Oculus Rift S, Oculus Quest und Valve Index ausverkauft – Corona und Alyx sind schuld

Wer momentan in VR einsteigen oder auf bessere Hardware umsteigen möchte, hat es schwer: Rift S, Quest und Index sind aktuell vergriffen.

Es hat mit der Ankündigung von Half Life: Alyx begonnen: Schon kurz darauf war Valves Index nur noch schwer und dann gar nicht mehr zu bekommen. Ausgerechnet im Weihnachtsgeschäft zeigte sich dann auch, dass sich wohl auch Oculus bei den Produktionsmengen ein wenig verschätzt hat, die Oculus Quest war zumindest mit 64 Gigabyte für längere Zeit nicht oder nur schwer erhältlich. Die USA traf es sogar noch härter als Deutschland, dort gab es vor Weihnachten keinerlei Quest-Bestände im Endkundenhandel. Und auch die Gebrauchtpreise zogen mit an, was dafür spricht, dass es sich nicht nur um eine künstliche sondern um eine sehr reale Verknappung handelte.

Schuldig ist Half Life: Corona

Nun ist Weihnachten bereits einige Monate vorbei, sonderlich gut sieht es bei der Verfügbarkeit der VR-Brillen dennoch nicht aus. Der plötzliche Erfolg von Boneworks (das sogar von populären Youtubern wie German Lets Play begeistert gespielt wird), die andauernde Hype um Alyx und dazu noch Produktionsverzögerungen durch den Ausbruch des als Coronavirus bekannten COVID-19 sorgen für Lieferschwierigkeiten auch im Februar 2020.

Valve sah sich gezwungen die eigene Aussage, die Index wäre zum Release von Half Life: Alyx am 23. März wieder in ausreichenden Stückzahlen verfügbar, ein wenig zu relativieren. Inzwischen sieht es wohl eher so aus, als wenn es im März zwar endlich wieder Chancen auf eine Index gibt, dabei aber wohl dennoch nicht jeder Kaufinteressent auch sofort Glück haben dürfte. Tipp: Lasst euch von Steam benachrichtigen, sobald wieder Hardware verfügbar ist, spontan zugreifen wird wohl in den kommenden Wochen oder gar Monaten eher schwer.

Valve und Oculus sind beliebt

Die Index ist, nicht zuletzt aufgrund der überzeugenden Index Controller, offenbar bei vielen Neueinsteigern die erster Wahl für VR. Mit anhaltenden Lieferschwierigkeiten greifen die Kunden aber offenbar auch zunehmend zur Oculus Rift S. Denn auch diese ist bei Händlern wie Amazon und Alternate aktuell nicht mehr erhältlich. In der vergangenen Woche gab es bei Amazon zumindest noch einen Liefertermin für Anfang bis Mitte März, jetzt finden sich nur noch überteuerte Angebote von Marktplatzhändlern. Auch Alternate vermeldet „kein Liefertermin bekannt“.

Auch in unserem Podcast „Alternative Realitäten“ waren die ausverkauften VR-Brillen ein wichtiges Thema.

Auch Oculus Quest weiterhin vergriffen

Weniger überraschend: Auch die Oculus Quest ist betroffen und inzwischen sowohl mit 64 Gigabyte als auch mit 128 Gigabyte bei Amazon und Alternate nicht erhältlich.

Besser verfügbar ist zumindest die Oculus Rift S bei Mediamarkt und Saturn: In diversen Märkten ist die VR-Brille lagernd verfügbar und sogar der Onlineshop kann liefern. Oculus Quest ist allerdings auch hier nur noch schwer zu bekommen – schaut bei Interesse aber am besten in einem Markt vor Ort oder besucht Conrad und andere Elektromärkte, die Chancen sind deutlich besser als im Onlinehandel momentan. Die Valve Index hingegen gibt es ausschließlich bei Steam/Valve direkt, keine Chance auf im Regal vergessene Restposten.

Abgesehen von einzelnen Pimax-Angeboten bei Alternate bleibt damit als momentan gut verfügbare VR-Brille der aktuellen Generation offenbar nur noch die HTC Vive Cosmos (und einzelne Angebote der Vive Pro). Wir können allerdings aufgrund unserer eigenen Erfahrungen mit dem Tracking der Cosmos nicht zu dieser VR-Brille raten – zumindest mit dem Updatestand Februar 2020 war das Tracking nicht einmal im SteamVR Home ausreichend nutzbar, von Spielen reden wir noch gar nicht.

Unsere Prognose

Die Lieferschwierigkeiten werden weiterhin anhalten, profitieren dürfte davon ausgerechnet HTC, deren Cosmos sich bislang aus für uns sehr gut nachvollziehbaren Gründen eher schleppend verkaufte. Wir raten euch allerdings eher zu Geduld statt um Cosmos-Kauf, zu desaströs war das Tracking mit den sechs Inside-Out-Kameras. Cosmos Elite mit Lighthouse-Tracking würde diese Problem zwar umgehen, wir können euch aber dennoch nicht zum Kauf für 999 Euro raten, da hier das Preis-Leistungsverhältnis schon aufgrund der beiliegenden 2016-Controller (Vive Wands) absolut nicht stimmt. Eine Index, so verfügbar, bietet für nur wenig mehr Geld Lighthous 2.0 und Index Controller sowie das rundherum deutlich bessere Headset inklusive größerem Field of View, sehr guter Audiolösung und vorbildlichem Mikrofon. Wartet besser.

Beobachtungsliste für VR-Verfügbarkeit

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