Standard Wi-Fi 5 Router vs. Honor 3 Wi-Fi 6 Router – Der große Vergleich mit der Quest 2 und Virtual Desktop

Heute schauen wir mal, ob sich ein Upgrade auf den Honor 3 Wi-Fi 6 Router lohnt, wenn man mit der Quest 2 kabellos spielen möchte.

Da ich in letzter Zeit immer noch Probleme mit diversen Rucklern oder Artefakten hatte, habe ich mir ganz günstig den Honor 3 Wi-Fi 6 Router besorgt und werde in diesem Test mal schauen, ob sich ein deutlicher Unterschied zeigt und ob man unbedingt von einem Wi-Fi 5 Router upgraden muss. Dabei werde ich die gleichen Spiele testen, die ich schon bei meinem Air Link vs. Virtual Desktop vs. Oculus Link Vergleich genutzt habe. Leider kann ich zum heutigen Tage Air Link nicht in den Test einbeziehen, da ein Oculus- oder Nvidia-Update dazu geführt hat, dass Air Link bei mir die ganze Zeit abstürzt. Sollte ich das Problem in den nächsten Tagen gelöst bekommen, reiche ich gerne den Teil nach.

Testsetup

Das Testsetup besteht aus einem Desktop PC mit einem Ryzen 3700X, einer 1070ti und 16 GB DDR4-3200 RAM. Die Spiele befinden sich auf einer SSD und ich benutze eine Unitymedia Connect Box mit Wi-Fi 5 in weiß, welche über ein Ethernet-Kabel mit dem PC direkt verbunden ist. Die Connect Box befindet sich ca. einen Meter entfernt von meinem Spielbereich entfernt. Virtual Desktop läuft bei beiden Routern über eine 5 GHz Verbindung, mit der keine anderen Geräte verbunden sind, um ein bestmögliches Ergebnis zu bekommen. Der Honor 3 Wi-Fi 6 Router wird auch via Ethernet-Kabel verbunden und ist auch nur einen Meter von meinem Spielbereich entfernt, um einen guten Vergleich zu gewährleisten.

Gewählte Spiele:

Beat Saber

Wi-Fi 5 Router (Unitymedia Connect Box): Hier und da kurze Ruckler, aber durchaus spielbar.

Wi-Fi 6 Router (Honor 3): Kaum einen Unterschied zum Wi-Fi 5 Router. Vielleicht hier und da sogar mehr Ruckler und eine höhere Latenz.

Fazit: Hier hat sich das Upgrade gar nicht gelohnt. Ich habe keinerlei Besserung bemerkt und nehme für Beat Saber lieber weiterhin meine Valve Index oder die native Quest App.

Ich hatte teilweise eine niedrigere Latenz mit meinem Wifi 5 Router.

Population One

Wi-Fi 5 Router (Unitymedia Connect Box): Super spielbar und nur geringe Artefakte bei weit entfernten Gebäuden.

Wi-Fi 6 Router (Honor 3): Fast die gleiche Erfahrung wie bei dem Wi-Fi-5 Router. Aber ich hatte weniger Artefakte in der Entfernung.

Fazit: Hier hat sich das Upgrade auch kaum bemerkbar gemacht. Nur wenn ich ganz genau hingesehen habe, gab es eine ganz leichte Besserung, was Artefakte angeht.

Beide Router zeigen einen hohen Detailgrad und flüssiges Gameplay.

Half Life: Alyx

Wi-Fi 5 Router (Unitymedia Connect Box): Super spielbar und hatte nie das Gefühl einen besseren Router zu brauchen. Vielleicht hier und da leichte Ruckler.

Wi-Fi 6 Router (Honor 3): Kaum einen Unterschied. Ich hatte sogar ab und an das Gefühl, dass ich mehr Ruckler bei dem Honor 3 Router habe.

Fazit: Auch hier hat sich das Upgrade nicht wirklich bemerkbar gemacht.

Asgard’s Wrath

Wi-Fi 5 Router (Unitymedia Connect Box): Sieht gut aus und läuft recht flüssig. Selbst mit dem Wi-Fi 5 Router.

