Welche Grafikkarte für VR? Ratgeber für Oculus Rift/Quest, Cosmos, HP Reverb G2 und Valve Index (Update Juli 2020)

Nvidia RTX 2060: VR Einstiegslkarte mit Turing

Virtual Reality stellt hohe Anforderungen an die Grafikkarte – doch wie viel Power braucht eure GPU wirklich? Ein Ratgeber für die aktuellen VR-Brillen inkl. Oculus Link (Update: Juli 2020).

Auch wenn mobile VR-Brillen wie Oculus Quest gar keinen PC und damit auch keine Grafikkarte brauchen: Für die Grafikpracht vieler SteamVR-Titel braucht es dann doch ein ausreichend flottes PC-System. Dabei müsst ihr zwar auch auf einen nicht zu langsamen Prozessor und ausreichend Arbeitsspeicher achten – ausführliche Kauftipps gibt es in unserer PC-Kaufberatung für VR-PCs – wichtiger ist aber weiterhin die GPU.

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Wenn ihr nicht gerade CPU-Leistung zum Frühstück fressende Simulationen in der virtuellen Realität spielt oder ihr dabei in hoher Qualität (und ohne Zuhilfenahme der GPU) streamen wollt, wird euch ein halbwegs aktueller Quadcore-Prozessor von Intel oder AMD ausreichen, mittlerweile geht der Trend aber zum günstigen Sechskerner wie dem Ryzen 5 3600. Angesichts immer preiswerterer CPUs mit sechs und mehr Kernen dürfte diese Anforderung relativ leicht zu erfüllen sein, Intel und AMD bieten sechs flotte Kerne schon für unter 200 Euro an. Gleiches gilt beim RAM: Mit 8 GByte kommt ihr immer weniger gut hin, deutlich besser sind 16 GByte. Eine SSD gehört inzwischen zur Pflichtausstattung eines Gaming-PCs, daher verlieren wir hier gar nicht erst viele Worte.

Am Ende der einzelnen Beratungs-Abschnitte gibt es die erwähnten Grafikkarten bequem verlinkt, wir achten dabei nur auf seriöse Shops mit vertretbaren Preisen zu verweisen. Da es sich um Affiliate-Links handelt, verdienen wir bei einem Verkauf eine kleine Provision – das hat aber weder auf euren Kaufpreis noch auf unsere Empfehlungen eine Auswirkung. Diese zeigt sich aber bei der Finanzierung der VR-Legion: Wir müssten eigentlich dringend auf einen teureren Server umziehen..

Diese Kaufberatung wird regelmäßig aktualisiert. Es kann trotzdem vorkommen, dass einzelne Produkte sich im Preis ändern. Stand der Preise ist der 25. Januar 2020. Als Shop haben wir Alternate gewählt. 

Am PC schrauben – das macht sogar der Witcher

Schwer ist der Einbau einer Grafikkarte nicht, selbst der Bau eines kompletten Rechners ist kein Hexenwerk. Schon, weils auch ein Hexer kann:

Exkurs für Interessierte: VR-Systemanforderungen erklärt

Als HTC Vive und Oculus Rift im Jahre 2016 gestartet sind, lagen die Systemanforderungen auf hohem Niveau: Mindestens eine GTX 970 oder AMD 390 sollte es sein, besser geeignet waren aber teure Luxus-GPUs wie die GTX 980 Ti. Seitdem herrscht das Vorurteil, VR würde jede verfügbare Grafikkarte überfordern. Allerdings blendet dieses Vorurteil einige technische Entwicklungen der letzten Jahre aus.

So senken ASW, Motion Smoothing und Brainwarp die Anforderungen an die GPU recht massiv, da dank Zwischenbildberechnung effektiv nur noch halb so viele Bilder berechnet werden müssen – statt 90 FPS beispielsweise 45 FPS. Pimax bietet hier sogar noch eine Reduktion der Display-Refreshrate an, so dass ihr auch mit 35 FPS theoretisch flüssig spielen könnt.

