Welche Grafikkarte für VR? Ratgeber für Oculus Rift/Quest 2, Cosmos, HP Reverb G2 und Valve Index (Update April 2021)

Virtual Reality stellt hohe Anforderungen an die Grafikkarte – doch wie viel Power braucht eure GPU wirklich? Ein Ratgeber für die aktuellen VR-Brillen inkl. Oculus Link (Update: April 2021).

Update April 2021: 

Die Situation auf dem Markt für Hardware und insbesondere bei Grafikkarten ist angespannt. Ach was, mieserabel ist das richtige Wort. Wenn ihr jetzt dringend eine neue GPU benötigt, müsst ihr euch auf happige Aufpreise einstellen – wenn ihr denn überhaupt eine Grafikkarte bekommt. Die Lager sind leer und werden es wohl auch bis lange ins nächste Jahr oder gar bis zum übernächsten bleiben. Wir haben dennoch ein paar Links für euch zusammengesucht, regt euch aber bitte nicht über die Preise auf, für die können wir nichts 😉 .

Ursprünglicher Artikel:

Auch wenn mobile VR-Brillen wie Oculus Quest (2) gar keinen PC und damit auch keine Grafikkarte brauchen: Für die Grafikpracht vieler SteamVR-Titel braucht es dann doch ein ausreichend flottes PC-System. Dabei müsst ihr zwar auch auf einen nicht zu langsamen Prozessor und ausreichend Arbeitsspeicher achten – ausführliche Kauftipps gibt es in unserer PC-Kaufberatung für VR-PCs – wichtiger ist aber weiterhin die GPU.

–> Der beste VR-PC – die Kaufberatung bei VR-Legion.de

Wenn ihr nicht gerade CPU-Leistung zum Frühstück fressende Simulationen in der virtuellen Realität spielt oder ihr dabei in hoher Qualität (und ohne Zuhilfenahme der GPU) streamen wollt, wird euch ein halbwegs aktueller Quadcore-Prozessor von Intel oder AMD ausreichen, mittlerweile geht der Trend aber zum günstigen Sechskerner wie dem Ryzen 5 3600. Angesichts immer preiswerterer CPUs mit sechs und mehr Kernen dürfte diese Anforderung relativ leicht zu erfüllen sein, Intel und AMD bieten sechs flotte Kerne schon für unter 200 Euro an. Gleiches gilt beim RAM: Mit 8 GByte kommt ihr immer weniger gut hin, deutlich besser sind 16 GByte. Eine SSD gehört inzwischen zur Pflichtausstattung eines Gaming-PCs, daher verlieren wir hier gar nicht erst viele Worte.

Am Ende der einzelnen Beratungs-Abschnitte gibt es die erwähnten Grafikkarten bequem verlinkt, wir achten dabei nur auf seriöse Shops mit vertretbaren Preisen zu verweisen. Da es sich um Affiliate-Links handelt, verdienen wir bei einem Verkauf eine kleine Provision – das hat aber weder auf euren Kaufpreis noch auf unsere Empfehlungen eine Auswirkung. Diese zeigt sich aber bei der Finanzierung der VR-Legion: Wir müssten eigentlich dringend auf einen teureren Server umziehen..

Diese Kaufberatung wird regelmäßig aktualisiert. Es kann trotzdem vorkommen, dass einzelne Produkte sich im Preis ändern. Stand der Preise ist der 18.04.2021. Als Shop haben wir Alternate gewählt. 

Exkurs für Interessierte: VR-Systemanforderungen erklärt

Als HTC Vive und Oculus Rift im Jahre 2016 gestartet sind, lagen die Systemanforderungen auf hohem Niveau: Mindestens eine GTX 970 oder AMD 390 sollte es sein, besser geeignet waren aber teure Luxus-GPUs wie die GTX 980 Ti. Seitdem herrscht das Vorurteil, VR würde jede verfügbare Grafikkarte überfordern. Allerdings blendet dieses Vorurteil einige technische Entwicklungen der letzten Jahre aus.

So senken ASW, Motion Smoothing und Brainwarp die Anforderungen an die GPU recht massiv, da dank Zwischenbildberechnung effektiv nur noch halb so viele Bilder berechnet werden müssen – statt 90 FPS beispielsweise 45 FPS. Pimax bietet hier sogar noch eine Reduktion der Display-Refreshrate an, so dass ihr auch mit 35 FPS theoretisch flüssig spielen könnt.

Hersteller wie Valve und Pimax (aber auch Oculus bei der Go und Rift S) haben zudem verstanden, dass weniger Fliegengitter nicht automatisch eine höhere Auflösung erfordert. LCDs mit RGB-Stripe-Matrix bieten 33% mehr Subpixel im Vergleich zu den Pentile-OLEDs in Vive und Rift und damit auch deutlich weniger störende Screendoor-Effekte. Dazu kommt bei RGB eine gerade für Textlesbarkeit bessere Anordnung der Pixelstruktur: Das Bild wirkt oft ruhiger als mit Pentile und das ohne die GPU stärker zu fordern – für zusätzliche Subpixel muss die GPU nicht mehr schuften. Die aktuelle Königsklasse stellen HP mit der Reverb und der kommenden Reverb G2 (2.160 x 2.160 Pixel pro Auge, RGB-Stripe-Pixelmatrix) und die Pimax 8Kx mit gleich doppelt so hoher Auflösung dar. Auch Oculus Quest 2 benötigt eine gute Grafikkarte, wenn ihr PC-Games damit spielen wollt.

