Onward: Notwendiges Downgrade?

Einst war Onward ein schickes VR-Vergnügen, doch seit dem Upgrade auf 1.8 sieht das Spiel nun deutlich schlechter aus.

Ist das nun die Zukunft vom VR-Gaming, dass mit aller Gewalt plattformübergreifendes Gaming ermöglicht wird und das nur des Geldes wegen? Bei Onward scheint es wohl so zu sein, denn wie sollte man denn sonst die massiven Änderungen erklären?

Onward selbst hatte einen etwas holprigen Start bei der Veröffentlichung auf der Oculus Quest, nach dem Update auf die neueste Variante hingegen häuften sich dann aber plötzlich die guten Kritiken auf Steam. Die reinen Quest-User freuten sich wie Bolle über eine gute Funktionalität ob der Unwissenheit über die Qualität bei den PC-betriebenen Headsets. Zudem war auch das Vergnügen über Crossplay groß, denn so wurde die Spielergemeinde ungleich größer. Die User der „dicken“ Displays hingegen waren über die grafische Qualität des beliebten VR-Shooters erschrocken.

Ist weniger wirklich oft mehr?

Spielerisch hat sich nichts geändert, aber die Geometrie, die grafische Darstellung, die Qualität der Oberflächen, die matschigen Pixelhaufen. Für einen Grafikfetischisten sind diese Punkte schlichtweg ein Schlag ins Gesicht und die „normale“ Variante bekam auf Steam auch sofort die Quittung in Form von „durchweg positiv“ auf „größtenteils negativ“, was die kürzlichen Rezensionen auf Valves Resterampe angeht.

 

Es ist schön, wenn man sich via Crossplay mit anderen Zockern messen kann, dann sollte man aber die Möglichkeit schaffen, beim Spielstart den Betrieb via Crossplay zu aktivieren und somit die schlechtere Grafikqualität in Kauf zu nehmen, oder es eben sein zu lassen und sich nur mit „gleichwertigen“ Gegnern ohne Crossplay die wertvolle Freizeit vertreiben.

Sex sells… Schlechte Grafik auch?

Die Meinungen sind auf allen Boards sehr verschieden. Die Einen sagen, dass es egal sei, wie der Titel aussieht, man will einfach nur loslegen und zocken, die Anderen hingegen kritisieren das grafische Downgrade vehement mit dem Hinweis, dass es wohl nur um Kohle geht. Nun, heutzutage ist niemand von der Wohlfahrt und man möchte als Gameproduzent auch ein wenig Geld verdienen. Das ist wohl völlig verständlich, aber auf Biegen und Brechen einen Titel grafisch so herunterzustufen, ohne einem die Wahl zu lassen, nur damit schwächerer Hardware ebenfalls Zutritt zum Kreis der Crossplayzocker ermöglicht wird, ist ein wenig grenzwertig. Es ist richtig, dass so auch neue Kunden gewonnen werden, da mit Crossplay sicherlich mehr Zocker angelockt werden, aber ist der zu zahlende Preis (massives Grafik-Downgrade) nicht doch zu hoch, weil etliche Spieler abspringen?

Was sagt ihr denn dazu? Macht ihr weiter oder werdet ihr Onward den Rücken kehren?

 

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7 Kommentare

  1. Tatsächlich zeigt Phantom Covert Ops, dass ein gleiches Spiel auf dem PC schön aussehen kann und auf der Quest eben der Hardware gerecht wird. Gut, dort gibt es keinen Multiplayer, jedoch kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wieso Crossplay ein PC-Spiel dazu zwingt, schlechtere Grafik darzustellen. Wenn ich in einem PC-Spiel die Grafik herunterstelle, dann sind ja andere PC-Spieler auch nicht davon beeinflusst. Andere Spiele wie Fortnite, welches auf jeder Plattform existiert und Crossplay anbietet, zeigen auch, dass es geht. Daher ist es einfach ein No-Go, dass das neue Update die PC-Version in die PS2-Ära versetzt.

  2. Das sind doch gute Nachrichten. Dann muss man sich ab sofort nur noch die billigste Dreckshardware kaufen, weil ja sowieso bald alle Titel auf das unterste Niveau runtergeschraubt werden!

  3. „Onward selbst hatte einen etwas holprigen Start bei der Veröffentlichung auf der Oculus Quest, nach dem Update auf die neueste Variante hingegen häuften sich dann aber plötzlich die guten Kritiken auf Steam.“

    Wahrscheinlich sind da eher die gehäuften schlechten Kritiken gemeint oder?

    Ausserdem ist es nicht nur ein rein grafisches Downgrade. Es wurden anscheinend auch Funktionen entfernt, die auf der Quest nicht gehen. Das Spiel entspricht auch nicht mehr den Werbefilmchen und Bildern auf der Steam Shopseite. Das ist eigentlich schon betrügerisch was da abläuft.

    • Nein… Die Questuser waren gut drauf, die PC-User haben hunderte schlechter Kritiken rausgehauen.

      Mit dem Rest hast Du allerdings Recht.

      • Hat irgendjemand mittlerweile Neuigkeiten zu den Gründen erfahren? Ich finde es schon seltsam das es so gar keine Erklärung zu diesem Verhalten gibt. So sieht es beinahe nach absichtlicher Selbstzerstörung aus….

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