Hersteller wie Valve und Pimax (aber auch Oculus bei der Go und Rift S) haben zudem verstanden, dass weniger Fliegengitter nicht automatisch eine höhere Auflösung erfordert. LCDs mit RGB-Stripe-Matrix bieten 33% mehr Subpixel im Vergleich zu den Pentile-OLEDs in Vive und Rift und damit auch deutlich weniger störende Screendoor-Effekte. Dazu kommt bei RGB eine gerade für Textlesbarkeit bessere Anordnung der Pixelstruktur: Das Bild wirkt oft ruhiger als mit Pentile und das ohne die GPU stärker zu fordern – für zusätzliche Subpixel muss die GPU nicht mehr schuften. Die aktuelle Königsklasse stellen HP mit der Reverb und der kommenden Reverb G2 (2.160 x 2.160 Pixel pro Auge, RGB-Stripe-Pixelmatrix) und die Pimax 8Kx mit gleich doppelt so hoher Auflösung dar.

Änderungen seit dem letzten Update

Aktuell gibt es nur wenig neues auf dem Grafikkartenmarkt. Neue GPUs werden erst im Herbst/Winter erwartet (siehe auch den letzten Absatz dieses Artikels). Pandemiebedingt ist die Verfügbarkeit einiger bisher empfohlener Grafikkarten allerdings nicht mehr oder nicht mehr zu vertretbaren Preisen gegeben, wir haben die entsprechenden Karten aus der Kaufberatung genommen oder gegen andere Modelle ersetzt. AMDs RX590 findet sich nicht mehr, aus eben diesen Gründen. Da die neuere RX5500 XT aber eine vergleichbare Leistung zum gleichen Preis aber mit geringerem Stromverbrauch bietet, solltet ihr euch eh lieber für dieses aktuellere Modell entscheiden.

Achtung: Nvidia hat mittlerweile die Produktion einiger RTX-GPUs eingestellt um die Lager für die kommenden Ampere-Grafikkarten zu leeren. Sinkende Preise muss das leider nicht bedeuten, erfahrungsgemäß stagnieren die Preise, mit etwas Pech schlagen die GPU-Hersteller dann auf ihre neue Generation ein paar zusätzliche Prozent auf.

In der Mittelklasse fallen einige der Preise sogar behutsam, gigantisch sind die Preisersparnisse aber nicht. Ebenso im Highend, wo Nvidias RTX 2080 Ti weiterhin die Leistungskrone beansprucht und entsprechend weiterhin luxuriös teuer bleibt. Wir raten zum aktuellen Zeitpunkt aber dringend vom Kauf einer Grafikkarte für über 1000 Euro ab: Ende des Jahres dürftet ihr euch ärgern, so viel Geld für eine dann nur in der oberen Mittelklasse mitspielenden GPU ausgegeben zu haben.

AMD Radeon RX570
Der VR-Einstieg gelingt (mit Einschränkungen) schon mit der günstigen RX570 von AMD

Für den VR Einstieg: GTX 1660 (Ti und Super) / RX 5500/5600

Oculus hat mit der Rift S zudem keinen technisch stark aufgewerteten Nachfolger der Rift CV1 vorgestellt sondern einen nur behutsam überarbeiteten Ersatz. Bedeutet bei den Anforderungen an die GPU: Es bleibt alles beim Alten. Ab einer GTX 970 könnt ihr auch mit der Rift S zocken, wenngleich eine etwas aktuellere GPU durchaus sinnvoll wäre, schon alleine aufgrund des wenig zeitgemäßen Videospeichers der GTX 970.

Auch aufgrund von neuen Features bei den Shaderberechnungen raten wir daher eher zu einer modernen GPU, diese muss nicht einmal allzu teuer sein. Eine GTX 1660 beispielsweise setzt auf Nvidias aktuelle Turing-Architektur mitsamt VR-freundlicher Shaderfunktionen. Das für Fixed Foveated Rendering wie bei Pimax genutzte Raytracingfeature fehlt der Karte allerdings.

Die reine Performance der GTX 1660 bewegt sich auf dem Niveau einer GTX 1060 aus der Vorgängergeneration. Solltet ihr eine GTX 1060 (wichtig: 6 GByte, das Modell mit 3 GByte ist auch bei der GPU beschnitten) zum Spottpreis von 100 bis 150 Euro bekommen: Nehmt ruhig die, bei preislichem Gleichstand spricht mehr für die modernere Karte. Oder ihr legt ein paar Euro drauf und schaut euch die GTX 1660 Super an: Diese Karten haben mehr Recheneinheiten und arbeiten auf dem Leistungsniveau der GTX 1070. Eine GTX 1660 Ti hingegen loht sich nur, wenn sie nicht viel mehr kostet als die neue Super-Variante: Die Leistung der beiden Modelle ist recht ähnlich. Rein preislich ist die 1660 Super auf jeden Fall oft die bessere Wahl.

