Virtual Desktop streamt nun auch ohne Sideload VR-Games zur Quest

Eine der wohl interessantesten Quest-Apps ist nun endlich nicht mehr nur per Sideload mit allen Features erhältlich: Virtual Desktop streamt nun offiziell.

Viele Umfragen unter Gamern haben ergeben, dass sich zahlreiche Nutzer vor allem am Kabel der VR-Brille stören. Das erklärt unter anderem auch etwas den Erfolg autarker Brillen wie der Oculus Quest – volle Bewegungsfreiheit in der VR ist halt sehr angenehm. Die begrenzte Rechenleistung der Quest und auch der Quest 2 lässt aber schnell den Wunsch aufkommen, die großen PC-Titel wie Half Life: Alyx auch kabellos mit der Quest zu spielen statt per filigraner und in der Länge stark eingeschränkter USB-C-Verbindung. Virtual Desktop erfüllt diesen Wunsch, bislang allerdings nur inoffiziell.

Musstet ihr bislang Virtual Desktop im Quest Store kaufen und dann per Sidequest für das kabellose Streaming von VR-Anwendungen freischalten, spart ihr euch jetzt den letzten Schritt. Es hat lange gedauert aber jetzt ist es Virtual Desktop auch in der reinen Oculus-Store-Version erlaubt, per WLAN Inhalte zu streamen. Bisher scheiterte das an einem Veto von Oculus/Facebook selbst.

PC VR Games kabellos mit Oculus Quest

Das Streaming selbst funktioniert erstaunlich gut, Unterschiede zur Sidequest-Freischaltung gibt es durch den Store-Support aber keine. Um möglichst latenzfrei zu spielen, solltet ihr aber auf jeden Fall ein 5-GHz-WLAN (nicht zu verwechseln mit 5G, andere Baustelle) nutzen. Zwar kann Virtual Desktop auch mit 2,4 GHz WLAN-Netzen streamen, viel Spaß bringt das aber nicht. Zusätzlich kommt es noch darauf an, dass euer Router auch ein gutes Signal ausspuckt – im Selbstversuch war VR-Streaming mit dem 5GHz-WLAN eines Telekom Speedport Hybrid der ersten Generation unbenutzbar (mit 2,4 GHz war es sogar noch deutlich schlimmer mit Bildartefakten und Verzögerungen). Eine AVM Fritz!Box 7530 hingegen kooperiert deutlich besser. Beat Saber auf Expert+ spielt sich zwar weiterhin ungestreamt besser, für Titel wie Alyx, Medal of Honor oder – Bewegungsfreiheit ist Trumpf! – Blade&Sorcery reicht die gebotene Latenz aber problemlos aus.

Virtual Desktop ist für 19,99 Euro im Oculus Store erhältlich. Ohne Sidequest-Aktivierung wird die Nutzung noch ein wenig unkomplizierter, auch für Einsteiger. Aber auch ganz generell ist für Besitzer eines hochwertigen WLAN-Routers (und eines PCs, der in der Lage ist VR-Games flüssig abzuspielen, ohne gehts dann doch nicht) Virtual Desktop wohl eine Pflichtanwendung für Besitzer der Oculus Quest (2).

Virtual Desktop im Oculus Store

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