Viele Ankündigungen von Pimax: 8K+ und 8KX, Controller, Headstrap und mehr

Pimax hat sich offenbar einiges aufgespart: In mehreren Livestreams haben sie eine größere Menge neuer Produkte angekündigt.

Es ist still geworden um SweViver, seit der bekannte Youtuber zu Pimax gegangen ist. Gestern war er dann doch wieder in einem Video zu sehen: Zusammen mit Kevin Henderson, ebenfalls von Pimax, präsentierte er, woran das Unternehmen die letzen Monate gearbeitet hat. Und das ist eine ganz schöne Menge..

Für alle, die sich noch nicht so gut auskennen: Pimax ist ein chinesisches Unternehmen, das per Kickstarter Geld für VR-Brillen mit besonders großem Sichtfeld und teilweise auch sehr hohen Auflösungen gesammelt hat. Die Kampagne war ein Erfolg und nach anfänglicher Verspätung ist mittlerweile einiges an Hardware im Handel erschienen. Wir haben die Pimax 5K+ bereits ausführlich getestet, schaut doch dort vorbei, wenn ihr noch mehr Infos wollt.

Pimax Vision 8KX

Backer der Pimax-Brillen sind natürlich bereits mit dem Topmodell vertraut: Die 8KX, jetzt Pimax Vision 8KX, nutzt zwei Displays mit jeweils 3.840x.2160 mit einem FoV von bis zu 200 Grad (170 Grad horizontal, zwecks Vergleichbarkeit). Im Gegensatz zur Pimax 8K, die bereits seit einiger Zeit verfügbar ist, kommen hier LCDs mit RGB-Stripe-Matrix zum Einsatz. Das bedeutet schlechtere Schwarzwerte aber auch weniger Pixelgitter durch eine deutlich gestiegene Anzahl Subpixel. Da für die GPU-Belastung nur vollständige Pixel zählen gibt es hier einen Optikgewinn ohne mehr Leistung zu fordern. Ein weiterer Unterschied: Die günstigere Pimax 8K verfügt zwar über 2x4K-Displays, steuert sie aber mit nur 2.560×1.440 Bildpunkten an – ein Upscaler sorgt für den Rest, abschalten lässt sich die Einschränkung nicht.

 

Bei der 8KX wird die volle Displayauflösung genutzt. Überraschend: Entgegen früherer Ankündigungen setzt Pimax auch nur ein Displayport 1.4 Anschlusskabel statt derer zwei. Das bedeutet zwar einen Komfortgewinn durch weniger Kabel am Kopf, die verfügbare Bandbreite von Displayport 1.4 schränkt aber die maximale Refreshrate auf 75 Hz ein. Wollt ihr mehr Hz, müsst ihr die Auflösung senken und so aus der 8KX eine 8K+ machen.

Im Set enthalten sind noch der Modular Audio Strap und das Pimax Vision Comfort Kit, zu denen wir später noch im Detail kommen werden. Der Preis liegt bei 1.299 US-Dollar.

Pimax Vision 8K+

Bislang gab es die Pimax 5K+ mit LCD und die 8K  sowie, verwirrend, auch später erschienene OLED-Versionen. Neu hinzu kommt, eigentlich logisch, die Pimax Vision 8K+. Das Plus bedeutet bei Pimax: Mehr Subpixel durch ein LCD mit RGB-Stripe-Matrix und 3 statt 2 Subpixeln pro Bildpunkt. Der Screendooreffekt dürfte so  weiter reduziert sein, auch gegenüber der bereits recht guten Pimax 8K.

Durch eine bessere Nutzung der Panelfläche konnte Pimax laut eigenen Angaben auch die Pixeldichte um 10-15% gegenüber der 8K anheben. Die native 2x4K-Auflösung wird von 2.560×1.440 Pixeln hochskaliert. Eure Grafikkarte muss also nicht mehr schuften als bei der Pimax 5K+, die maximale Bildqualität erreicht ihr aber nur mit der 8KX. Auch der 8K+ liegen Modular Audio Strap und das Pimax Vision Comfort Kit bei. Die Auslieferung beginnt am 10. Oktober, der Preis liegt bei 999 US-Dollar. Aber ohne Controller und Lighthouse-Stationen.

 

Lighthouse Basisstationen, Sword und Sword Sense Controller

Schon lange angekündigt, wird Pimax demnächst beginnen, die Lighthouse-Basisstationen zu versenden. Allerdings handelt es sich nicht um eine Eigenentwicklung sondern um von Valve eingekaufte Lighthouse 2.0 Stationen. Entsprechend fällt auch der Preis mit 149 US-Dollar (pro Station) identisch hoch aus.

Zu den Controllern gibt es schlechte Neuigkeiten: Das Erscheinungsdatum liegt erst im März 2020. Alternativ bietet Pimax ein Uprade-Programm für Backer an, die auf die Index Controller upgraden können. Sword und Sword Sense sollen sich nicht nur im Preis sondern auch in der Funktion unterschieden: Nur Sword Sense soll Fingertracking wie die Index Controller bieten.