Eine GTX 1660 Super gibt es ab etwa 250 Euro, wie die 1060 und 1660 bietet diese Karte 6 GByte Videospeicher, der für VR mit Rift S oder HTC Vive sowie der ersten WMR-Generation ausreicht. Die GTX 1070 hingegen profitiert in Zukunft wohl stärker von ihren 8 GByte und ist daher durchaus ein Tipp für Gebrauchtkäufer. Die ab 280 Euro erhältliche GTX 1660 Ti wurde jüngst von der Super-Version überflüssig gemacht und ist eigentlich zu teuer.

Bei AMD hingegen gibt es Neuigkeiten: Zwar haben die Händler offenbar noch viele RX 570, RX 580 und RX 590 auf Lager, hier würden wir aber nur noch bei absoluten Sonderpreisen zuschlagen. Eine RX 570 mit 8 Gigabyte für unter 130 Euro ist ein Schnäppchen und reicht für den Betrieb der Rift S zumindest für den Einstieg auch aus. Die Mehrleistung schnellerer Chips dürftet ihr aber mit jedem optisch noch anspruchsvolleren VR-Game zu schätzen wissen.

Die jüngst erschienenen 5000er-Einstiegskarten senken zudem den Energiebedarf der recht stromhungrigen Polaris-GPUs, hier zeigen sich die Vorteil der modernen 7nm-Fertigung, in der AMD produzieren lässt. Eine AMD Radeon RX 5500 XT entspricht in der Leistung größtenteils einer RX590, indes ohne deren hohen Energiebedarf. Leider tut sich preislich nur wenig zwischen den beiden Modellen, wir würden trotzdem zur moderneren 5500 XT greifen wenn der Preisunterschied nicht sehr verlockend für die 590 ausfällt – beide Modelle beginnen bei etwa 200 Euro. Update: Inzwischen ist die 590 kaum noch verfügbar, die 5500 XT zudem preislich auf dem Niveau der Vorgängerkarte.

Ab 299 Euro bekommt ihr die spürbar schnellere RX 5600 XT, die allerdings statt 8 Gigabyte nur 6 Gigabyte GDDR6-Speicher mitbringt. Hier zeigt sich, dass AMD zu wenig Optionen gelassen hat, die Mittelklasse voneinander abzugrenzen: Einzig am Speicherbus konnte der Hersteller noch drehen, was allerdings auch die krumme und zu Nvidias Mittelklasse passende Speicherbestückung erklärt. Je höher eure VR-Auflösung ist, desto weniger würden wir allerdings zu 8 Gigabyte VRAM raten, außerdem zeigen sich mehr und mehr Spiele mit hochauflösenden Texturen, so wie Asgard’s Wrath.

Im Gegenzug liegt die Leistung der RX 5600 XT zumeist auf hohem Niveau, die Karte konkurriert eher mit der RTX 2060. Einige für VR spannende Funktionen wie VRSS fehlen bei AMD allerdings.

Update: Für Half-Life: Alyx raten wir allerdings nicht zur Minimallösung wie einer RX 590, RX 5500 oder GTX 1060. Ein bisschen mehr Leistung schadet nicht um dem Spiel auch in fordernden Situationen genug FPS abzuringen. Spart daher besser ein paar Tage länger und greift minimal zur GTX 1660 Super/Ti oder RX 5600XT. Im Vergleich zur letzten Aktualisierung des Artikels im Mai 2020 sind einige der Preise wieder gesunken. Mit dafür verantwortlich ist aber auch die temporäre Mehrwertsteuersenkung von 19% auf 16%.

