Audica im Test – Rhythmus-Spiel mit Ballern für Virtual Reality

Audica: Beat Saber mit Pistolen

Spätestens seit Audioshield und Beat Saber wissen VR-Gamer: Rhythmus-Spiele funktionieren super in VR. Audica von Harmonix schlägt in die gleiche Kerbe.

Wenn ein bekanntes Studio wie Harmonix ein VR-Spiel ankündigt zieht sogar der eine oder andere „Flatmedien“-Redakteur interessiert eine Augenbraue in die Höhe. Und wenn es dann auch noch ein Rhythmus-Spiel ist, sollten die Macher von Titel wie Rockband sich ja eigentlich in bekanntem Terrain befinden.

Entsprechend neugierig haben wir daher Audica ausprobiert, das am 07. Februar erschienene Musikgame, das grundlegend für VR entwickelt wurde. Zu kaufen gibt es den Titel übrigens im Oculus-Store für gut 20 Euro und bei Steam für knapp 17 Euro. Umsetzungen für PSVR und sogar Oculus Quest sind in Arbeit.

Beat Saber mit Ballern

Bei Audica schlagen wir nicht mit Schwertern oder Fäusten auf zum Takt der Musik hereinfliegende Objekte ein, wir haben stattdessen Pistolen mit denen wir, nachvollziehbar, schießen müssen.

Wie von anderen Titeln des Genres sind die Waffen unterschiedlich gefärbt, so dass wir mit der blauen Pistole auch nur blaue Ziele abschießen können und mit der orangenen die ebenso gefärbten. Abwechslung schaffen Ziele, die geschlagen werden müssen und welche, bei denen wir nicht nur kurz schießen sondern den Trigger gedrückt halten müssen. Gerne auch alles auf einmal.

Audica ist aktuell noch im Early Access, es kann sich also noch einiges ändern bis Release. Aktuell sind 10 Songs einbaut, 9 davon lizenziert und nur einer direkt vom Harmonix-Team (Lazerface). Hier die Songliste:

  • 88-L & Blanke “Destiny”
  • AU5 & Fractal “Smoke”
  • Alison Wonderland “I Want U”
  • Donna Summer “I Feel Love (Afrojack Remix)”
  • DJ Fresh ft. Ms.Dynamite “Gold Dust”
  • James Egbert “The Space”
  • Jeff Allen “Lazerface”
  • Savant “Splinter”
  • Noisia “Collider”
  • Zedd & Grey “Adrenaline”

Für die kommenden Wochen und Monate verspricht das Team weitere Lieder, bis zum Release sollen es 25 Songs sein. Dabei gibt es bereits jetzt eine Mischung verschiedener Musikstile bevorzugt elektronischer Bauart.

Die Songs selbst sind in Ordnung, auch wenn richtige Kracher in meinen Augen fehlen – ich mag zwar keine EDM-Songs, mag aber die Lieder in Beat Saber (was mich ernsthaft erstaunt, immer wieder), mit den Liedern in Audica kann ich persönlich jedoch noch weniger anfangen. Trotz eigentlich für mich passenderer Musikstile. Und eigentlich sollte ein Musikspiel doch von seiner Musik leben.

.. aber ohne Spaß

Tatsächlich wird die Review spätestens jetzt sehr subjektiv, was daran liegt, dass ich mit Audica leider absolut keinen Spaß hatte. Zwar sind die zum Takt hereinfliegenden Ziele recht leicht zu treffen, allerdings sind sie in meinen Augen nicht sehr gut gemappt. Sprich: Es stellt sich bei mir nur sehr schwer der Flow eines Beat Saber ein. Dieser Flow, bei dem sich die Arme bewegen ohne dass der Kopf Zeit für bewusste Gedanken hätte, verbunden mit dem irren Gefühl ein Jedi-Meister auf einer Konzertbühne zu sein.

Ich will nicht lügen: Dieser Flow hat sich gar nicht eingestellt. Leider, muss ich sagen, da ich es wirklich mag Dinge im Takt der Musik kaputtzumachen und auch bei Shootern gerne mit dem passenden Soundtrack losrocke.

Kraftlos abgemischte Songs

Es mag an der zweifelhaften Abmischung der Songs in Audica liegen, sie klingen für mich einfach nicht kraftvoll genug. Oder daran, dass das Feedback beim Treffen eines Zieles nicht befriedigend genug ausfällt. Vor allem die zu schlagenden Steine geben nur minimal Feedback beim Treffen. Verfehlt man, verliert der Song (wohl als Feedback gedacht) für kurze Zeit sogar noch stärker an Dynamik während ein Treffer nur mit ein paar Partikeleffekten und minimalem Audiofeedback angezeigt wird. Da fehlt die Befriedigung beim Treffen..

Dabei ist die Steuerung tatsächlich präzise, allerdings sind die Ziele in meinen Augen nicht immer sinnvoll gesetzt, intuitiv treffen wie bei Beat Saber oder Audioshield? Irgendwie nicht. Die Songs müsste ich persönlich zumindest auswendig lernen um sie mit Erfolgserlebnissen spielen zu können. Aber: Warum sollte ich die Zeit investieren wenn es doch einfach keinen Spaß bringt?

Auf diese Frage habe ich leider bislang keine Antwort gefunden. Aber vielleicht gefällt euch Audica ja – macht euch doch in meinem Video dazu ein eigenes Bild und hört nicht auf das Gesabbel des alten Mannes.

Audica
Audica
Entwickler: Harmonix Music Systems, Inc
Preis: 16,79 €

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