Mario kann einpacken: PSVR-Highlight Astro Bot – Rescue Mission im Test

PSVR Highlight mit Kultpotential: Astro Bot Rescue Mission

Konsolen und Plattformer sind fast untrennbar verbunden – Mario für Nintendo, Sonic für Sega. Und Astro Bot für Sonys PSVR! Wir haben den VR-Hit getestet.

Viele Gamer dürften ihre ersten Videogames-Erfahrungen mit Jump’n’Runs gemacht haben. Super Mario ist bislang auf jeder Nintendo-Konsole ein Erfolg gewesen, Sonic hat sich schnell zu Segas Maskottchen gemausert. Und auch Rayman konnte mehr als nur Achtungserfolge verbuchen, auf diversen Plattformen. Dabei zeigt das Genre immer wieder, dass es durchaus wandlungsfähig ist. Paper Mario spielt mit den Dimensionen, war aber nur eine Vorstufe für das grandiose Switch-Mario. Und doch verblasst all das angesichts einer VR-Neuerscheinung von Sony.

Münzen sammeln, Bots retten - Astro Bot ist familienfreundlich

Astro Bot – Rescue Mission ist familienfreundlich – Münzen und Bots retten in knuffig

Bereits zum Start der PSVR vor genau zwei Jahren gab es quasi den Prototypen von Astro Bot als kostenlose Demo. Von den wenigen Minuten Spielzeit waren nicht nur wir sehr angetan und tatsächlich hat die Begeisterung der Spieler gereicht um Sony ein vollwertiges Spiel darauf entwickeln zu lassen. Verantwortlich ist Sony Japan und ohne zuviel zu spoilern: Sie haben verdammt gute Arbeit geleistet.

Astro Bot – Rescue Mission oder: wenn der Titel bereits die komplette Story enthält

Ganz in der Tradition klassischer Plattformer gibt es nur wenig Handlung. Die Astro Bots wurden von einem fiesem Gegner auf verschiedenen Planeten verstreut und wir müssen sie in Gestalt eines Big Brother-Bots retten. Nicht nur weil sie knuffige kleine Gesellen sind sondern auch, weil sich der Zugang zu weiteren Welten erst mit ausreichend geretteten Bots öffnet..

Mario reicht es seit mehrere Jahrzehnten unbeirrt seine Prinzessin Peach zu retten, wir nehmen Astro Bot seine eher zweckmäßige Rahmenhandlung daher nicht übel. Warum auch, immerhin verbirgt sich hinter der Rettungsmission ein Spiel, das VR tatsächlich sinnvoll ausnutzt und dazu noch extrem viel Freude bereitet.

Beeindruckende Grafikqualität auch auf der PS4

Das fängt schon bei der Optik an: Sogar auf der Classic-PS4 sieht Astro Bot einfach nur beeindruckend aus. Die Entwickler wissen genau, wie sie Farben und Kontraste einsetzen um die Schwächen der Hardware zu kaschieren. Dabei ist Astro Bot je nach Level mal kunterbunt aber auch düster. Die Grafik sorgt dafür, dass so gut wie kein Screendooreffekt sichtbar ist und trotz gelegentlich etwas verwaschener Texturen beweist das Spiel die beeindruckenden Möglichkeiten von PSVR sogar mit der leistungsschwachen PS4.

Astro Bot spielt mit der Spielwelt

Astro Bot bringt alle klassischen Jump’n’Run-Tugenden mit sich und beeindruckt mit genialem Leveldesign

Plattformer spielt man nur selten im Stehen und per Gamepad, entsprechend hat sich Sony Japan dafür entschieden, Astro Bot klassisch per Controller steuerbar zu machen. Support für Move entfällt entsprechend (und nach dem Aim Controller fragt hoffentlich niemand). Hier zeigt sich der große Vorteil des ebenfalls im VR-Raum getrackten PS4 DualShock-Controllers: Wir können ihn ganz wie bei Moss zum Interagieren mit der Spielwelt nutzen.

Dabei nimmt der Controller im Spiel eine etwas futuristischere Gestalt an. Niedlich: Wenn wir Bots retten, sammeln sie sich in einer Klappe unter dem Touchpad. Augmented Reality in der Virtual Reality quasi.