 

Nvidia RTX 2060
Mehr Leistung für höher auflösende HMDs bietet die RTX 2060 von Nvidia

GPU für die VR-Mittelklasse: RTX 2060 und 2070 Super, AMD RX 5700 (XT)

VR-Brillen wie HTC Vive Pro, Cosmos, Samsung Odyssey+  und dank Link auch Oculus Quest erfordern etwas mehr GPU-Power als die Rift S, weshalb sich die Investition in eine flottere Grafikkarte schnell rechnet. Generell gilt: zu viel Grafikleistung gibt es nicht, die Power lässt sich immer auch in noch hübschere Grafik ummünzen, notfalls per Supersampling. Mit der RTX 2070 Super konnten wir im Test des bei MRTV angeschauten Vorserienmodells der HP Reverb G2 bereits durchgehend flüssige Frameraten auf das Headset zaubern – hier könnt ihr also bedenkenlos zuschlagen, wenn ihr euch den Kauf der G2 vorgenommen habt.

Eben diese Leistungsklasse höher hat AMD seit kurzem erst wieder etwas anzubieten: Die RX 5700 duelliert sich mit Nvidias RTX 2060, die RX 5700 XT nimmt es mit der RTX 2070 auf – zu den neuen Super-Modellen von Nvidia sind sie noch ein paar Prozent entfernt, wobei der Abstand durch stetige Treiberoptimierung schrumpft. Aufgrund eben dieser RTX Super genannten Karten ändern sich in der Mittelklasse unsere Empfehlungen gegenüber dem Vormonat komplett: RTX 2060 und 2070 ohne Super fliegen raus, da die Super-Modelle ihren Platz preislich einnehmen, dabei aber deutlich mehr Leistung bieten.

Zwar könnt ihr mit dem Kauf einer RTX 2060 ein paar Euro gegenüber der 2060 Super sparen – die 2060 gibt es ab 329 Euro, die Super erst ab 399 Euro. Im Gegenzug bietet die RTX 2060 Super aber eine auf dem Niveau der RTX 2070 liegende Performance und 8 statt 6 GByte VRAM. Die unter diesen Gesichtspunkten doch arg beschnittene 2060 würden wir daher nur noch in Ausnahmefällen empfehlen, zumal sie demnächst wohl vom Markt verschwinden wird. Statt einer GTX 1660 Ti macht sie sich aber gut und kostet nur 30 Euro mehr.

Ähnlich sieht es bei der RTX 2070 und der 2070 Super aus: Die Super-Variante performt auf dem Niveau der RTX 2080, kostet mit Preisen ab 559 Euro aber gut 100 Euro weniger. Eine RTX 2070 ist schon gar nicht mehr so leicht zu finden und wenn dann preislich oft uninteressant – eine 2070 Super ist aktuell eigentlich immer die bessere und schnellere Wahl.

Bei AMD habt ihr ebenfalls endlich wieder eine Alternative: Die auf der neuen 7nm-Fertigung und der RDNA-Architektur basierende AMD Radeon RX 5700 und RX 5700 XT duellieren sich mit Nvidias RTX 2060 und 2070, allerdings ohne „Super“, da diese erst als Reaktion auf AMD erschienen sind. Die älteren RTX-Modelle hat AMD dabei gut im Griff, die Super-Varianten sind aber noch ein paar Prozent entfernt. Die mittlerweile erschienenen Custom-Modelle bringen allerdings nicht viel mehr Leistung, dafür aber leisere und effizientere Kühllösungen als AMDs Referenzkarten.

Preislich schrumpft der Unterschied zwischen 5700 und XT, weshalb wir dringend zum spürbar schnelleren XT-Modell raten würden. Und auch wenn die 5700 XT nicht auf der Kompatibilitätsliste für Oculus Link (Quest) steht: Sie funktioniert hervorragend damit (Update: Mit der Oculus-Version 19 gibt es aktuell Probleme mit den aktuellen AMD-Karten!)

Mit der RTX 2070 Super konnten wir im Test des bei MRTV angeschauten Vorserienmodells der HP Reverb G2 bereits durchgehend flüssige Frameraten auf das Headset zaubern – hier könnt ihr also bedenkenlos zuschlagen, wenn ihr euch den Kauf der G2 vorgenommen habt.

 

 

Geforce RTX 2080 Ti
Die aktuelle Königsklasse in Form der 2080 Ti lässt sich Nvidia fürstlich bezahlen..