Wi-Fi 6 Router (Honor 3): Hier hatte ich das Gefühl, dass es mit dem Honor 3 Router ein wenig flüssiger läuft. Aber auch nur, wenn man wirklich auf den Unterschied achtet.

Fazit: Da ich beide Router gleich nacheinander getestet habe, sind mir die Unterschiede mehr ins Auge gefallen und ich hatte das Gefühl, dass es mit dem Wi-Fi 6 Router einen Ticken flüssiger läuft. Wäre mir aber sonst wohl auch nicht aufgefallen. Es spielt sich auch gut mit dem Wi-Fi 5 Router.

 

Habe kaum einen Unterschied zwischen den Routern erkennen können.

And the Winner is…

Mein treuer Wi-Fi 5 Router hat sich durchgesetzt. Der Aufpreis von knapp 50 Euro war es einfach nicht Wert und ich kann den Honor 3 Router überhaupt nicht weiterempfehlen.

 

Und der Gewinner ist: Der normale Wifi 5 Standard Router.

Fazit: Spart euch das Geld!

Ich muss sagen, meine Erwartungen waren hoch, doch wurden leider durch den Hammer der Realität zerschmettert. Ich hatte wirklich keinen Unterschied in den von mir getesteten Spielen gesehen oder gemerkt. Einzig und allein die erste Verbindung, wenn sich Virtual Desktop zwischen Quest 2 und PC verbindet, läuft ein wenig konstanter und schneller ab. Aber das ist mir der Aufpreis von knapp 50 Euro nicht wirklich Wert. Falls ihr einen soliden Wi-Fi 5 Router habt und Virtual Desktop bisher gut bei euch läuft, könnt ihr getrost dabei bleiben. Es könnte jedoch sein, dass der Wi-Fi 6 Router einen Unterschied macht, falls eine Wand oder zu viel Entfernung zwischen euch und dem Router liegt. Das hat sich bei meinen dünnen Wänden aber auch nicht wirklich gezeigt und ich hatte auf beiden Routern eine identische Erfahrung. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass ich mehr Ruckler bei dem Honor 3 gemerkt habe. Und ich weiß auch bis heute nicht, warum der Honor 3 Router von der VR-Gemeinde so hochgelobt wird, da selbst Guy Godin von Huawei-Routern generell abrät. Spart euch das Geld und investiert es lieber in Spiele.

Der Virtual-Desktop Developer rät sogar von den Huawei-Routern ab.

Bonus: Ich habe mich mal in den Virtual Desktop Discord begeben und 3 Router gefunden, die vom Developer selbst empfohlen wurden.

Diese Router werden von Guy Godin selbst empfohlen und decken alle Preisklassen von knapp 40 Euro bis zum High-End Gaming Router für um die 260 Euro ab. Es sollte also für jeden etwas dabei sein. Nur lasst die Finger von dem Honor 3 Router. Der lohnt sich gar nicht.

  1. TP-Link Archer C6

  2. ASUS AX1800 WiFi 6 Router (RT-AX55)

  3. ASUS AX5700 WiFi 6 Gaming Router (RT-AX86U)

(hierbei handelt es sich um Affiliate-Links. Ihr zahlt nicht mehr, aber wir bekommen für jeden Verkauf eine kleine Provision)

Ihr holt euch lieber einen Router, der auch vom Virtual Desktop Dev empfohlen wurde.

Bonusfazit von Dod:

Wenn ihr bereits einen hochwertigen Router habt, mit dessen Ergebnissen ihr grundlegend zufrieden seid, ist der Kauf des Honor-Routers nicht empfehlenswert. Anders schaut es hingegen aus, wenn ihr einen (Provider-) Router nutzt oder nutzen müsst, der deutlich schwächer ist. Ich habe bis zum Wechsel zu einem Glasfaseranschluss den Telekom Hybrid-Router für LTE/DSL eingesetzt. Auch dieser bietet ein 5-GHz-Netz und ist damit theoretisch für Virtual Desktop und Airlink geeignet. In der Realität allerdings ist selbst in unmittelbarer Nähe zum Router kein Spielen möglich gewesen. Die Latenz war nicht nur für Beat Saber sondern teilweise sogar für eher gemächliche Spiele wie Vox Machinae viel zu hoch, dazu kamen extreme Artefakte im Bild.

