Kitten’d! im Test – Und täglich grüßt die schnurrende Katze

Katzenliebhaber aufgepasst! Wir haben für euch das VR-Spiel Kitten’d! angespielt und verraten nun, was euch bei diesem Katzen-Tamagotchi-Simulator erwartet.

Für jemanden der Katzen liebt und auch welche im Haushalt hat wird Kitten’d! vermutlich nichts Neues zeigen. Oder etwa doch? In diesem Testbericht erfahrt ihr, was das Spiel bietet und ob sich der Kauf lohnt.

Das Testsystem

Da unsere Redaktion quer über Deutschland verteilt ist und wir keine einheitlichen Testsysteme zur Verfügung haben, muss mein Privat-PC für diesen Test herhalten. Getestet wird die auf Steam verfügbare Version des Spiels unter Windows 10 Home und mit folgender Hardware:

Prozessor: AMD R5 1600x
Mainboard: ASUS ROG Crosshair VI Hero
Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance DDR4-3200 16GB
Grafikkarte: PowerColor RX 480 Red Devil 8GB
Spiel installiert auf: Samsung SSD 250GB
VR-Set: HTC Vive

Was ist Kitten’d! überhaupt?

Kitten’d! ist ein VR-Spiel, dass von Star Vault AB entwickelt und publiziert wird. Als so genannter Hüter soll man dafür sorgen, dass die Katzen glücklich sind und weder in Gefahr geraten oder im Raum platzierte Gegenstände zerstören. Verschiedene Gadgets sollen uns dabei helfen. Bei Erfolg verdient man zudem Punkte, mit denen man wiederum seine Gadgets verbessern kann.

Bisher unterstützt das Spiel nur die Oculus Rift und die HTC Vive. Für die Eingabe beziehungsweise für die Steuerung werden erfasste Bewegungscontroller (zB. die Touch Controller oder die Vive Wands) benötigt. Zudem lässt sich Kitten’d! entweder sitzend, stehend oder mit Room Scale spielen.

Der Titel ist aktuell noch im Early Access und kann sowohl auf Steam für 12,49€ als auch im Oculus Store für 14,99€ erworben werden. Den Link zum Angebot auf Steam findet ihr am Ende des Testberichts. Nachfolgend könnt ihr euch den Trailer zu Kitten’d! anschauen.

Menü und Einstellungen

Nach dem Start des Spieles, gelangen wir in das Hauptmenü: Einen kleinen Raum, der mit einem weißen Filter überzogen ist, was ein wenig an das Leveldesign des First-Person-Shooters Superhot erinnert.

Das Menü selbst hingegen findet man erst, wenn man in die korrekte Richtung schaut, da es nicht zur Frontseite des Chaperone (Begrenzung der Spielfläche) gerichtet ist. Ansonsten ist das Menü recht simpel gehalten und stellt das Display eines Smartphones dar. Zur Auswahl stehen dann folgende Optionen zur Verfügung:

Play Game: Mit Play Game startet man die Kampagne des Spiels.

Profile: Hier kann man verschieden Profile anlegen und auswählen.

Level Select: Unter Level Select stehen die bisher verfügbaren Levels zur Auswahl. Aktuell sind es vierzehn Levels.

My Room: Das ist der Sandkasten-Modus von Kitten’d. Hier hat man die Möglichkeit, alle im Spiel verfügbaren Gadgets und Katzenarten anzutesten, ohne die negativen Folgen zu erwarten, die in der Kampagne auftreten könnten.

Quit: Mit Quit beendet man das Spiel.

Settings: Die Einstellungen sind überschaubar und sind in vier Kategorien unterteilt. Mit Video Settings kann man zum Beispiel die Grafikdetails per Schieberegler einstellen und auswählen, ob man im Spiel die Controller und/oder Hände sehen möchte (Kleiner Tipp: Zum Anfang sollte man sich erst mal für die Controller entscheiden, da man im Spiel sonst keine Steuerung angezeigt bekommt). In der Kategorie Audio Settings kann man nur die Musik ein- und ausschalten. Unter Language stehen die Sprachen Englisch, Schwedisch, Spanisch und Polnisch zur Verfügung. In den Credits werden dann alle am Spiel beteiligten Personen aufgelistet.

Das Leveldesign von Kitten’d!

Eines vorweg, die Levels sind nicht sehr groß. Man startet in einem Raum, der je nach Level unterschiedlich groß ausfällt und sowohl mit diversen Möbeln als auch Gegenständen ausgestattet ist. In den ersten Levels findet man zum Beispiel Schränke, Couchs, Tische, Wandregale, Uhren, Wecker, Gläser, einen Mülleimer, Statuen und vieles mehr vor.

Im Spiel zeigt Kitten’d dann seine volle Farbpalette, auch wenn diese zu Beginn nicht sehr vielfältig erscheint. Denn Möbel, Accessoires und Wände sind größtenteils immer noch in Weiß gehalten. Zumindest ist der Himmel blau, die Blätter sind grün und man kann die Katzen, dank ihrer unterschiedlichen Fellfarben, voneinander unterscheiden.