Sanft steigender Schwierigkeitsgrad und geniales Leveldesign

Anfangs stehen uns nur wenige Möglichkeiten offen mit der Spielwelt zu inteagieren. Also überdimensionaler Aufpasserbot haben wir aber die Kontrolle über einen kleinen Astro Bot, den wir fortan mit dem Gamepad steuern können. Der Bot kann springen, eine kurze Zeit in der Luft schweben und natürlich Gegner verkloppen. Mit der Zeit lernen wir aber neue Möglichkeiten dazu: So bekommen wir recht schnell bereits einen Greifhaken und ein Seil. Damit lässt sich an vorgegebenen Stellen auch schon einmal eine Wand einreißen (indem wir kräftig am Gamepad ziehen), wir müssen aber auch sehr oft Seile damit über Abgründe spannen. Toll: Wenn wir dann das Gamepad auf und ab bewegen, bewegt sich das Seil ebenfalls und wir können unseren Bot höher springen lassen!

Der Greifhaken ist extrem praktisch

Der Greifhaken wird per Wisch auf dem Touchpad ausgefahren und ist sehr vielseitig nutzbar

Besonders gefallen hat uns aber das Leveldesign. Hier konnten sich die Entwickler komplett austoben und sie haben ihre Chance genutzt! Während Mario auf dem Nintendo 3DS immer auch für 2D-Spieler spielbar bleiben musste, nutzt Astro Bot alle Möglichkeiten von VR und 3D reichlich aus. Wir müssen uns im Levelbereich genau umschauen um havarierte Bots zu finden (und mit einem Fußtritt ins Gamepad zu befördern). Oft befinden sich interessante (oder gefährliche) Dinge hinter Ecken und Wänden, so dass wir immer genau hinschauen sollten.

Wenn sich dann Levelbereiche nach dem Auslösen von Schaltern komplett neu aufbauen, wir Kopfball mit einen Gegner und einem Ball spielen (so richtig, mit dem Kopf) oder in der Unterwasserwelt herumschwimmen zeigt sich schnell: Astro Bot nutzt all die Möglichkeiten nicht zum Selbstzweck sondern zur Unterhaltung. Jede Minute mit dem Spiel bringt einfach nur unglaublich viel Spaß, überall lassen sich Extras, Easter Eggs und Geheimnisse entdecken. Beeindruckend sind auch die fantasievollen Endboss-Kämpfe. Gleich zu Beginn müssen wir einem überdimensionalen Gorilla die Zähne ziehen..

PSVR-Exklusiv – hofft gar nicht erst auf Oculus Rift und HTC Vive

Mit Sony als Entwickler und Publisher sowie einer definitiven PSVR-Herkunft ist und bleibt Astro Bot – Rescue Mission ein PSVR-Exklusivtitel. Sicher, auch Moss hat den Weg zu Rift und Vive geschafft, Moss wurde aber auch nicht von Sony direkt entwickelt. Und sie wären schön dumm: Astro Bot ist das perfekte Zugpferd für PSVR und dazu noch ein potentielles Maskottchen.

Auf der EGX in Berlin konnte Mo den Entwicklern von Astro Bot einige Fragen im Interview stellen

Astro Bot – Rescue Mission ist für 39,99 Euro im Playstation Store erhältlich. Bei Amazon und anderen Händlern gibt es das Spiel auch im Jewelcase für 42,99 Euro. Schaut regelmäßig bei der VR-Legion rein, wir werden das Spiel in der kommenden Woche verlosen!

Fazit: Astro Bot zeigt Super Mario die VR-Zukunft

Ein Spiel für die ganze Familie und dann auch noch ein perfekter Ausblick auf die VR-Zukunft: Astro Bot hat das Zeug zum Megahit. Das Leveldesign ist grandios, die Grafik überzeugt und die Steuerung könnte besser nicht sein. Auch die kleinen Macken des Kamera-Trackings zeigen sich hier so gut wie nie – zumindest ist uns im Test kein „wegschwimmender“ Controller aufgefallen. Motion Sickness ist ebenfalls keine sehr große Gefahr, auch wenn unsere Webmistress abraxa durchaus regelmäßig Pausen beim Spielen einlegen muss weil ihr dann doch irgendwann flau wird – abraxa ist allerdings auch unser Worst-Case-Benchmark für VR-Übelkeit.

Schade ist nur, dass Astro Bot exklusiv für PSVR erschienen ist – dieses Highlight sollten auch PC-Spieler in die Finger bekommen. Allerdings rechtfertigt das Spiel in unseren Augen beinahe alleine den Kauf von PSVR. Kritikpunkte gibt es tatsächlich keine – zumindest keine erwähnenswerten. Das Urteil der VR-Legion lautet daher: Astro Bot ist ein Musthave für jeden VR-Spieler. Egal ob groß oder klein.

Livestreams zu Astro Bot gibt es nicht nur von Mo fun VR sondern auch von MRTV

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