Teuer aber leistungsstark für Index und co: RTX 2080 Super und 2080 Ti

Wie bereits erwähnt: Finger weg von der RTX 2070 ohne „Super“-Addon, mit der 2070 Super bekommt ihr die Leistung einer RTX 2080 (von der ihr die Finger ebenfalls lassen solltet) und zahlt mit 529 Euro spürbar weniger. Die 2080 hat ebenfalls ein Super-Pendant bekommen, das den Abstand zur RTX 2080 Ti verringert – preislich und bei der Leistung. Ob sich der Kauf lohnt ist angesichts von durchschnittlich unter 10% Mehrleistung zur RTX 2080 aber schwer zu entscheiden – die immer noch um bzw. über 1000 Euro teure 2080 Ti bleibt aber auch weiterhin souverän an der Spitze.

Wenn ihr günstig eine gebrauchte GTX 1080 Ti findet, sollte sie schon sehr preiswert sein um die oft fehlende Garantie und die Features der neuen Architektur auszugleichen. Die Leistung einer RTX 2070 Super ist vergleichbar mit der 1080 Ti – aktuell. Durch Optimierungen der GPU-Architektur wie die VR-freundlicheren Shader können sich in Zukunft aber deutlich größere Leistungsunterschiede pro RTX ergeben. Für HPs hochauflösende Reverb VR-Brille reicht die Performance in vielen Fällen aber noch aus, gleiches gilt natürlich für RTX 2070 Super und 2080.

Valves Index hingegen kann auch eine RTX 2080 Ti zum Schwitzen bringen. Die VR-Brille lässt sich mit bis zu 144 Hz betreiben, wer hier flüssige Frameraten um 144 FPS erreichen will, braucht jedes Prozent Rechenleistung. Vergesst auch nicht die CPU, in diesen FPS-Bereichen bremsen langsamere Prozessoren oft. Zwar bietet Valve auch Optionen, die Index mit 80, 90 oder 120 Hz zu betrieben, Motion Smoothing wird ebenfalls unterstützt – alles also, um auch mit kleineren GPUs anständig zocken zu können. Wer hier Kompromisse eingehen kann und will, wird auch mit der RTX 2060 Super gut zocken können.

Wenn euch aber nach Supersampling und hohen Frameraten ist, wird es selbst mit einer RTX 2080 Super unter Umständen bereits knifflig – wir spielen mit einer RTX 2080 und erreichen nur selten durchgehend 120 FPS und wenn dann nur unter Reduktion der Auflösung. Hier müsst ihr im Zweifel selbst entscheiden: Glückliches Bankkonto, weniger Supersampling oder nur 80-90 Hz/FPS.

Maximale Leistung kostet einen maximalen Preis: Ab etwa 1050 Euro bekommt ihr die momentan schnellsten für Gamer gedachten Grafikkarten mit RTX 2080 Ti GPU. Eventuell überrascht aber ja AMD mit „Big Navi“, dessen Leistung gerüchteweise auch mit der 2080 Ti mithalten können und sie sogar um bis zu 40% übersteigen soll – Hinweise gibt es ausgerechnet in einem VR-Benchmark, dem OpenVR Benchmark vom cyubeVR-Entwickler Stonebrick Studios. AMD ist aber bekannt dafür, bei Nvidias mitunter überzogenen Preisvorstellungen nicht unbedingt mitzuspielen. Und um für eine Pimax 8K X gerüstet zu sein kann es schließlich nie zu viel Leistung sein.

In Zukunft

Solltet ihr mit dem GPU-Upgrade noch ein paar Monate warten können, dann tut es. Am Horizont bahnen sich durchaus spannende Neuerungen bei AMD und Nvidia zusammen: RDNA2 und Ampere. AMDs RDNA2 findet am Ende des Jahres nicht nur in Playstation 5 und Xbox Series X ihren Einsatz, auch PC-Grafikkarten werden etwa im vierten Quartal 2020 damit bestückt. Beide Grafikkartenarchitekturen versprechen massive Mehrleistung im Highend-Bereich, allerdings dürften die Preise eher wenig sinken. Dafür wird für Nvidias Ampere-Grafikchips eine Mehrleistung von bis zu 50% erwartet und auch AMDs „Big Navi“ wirkt ersten Leaks zufolge recht mächtig.