Apropos Katzen… In dem Spiel soll es tatsächlich auch Katzen geben. Diese unterscheiden sich nicht nur aufgrund ihrer Fellfarbe, es sind sogar verschiedene Katzenarten vorhanden. Zur Zeit sind nur die vier Rassen Abessinier, Ragdoll, Siamesen und American Shorthair im Spiel integriert, es sollen aber weitere Rassen im Laufe der Zeit hinzugefügt werden. Wenn man dann die großen Augen, dieser doch schön gestalteten Katzen sieht, würde man am liebsten zum nächsten Tierhändler rennen und sich eine Katze besorgen. Aber genug Gerede von Katzen…

Wenn man die Möglichkeit bekommt, aus einem der im Raum existierenden Fenster zu blicken, dann stellt man fest, dass ein Großteil der Umgebung in 3D gestaltet ist. Auch wenn die Umgebung nicht besonders detailreich erscheint, so ist sie dennoch beeindruckend, da sie die Levels etwas größer wirken lässt.

Die Spielmechanik

Während man sich im Einführungslevel der Kampagne, in aller Ruhe mit der Spielmechanik und der Steuerung vertraut macht, wird das Gameplay ab dem zweiten Level um eine zeitliche Limitierung erweitert. Ziel des Spiels ist es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln bevor die Zeit abläuft. Wie viel Zeit uns bleibt zeigt eine Wanduhr, deren Zeigeblatt sich mit jeder Sekunde bläulich füllt. Jedoch erfahren wir nicht wie viel Zeit uns genau zur Verfügung steht.

Zu Beginn jedes Levels steht man in einem Raum, mit verschiedenem Mobiliar, unterschiedlichem Dekor und einer großen Geschenkbox, die am zappeln ist. Sobald man diese anklickt, öffnet sich die Box und es entspringen verschiedene Katzen aus ihr. Mit dem Öffnen der Geschenkbox läuft dann die Zeit ab.

Die Katzen möchten spielen, sowohl gestreichelt als auch gefüttert werden und wenn ihr Magen voll ist, dann wollen sie sich erleichtern können. Damit wir nicht völlig planlos den Katzen gegenüberstehen während uns die Zeit davon rennt, signalisieren uns die Katzen anhand eines über ihren Köpfen erscheinenden Symbols, welches Bedürfnis gerade ansteht.

Jeder hat Bedürfnisse

Um die Bedürfnisse stillen zu können müssen wir dementsprechend Vorkehrungen treffen. Sei es einen Futternapf mit Katzenfutter zu füllen, einen Ball durchs Zimmer zu werfen oder ein Katzenklo mit Streu zu bedecken. Wenn die Behälter leer werden dann müssen wir diese schnellstens wieder auffüllen. Zudem müssen wir ihre Hinterlassenschaften entsorgen, indem wir diese in den Mülleimer werfen. Mit jeder erfolgreichen Aktion verdienen wir Punkte. Wenn wir aber die Katzen vernachlässigen, dann beginnen sie damit die Einrichtung zu demolieren und das wiederum zieht uns Punkte ab.

Damit wir uns im Laufe der Kampagne nicht überfordert fühlen, helfen uns diverse Gadgets aus. Zum Beispiel gibt es einen speziellen Handstaubsauger, mit dem wir die Häuflein einsaugen und dann in den Mülleimer schleudern können. Einen Laserpointer kann man ebenfalls ausrüsten, um damit dann die knuddeligen Katzen ärgern zu können.

Das Level wird beendet wenn die Zeit abgelaufen ist. Dann werden uns die gesammelten Punkte gutgeschrieben und wir können diese dann in einen Upgrade unserer Gadgets investieren, bevor wir in das nächste Level starten. Außerdem werden neue Spielmechaniken und Werkzeuge freigeschaltet, je weiter wir voranschreiten.

Die Steuerung

Den virtuellen Raum kann man nur per Room Scale begehen. Andere Möglichkeiten zur Fortbewegung, wie beispielsweise Smooth Locomotion, Teleportation oder Snap Turn sind zur Zeit nicht im Spiel enthalten.

Aber bewegen muss man sich eh nicht in dem Spiel, denn man kann von seiner Position aus, mit den Controllern alles Nötige zu sich ziehen und halten, werfen oder aktivieren. Dazu gehören das Öffnen und Schließen von Schränken, das Auffüllen von Futter oder Katzenstreu und das Bedienen der anderen Gadgets.

Mein Fazit

Kitten’d! trifft vermutlich nicht jedermanns Geschmack und ob das Spiel eine hohe Langzeitmotivation besitzt kann ich meiner Testzeit leider nicht beantworten. Jedenfalls bietet das Spiel etwas Abwechslung zu dem aktuell verfügbaren VR Spiele-Angebot, dass hauptsächlich aus unzähligen Shootern und Horror-Survival besteht.

Kitten'd
Kitten'd
Entwickler: Star Vault AB
Preis: 12,49 €

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