, die mit der gleichen Auflösung arbeitet.

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