Moriar spielt: Seeking Dawn – Test des Survival-Abenteuers

VR-Spiele entwickeln sich immer mehr zu grafisch aufwändigen Abenteuern wie sie bisher nur vom Monitor bekannt waren. Seeking Dawn ist ein gutes Beispiel für AAA-Präsentationen.

Die VR-Legion bietet euch in Zukunft noch mehr Reviews zu brandneuen aber auch mitunter nicht ganz so aktuellen Spielen – dafür kooperieren wir mit den Steam-Kuratoren Ziffi und Moriar.

Immer wenn ihr die Überschrift „Ziffi zockt:“ oder „Moriar spiel:“ lest, handelt es sich um einen solchen Gastbeitrag, der von unseren internen Autoren noch etwas überarbeitet wurde um besser auf eine Webseite wie die VR-Legion statt zu Steam zu passen.

Seeking Dawn von Multiverse ist ein Survivalabenteuer auf einem fremden, gefährlichen Alienplaneten auf dem jedes Lebewesen potentiell tödlich zu sein scheint. Sogar Teile der Flora haben es auf den entweder einsamen oder im Koop spielenden Protagonisten abgesehen, der auf der Suche nach seiner Truppe eine alte Basis renoviert, um dort nützliche Dinge herzustellen. Natürlich um am Ende das eigene Überleben auf der Suche und im Kampf gegen die Alienfauna und mitunter -flora zu sichern.

Wundervolle Grafik

Das Spiel sieht fantastisch aus, überall kreucht und fleucht es, in der Luft schwirren armdicke Libellenaliens, weiter oben sieht man fliegende Quallen und noch viel mehr exotisches Gewusel gibt es überall zu entdecken. Die Pflanzen und Bäume scheinen genauso agil wie die Tierwelt. Bäume bewegen sich rhythmisch auf und ab. Überall ist Bewegung.

Wir betrachten diese wunderbar tödliche Pracht selbstverständlich durch unseren Helm, der dank seines HUD alle nötigen Informationen über unseren körperlichen Zustand bereit hält.

Ressourcen sammeln und Crafting

Um die nötigen Ressourcen zu sammeln stehen uns (zunächst?) zwei Abbaugeräte zu Verfügung. Eines für Gestein und das andere baut Pflanzen ab. Über die Geräte und alle anderen Gegenstände, die wir mitführen, haben wir über ein interaktives Inventar Zugriff. Die Bedienung ist etwas eigen aber schnell erlernt. Die wichtigsten Items können wir auf ein Schnellwahlinventar legen.

In unserer im Verlauf des Ingame Tutorials entdeckten Basis bauen wir dann verschiedene Apparate, um die gesammelten Ressourcen zu verarbeiten. Nahrung, Gerätschaften, Waffen usw. Das ist auch dringend nötig, denn der Planet ist tatsächlich mehr als tödlich. Erwähnten wir bereits die wehrhafte Umgebung?

Sollten wir unglücklicherweise einmal einen nicht zu vermeidenden Kampf mit der Tierwelt des Planeten verlieren, erscheinen wir stehts in unser Basis und behalten – glücklicherweise – alle gesammelten Ressourcen. So können wir uns für den nächsten Ausflug in die tödliche Höhlenwelt hoffentlich besser rüsten.
Hält man sich nicht an die Geschichte, kann man sich ganz schön verrennen und trifft auf Gegner, denen man nicht so recht gewachsen ist.

Licht und Schatten bei Seeking Dawn

Das zum Spiel, das wirklich sehr viel Spaß macht. Allerdings hat es auch seine Schattenseiten.
Mir ist vor allem der Sound aufgefallen. Teilweise fehlt dieser. Fußtritte sind mal zu hören mal nicht. Der Sound braucht unbedingt ein paar Fixes. Auch sind die Texte der NPC nicht lippensynchron. Das ist auch nicht sehr immersiv, die englischen Stimmen sind aber ganz gut, hören sich nur mitunter etwas abgelesen an.
Auch ist die wirklich schöne Musik teilweise unpassend, wenn beispielsweise in total ruhigen Situationen plötzlich eine Spannung aufbauende Musik startet. Zu Immersionszwecken kann man die Musik natürlich ausschalten.

Die Gegner ploppen teilweise aus dem Nichts auf, das stört die Immersion.
Wenn man sich an die nett erzählte Handlung hält, hat man den Eindruck, dass die Triggerpunkte nicht stimmen und die Geschichte zum Beispiel  viel zu früh anfängt. Da bekommen wir Funksprüche, die nicht zur Situation passen. Das stört die Immersion gewaltig.

Im Menü lässt sich nicht nur die Grafikqualität einstellen, dort finden sich auch zahlreiche weitere Optionen. Allerdings rate ich dazu auf der Vive im SteamVR-Menü das Supersampling hochzuschrauben. Das Menü lässt sonst keine Wünsche übrig, man kann so gut wie alles nach Bedarf einstellen.

Fazit vom Moriar:

Seeking Dawn eignet sich für alle, die Spaß am Survival auf Todesplaneten haben! Zumindest wenn euch der vergleichsweise hohe Preis für ein VR-Spiel mit kleinen Kinderkrankheiten nicht abschreckt angesichts der beschriebenen auf die Immersion greifenden Bugs. Da kann man nur warten, dass die Entwickler auch wirklich alles daran setzen, Seeking Dawn zum besten Survivalgame in VR zu machen und mit der Zeit ordentlich Patches verteilen.

Trotz allem eine Empfehlung.

Mehr Steamreviews von Moriar:
https://store.steampowered.com/curator/32170554/

Seeking Dawn
Seeking Dawn
Entwickler: Multiverse
Preis: 33,99 €

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