Besitzt ist einen solchen oder einen ähnlich schlechten Router oder ein Modell, das nur 2,4 GHz beherrscht, wäre der Honor 3, der sogar bei Amazon so bezeichnete „Ehrenrouter“, durchaus eine gute Wahl. Alternativ gehen aber natürlich auch die von Guy Godin empfohlenen Modelle, von denen der TP-Link Archer der mit Abstand günstigste ist.

Einige der Links in diesem Artikel sind (unter Umständen) sogenannte Affiliate-Links. Mit einem Kauf über einen dieser Links bekommen wir eine kleine Provision, für euch ändert sich nichts.

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4 Kommentare

  1. Danke für deine Erfahrung.

    Ich hab mal mit dem Gedanken gespielt, den Xiaomi Mi AIoT AX3600 Router zu holen, aber meine Fritzbox 7590 läuft. Je nach Standort muss man mit dem Funkkanal experimentieren und rausfinden, welcher Kanal nicht so stark belegt ist. Weiterhin ist es wichtig, die Brille alleinig in 5Ghz Netz zu betreiben, ohne andere Geräte.

    Die Werte gleichen deinen fast wie die Faust aufs Auge trotz 3090.

  2. Super Test. Hatte die gleichen Erfahrungen gemacht. Habe eine Fritzbox 7590 und hatte den Honor3 aufgrund der vielen positiven Berichte gekauft und 2 Tage später wieder zurückgeschickt. Mit meiner Fritzbox lief alles gleich gut, wenn nicht besser, daher lohnt sich der Honor 3 nicht. Auch die Einstellmöglichkeiten beim Honor 3 waren mehr als enttäuschend. Falls man diesen als Router einsetzen möchte und auch ein wenig Einfluss auf das Routing nehmen möchte, dann ist man mit dem Honor 3 schlecht beraten. Der sehr günstige Preis steht hier für billig, nicht für Qualität und billig will keiner mehr – oder?

  3. Ich habe 2 Router und konnte so diese auch fü meinen AirLink-Test verwendet. Die Probanden waren der (ältere) DGA4132 von Technicolor auf dem eine ältere OpenWRT-Version ab Werk läuft, also ein Wifi 5/AC-Router und den HUAWEI WiFi AX3 mit Quad Core (Wifi 6/AX). Ich habe beide Router direkt nacheinander getestet in einem Testszenario und das unter möglichst gleichen Bedingungen (beide 5 Ghz, beide selber Channel (Channel 64, dafür ist DSR notwendig, was beide unterstützen, aber auch mit anderen Channels im „normalen“ Bereich [anschließend] in einem anderen Testszenario mit gleichem Ergebnis), der hier nicht belastet ist mit anderen Wifi-Signalen, Wifi des anderen nicht aktiven Routers deaktiviert, nicht weit auseinanderliegende Uhrzeiten und die Einstellungen möglichst ähnlich, bis auf einer AC und der andere AX). Ich habe mit dem Huawei Router relativ viele Aussetzer/kleine Stotterer im Gegesatz zum DGA4132. Der DGA4132 biete eine AirLink-Verbindung, so dass ich die robustere Kabelverbindung kaum misse, so gut wie stotterfrei über den kompletten Testsong in Beatsaber hinweg, der Huawei tut das nicht. Ich verwende nur noch den DGA 4132 für die Verbindung mit der Quest, obwohl dieser älter ist und nur den älteren WLAN-Standard bietet, denn die Stotterer des Huawei Routers stören mich. Das Testergebnis ist reproduzierbar, auch wenn ich den Huawei auf AC stelle. Ich bin von dem Huawei überhaupt nicht begeistert und kann nicht nachvollziehen, warum dieser empfohlen wird für AirLink/Virtual Desktop. Ich kann nicht ausschließen, dass mein Huawei defekt ist, ich halte die Wahrscheinlichkeit allerdings sehr gering.

  4. Ich habe den AVM 5530 Glasfaser Modem Router bekommen, warte aber noch auf die Schaltung der EWE, ich bin mal gespannt, wie sich bei mir dann das WLAN 6 mit Virtual Desktop oder Airlink verhält!

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