Modular Audio Strap

So beeindruckend das Sichtfeld der Pimax-Brillen auch ist, der Tragekomfort ist, freundlich ausgedrückt, verbesserungswürdig. Dagegen lässt sich demnächst, für Backer ab Dezember 2019, etwas unternehmen. Das Modular Audio Strap bietet eine bessere Kopfhalterung als die Standard-Straps und verlagert das Gewicht der Brille mehr auf den Hinterkopf. Der Name deutet es an: Auch eine Audiolösung ist integriert, es handelt sich hierbei um Off-Ear-Lautsprecher, die nicht direkt auf dem Ohr aufliegen. Wir erwarten keinen Klang auf dem Niveau der Valve Index – für mehr Soundqualität will Pimax später optionale High-End-Kopfhörer anbieten. Der Preis orientiert sich offenbar an dem des Deluxe Audio Straps von Valve: 119,95 US-Dollar kostet das MAS.

 

Hand-Tracking und Eye-Tracking

Da die Pimax-HMDs einen recht flexiblen USB-C-Port auf der Unterseite der Brille nutzen, lassen sich auch Zusatzmodule anbringen. Wie das Hand Tracking Modul, das in Zusammenarbeit mit UltraHaptics entstanden ist. Es bietet hohe Refreshrates um ein möglichst flüssiges Tracking zu ermöglichen, Pimax verspricht zudem, dass das Modul für das hohe FoV der Pimax-Brillen ausgelegt ist. Wäre es das nicht, könnte es passieren, dass eure Hände nur im Mittelteil des Bildes getrackt werden – Immersionskiller. An Backer wird das 169,95 US-Dollar teure Erweiterungsmodul ab dem 18. Dezember 2019 ausgeliefert.

Nach der HTC Vive Pro Eye wird (für Backer) ab dem 15. Dezember 2019 auch Pimax über Eye Tracking verfügen. Jedenfalls optional und zu einem Preis von 299,95 US-Dollar (Backer zahlen 199,95 US-Dollar, allerdings war Eye Tracking als Stretch-Goal eigentlich als kostenlos für Backer angekündigt worden).

Das Modul wird vor den Linsen angebracht und ist in Zusammenarbeit mit 7Invensun entstanden. Die Stromversorgung erfolg über den im HMD integrierten USB-C Port. Mit dem Eye-Tracking-Modul können eure Augenbewegungen erfasst und in der VR genutzt werden. Für Spiele ist Eye-Tracking aktuell aber kein Thema.

Pimax 5K+ per Update auf 120 Hz bringen

Eine überraschende Ankündigung zum Schluss: Ein in kürze erscheinendes Update des PiTools und der Pimax-Firmware soll die Pimax 5K+ um einen 120 Hz Modus erweitern – damit schließt sie etwas zur Valve Index auf, die zwar auch 144 Hz anbietet, das bisher aber nur experimentell. Ein Manko der 120 Hz: Sie funktionieren nur im kleinen FoV von 130 Grad. Dank Brainwarp 1.5 sollen auch schwächere Grafikkarten nicht überfordert werden – hier müssen dann nur noch 60 Bilder pro Sekunde berechnet werden. 120 Hz befinden sich aktuell noch in der Testphase bei Pimax, wir werden berichten, sobald das Update erschienen ist und es natürlich auch unter die Lupe nehmen.

–> Pimax 5K+ für 799€ bei Alternate

–> Pimax 8K für 999€ bei Alternate

–> Pimax 5K XR (OLED) für 999€ bei Alternate

 

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4 Kommentare

  1. Also dass die 8k OLED haben soll ist mir neu. Die hat genau wie die 5k+ und die 8k+ und die 8kx LCD. nur die 5k XR hat OLED.
    Die anderen Brillen unterscheiden sich aber in er art des LCD Displays.

    • Du hast natürlich recht, ich schiebe es dreist auf die sehr unelegante Uhrzeit, zu der diese News entstanden ist. Habs korrigiert, danke.

  2. Hi Dennis,

    vielen Dank für die gute Berichterstattung! Nur ein paar kurze Anmerkungen zu Details:
    – die 8K+ gibt‘s ab dem 30. Oktober
    – der Deluxe Audio Strap kommt von HTC
    – die 3 statt 2 Subpixel bringen nicht nur wegen SDE Vorteile, sondern schlicht mehr Bildinformationen, also Details – also gefühlt hat man eine höhere Auflösung.

  3. Die neuen Brillos sind für mich persönlich sowas von uninteressant….mich würden eher die noch nicht erfüllten Zusatzmodule interessieren (kabellos,usw)
    Der 120Hz Modus ist da schon cooler,mal sehen was daraus wird.

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