Was wir allerdings erwarten: Beim Black Friday im Herbst dürften viele Hersteller die Chance nutzen, ihre Lagerbestände der aktuellen GPU-Generation zu verringern. Das bedeutet: Schnäppchen.

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11 Kommentare

  1. Nur mal so als Richtwert.
    Ich bin mit einer RTX 2080 (ohne Ti) und einem i5 4690K unterwegs. Das ganze mit 16 Gbyte DDR3 und natürlich SSD-Platten.

    Das verhältnismäßig leistungshungrige Elite Dangerous spiele ich damit auf 130% Supersampling und mit 120 Hz flüssig. Ich gehe damit NICHT unter 60Hz. Die 60Hz sind ja final notwendig, um mit Reprojektion auf 120Hz zu kommen.

  2. Habe zur Zeit eine HP-Reverb an meinem System (I7 4770k mit ner GTX 1080) laufen. Bin überrascht, wie gut die Performance ist bei wesentlich besserem Bildeindruck gegenüber einer Oculus Rift S ist, die ich auch nutze. Teilweise laufen die Anwendungen sogar flüssiger auf der Reverb. Liegt wohl an dem nicht unbedingt notwendigen Supersampling! Daher ist eine RTX2080 oder höher, meiner Meinung nach kein muss wenn man mit niedrigeren Grafikeinstellungen leben kann.

  3. Hallo,
    ich möchte Rennsimulationen (Iracing und Asetto Corsa Competizione) mit der Rift S in VR spielen.
    Was für eine Grafikkarte und was für ein Cpu sind nötig? Ich dachte an die GTX980Ti mit nem ryzen 3 (Grafik settings müssen nicht auf Ultra sein). Ich habe ein Budget von 380 Euro. Gebraucht geht auch.

    Danke im Voraus

    • Ich habe leider selbst nur wenig Erfahrungen mit Rennsimulationen. 380 Euro ist natürlich eher knapp bemessen. Die 980Ti ist aus heutiger Sicht schon Einstiegsklasse, statt eines Ryzen 3 würde ich einen Ryzen 5 1600 (AF) nehmen. Das ist die neue Version, die spürbar schneller arbeitet als der alte 1600er und trotzdem nur knapp 100 Euro kostet. Neu.

      Wenn du 160 Euro für Board und CPU rechnest und noch für 70 Euro ein wenig RAM bleiben 150 Euro deines Budgets für die GPU. Das ist schon eng, gebraucht gibt es da mit viel Glück eine GTX 1070. Die 980Ti wird oft für um 200 Euro angeboten, was mir für die veraltete Architektur zu viel erscheint. Es ist ja nicht nur die reine Leistung, in Zukunft wird dafür eher schlecht optimiert.

    • Hi, iRacing mit der Samsung Odyssey+ und Rift, Ryzen 5 3600, RT 5700 immer volle Frames in VR, also 90 an der Zahl. Die Karte ist die 8GB ASRock Radeon RX 5700 Challenger D 8G OC, gibts für gute 300 Euronen, z.B. bei MF. Bei Dirt 2.0 komme ich allerdings an die Grenzen. Wenn ich hier alles auf Max drehen will, werde ich nicht um eine 2080 Super umhin kommen. Da bist dann halt schon bei € 750 und AMD hat derzeit in dem Segment keine Konterkarte. In dritten Quartal scheint aber einiges zu passieren, neue Generationen und offensichtlich auch eine Konter-Karte von AMD zur 2080 TI, was einen Preiskampf vermuten lässt.

  4. Hallo Leute. Ihr habt in dem Artikel „ Welche Grafikkarte für VR ? „ fast unten am Schluss den Satz geschrieben „Und auch wenn die 5700 XT nicht auf der Kompatibilitätsliste für Oculus Link (Quest) steht: Sie funktioniert hervorragend damit“
    Ich fürchte das stimmt nun seit dem Oculus Update auf Version 19 leider nicht mehr ! Ich habe die Radeon RX5700XT und den Ryzen7 3700xt und mit Version 18 lief alles wunderbar, aber jetzt mit der neuen Version 19 funktioniert das nur noch für ca. 6 Sekunden, dann friert das Bild ein. LinkKabel wurde schon getauscht, Software neu installiert, Controller deaktiviert und wieder aktiviert,leider ohne Erfolg. Gruß Klaus

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