Mit VR zurück in der Vergangenheit: Pixel Ripped 1989 im Test

Pixel Ripped 1989 - Retro VR

Mit Pixel Ripped 1989 könnt ihr euch einen Retro-Trip in die Videospielvergangenheit gönnen – inklusive eines kniffligen Metroidvania-Plattformers.

Während die jüngere Gamer-Generation mit VR offenbar noch etwas fremdelt, haben viele bereits in den 1990ern als Jugendliche von der virtuellen Realität angefixte viel Spaß mit der jetzt endlich sinnvoll nutzbaren VR-Technik. Und an eben diese Generation richtet sich Pixel Ripped 1989 – das Spiel wird die für nostalgische Gefühle zuständigen Bereiche eures Gehirns stimulieren wie zuletzt der C64, versprochen.

Im Spiel verkörpern wir das 9jährigen Mädchen Nicola , das dank seiner Skills am Game-Kids-Handheld auserwählt wurde, die Bedrohung einer 2D-Pixelwelt zu stoppen. Zusammen mit dem auf ihre Mobilkonsole heruntergeladenen Pixelhelden Dot gilt es nun in kniffligen Jump’n’Run-Passagen den bösen Cyblin Lord aufzuhalten.

Pixel Ripped 1989 Dot's Raum

Pixel Ripped ist aber mehr als nur ein Plattformer mit netter VR-Umgebung, wie es etwa die Sega-Klassikersammlungen bietet. Statt nur passiv auf einen Bildschirm in der VR zu schauen und dort ein bereits bekanntes klassisches Videogame zu zocken – was natürlich auch Spaß bringen kann aber halt anders.. – müssen wir in Pixel Ripped 1989 auch die Umgebung von Nicola im Auge behalten. Im ersten Level, den wir im Klassenzimmer während des Unterrichts heimlich auf dem Handheld zocken müssen, darf beispielsweise die strenge Lehrerin nicht auf uns aufmerksam werden. Dafür lenken wir sie mit Spucke-Kugeln und einem Plastikblasrohr immer wieder ab.

Das erschwert den eh nicht allzu leichten Plattform-Teil zusätzlich, sorgt aber auch für Spaß und lenkt eure Aufmerksamkeit ein wenig umher. Auf die Stimme aus dem Walkman beispielsweise, der nach einigen Chiptune-Songs immer wieder auf den Konami-Code hinweist.

Liebevoll gestaltet aber nur begrenzter Umfang

Dot per Touchcontroller (Rift) oder Gamepad (Vive) zu steuern geht problemlos von der Hand – vor allem mit ein wenig Retrogaming-Erfahrung, da sich Pixel Ripped nicht großartig anders spielt als Metroid, Castlevania oder Turrican. Die Steuerung ist nicht komplex, Vive-Nutzer werden aber auf ein Gamepad zurückgreifen müssen, da die Touchpads der Wands sich nicht als Analogstick-Ersatz eignen. Knifflig sind die Plattform-Passagen dennoch, ganz wie früher halt.

Im Gegenzug bietet Pixel Ripped 1989 allerdings, ebenfalls ganz wie früher, nur recht wenige Levels mit sich. Diese wollen aber erst einmal gemeistert werden, wir haben uns beim Testen jedenfalls nicht um unser Geld betrogen gefühlt.

Pixel Ripped 1989 Bossfight
Für die Bosskämpfe baut sich der Level aus Alltagsgegenständen auf.

Vor allem deshalb nicht, weil Pixel Ripped extrem liebevoll gestaltet ist. Jede Szene bietet Retro-Feeling pur mit zahlreichen Anspielungen auf klassische Games, Popkultur und Konsolen wie sie 1989 aktuell waren.

Ursprünglich war das Spiel nur ein kleines Projekt für die ersten Oculus-Devkits. Glücklicherweise ließ sich die Entwicklerin aber überzeugen, zusammen mit einem Entwicklerteam mehr Zeit in Pixel Ripped zu stecken und ein vollwertiges Spiel daraus zu machen. Die Arbeit hat sich gelohnt, das Ergebnis ist nicht nur für alte Säcke mit eigener 1980er-Erfahrung spielbar – auch mein 11jähriger Sohn liebt das Spiel und mag den Stil.

Fazit: Pixel Ripped 1989 ist eine VR-Zeitreise

Retro-Fans mit VR-Brille sollten sich Pixel Ripped 1989 anschauen, mehr gut gemachte Nostalgie geht nur schwer. Zwischensequenzen im 8-Bit-Stil, Bosskämpfe in denen sich Gegenstände aus der (virtuellen) Realwelt zu einem Level formen, tolle Musik und eine wundervolle Atmosphäre die den Stil der Zeit gut einfängt – das bietet kein anderes Spiel, egal ob Flat oder VR. Mit einem Kauf erhöht ihr zudem die Chance, dass die Entwickler sich in Fortsetzungen weitere Epochen wie die 16-Bit-Ära Mitte der 1990er umsetzen.

Ich tauche beim Spielen von Pixel Ripped 1989 tatsächlich komplett in der VR ab, etwas was bei vielen anderen Spielen nicht mehr so schnell klappt – und es ist ein tolles Abtauchen in eine nostalgisch verklärte Zeit. Voller Erinnerungen an nervige Lehrer, Klassenkameraden, den Nintendo Gameboy und viele C-64-Klassiker, die anstelle von Hausaufgaben meine Zeit gefressen haben.

Pixel Ripped 1989 ist für 24,99 Euro  im Oculus Store sowie für 20,99 Euro bei Steam erhältlich, für PSVR soll das Spiel auch hierzulande demnächst erscheinen. In den USA können PSVR-Spieler bereits für 24,99 US-Dollar Pixel rippen..

 

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1 Kommentar

  1. Schöner Test. ich kann Pixel Ripped auch nur empfehlen. Ich hab schon vier Stunden darin verbracht und bin noch nicht ganz durch. und ich finde mich nicht soo schlecht.. 🙂

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