Änderungen seit dem letzten Update

Eine Kaufberatung suggeriert eigentlich, dass wir euch zu den erwähnten Grafikkarten raten und einen Kauf empfehlen. Theoretisch stimmt das – die Leistung stimmt bei den aufgelisteten Modellen ebenso wie weitere Punkte wie das Kühlsystem. Allerdings hat sich aufgrund von Kryptomining und Komponentenknappheit (und Gier..) die Preislage in eine Richtung entwickelt, die wir nicht gutheißen können. Wenn ihr also die Möglichkeit habt, mit einer hoffentlich noch vorhandenen Grafikkarte halbwegs anständig spielen zu können: Tut das. Kauft nichts neues. Kauf auch nichts gebrauchtes, hier liegen die Preise teilweise sogar über denen von bereits überteuerter Neuware. Wenn ihr allerdings keine andere Chance habt als jetzt zuzuschlagen: Die Preise kennen eigentlich nur einen Weg, den nach oben. Kurzes Abwarten lohnt sich daher nicht, bis zu einer besseren Verfügbarkeit könnte es sogar noch viele Monate dauern.

Besonders schlecht sieht es mit der Verfügbarkeit inzwischen ausgerechnet bei den Einstiegskarten aus. Hier wird nichts nachproduziert und der Markt ist leer, was angeboten wird ist sehr teuer und teilweise über dem Niveau von Highend-GPUs des Vorjahres. Bevor ihr also 600 Euro für eine RTX 2060 oder Radeon RX 5700 XT bezahlt oder gar die mitunter geforderten 900 für eine RTX 2080 Super, legt lieber ein paar Euro drauf und bedient euch bei der aktuellen Generation.

VR-taugliche GPU zur UVP kaufen

Ganz ganz selten habt ihr die Chance mit Geduld und Glück ein Schnäppchen zu machen. Die unverbindliche Preisempfehlung von Nvidia und AMD für die aktuellen GPUs liegt weit unter den aktuellen Handelspreisen. Im Herstellershop von AMD werden gelegentlich aber tatsächlich RDNA2-Grafikkarten zur UVP verkauft. Dabei handelt es sich um extrem geringe Stückzahlen – aber immerhin, besser als nichts. Die besten Chancen habt ihr beim wöchentlichen GPU-Drop am Donnerstag, schaut am Nachmittag bis frühen Abend regelmäßig vorbei. Allerdings ist auch AMD mit der Menge an Interessierten überfordert, so dass der Shop mitunter nur Fehlermeldungen auswirft.

Die größten Chancen habt ihr, wenn ihr euch einen Verfügbarkeitsalarm einrichtet. Im PartAlert Discord könnt ihr euch Benachrichtigungen einrichten, so dass ihr es sofort mitbekommt, wenn eine Karte verfügbar ist. Dort werden auch die Herstellerkarten selbst abgedeckt – eine perfekte Alternative zum 24/7 am-PC-lauern!

–> PartAlert auf Discord

AMD Radeon RX570
Der VR-Einstieg gelingt (mit Einschränkungen) schon mit der günstigen RX570 von AMD

Für den VR Einstieg: GTX 1660 (Ti und Super) / RTX 2060

Wie bereits erwähnt: Vor allem die günstigeren Einstiegskarten sind noch schwerer zu bekommen als neuere und flottere Modelle. Das wirkt sich auch auf die Preise aus – selbst AMDs APUS (also Prozessoren mit integrierter Radeon-Grafik) sind stark im Preis gestiegen und kaum noch zu bekommen. Intels iGPU hingegen ist so unbeliebt, ihre Existenz wirkt sich nicht auf die Verfügbarkeit aus. Wenn ihr nur wenig für eine Grafikkarte investieren könnt haben wir schlechte Nachrichten: Selbst eine ursprünglich unter 280 Euro günstige 1660 Ti oder RX 5600 gibt es nicht mehr für weniger als 500 Euro. Das sind Preise, zu denen die deutlich schnelleren aktuellen Modelle zur UVP beginnen sollten, nur zum Einordnen. AMDs RDNA(1)-GPUs sind zudem gar nicht verfügbar im Moment. Und wohl auch in Zukunft.

Unter normalen Umständen würden wir euch keine GTX 1650 mehr ans Herz legen, für unter 300 Euro gibt es sonst aber schlicht keine Karten mehr (und Finger weg von der GT 1030, die ist nichts für VR).

Die Nvidia RTX 2060 ist ebenfalls vereinzelt zu bekommen und kostet teilweise sogar weniger als die etwas langsamere GTX 1660 Super / Ti – selbst wenn ihr kein Raytracing für Flatgames nutzen wollt, wäre sie daher eher unser Tipp. Vor allem, da sie auch DLSS beherrscht, was in Zukunft auch bei VR-Games Performancevorteile bringen kann.

Für Nutzer einer Rift S oder einer älteren VR wie original Vive/Rift könnte daher sogar die GTX 1650 interessant sein, die es immerhin für unter 300 Euro gibt. Vereinzelt. AMDs RX580 hingegen ist beliebter und geht selbst gebraucht für über 300 bis 500 Euro (!) über den Ladentisch. Einsteiger haben es gerade also nicht einfach die passende Grafikkarte zu finden. Die GTX 1660 Super oder Ti sind schneller als eine GTX 1660 und 1650 (Super), preislich von Interesse sind sie angesichts der besseren RTX 2060 jedoch nicht.

Wenn ihr bereits eine Grafikkarte wie die beliebte GTX 1070 verbaut habt könnt ihr euch glücklich schätzen. Sie reicht mit Einschränkungen auch noch für eine Valve Index und auf jeden Fall für Rift S oder Quest/Link. Selbst mit einer GTX 1060 könnt ihr die Rift S noch halbwegs anständig befeuern. Bevor ihr aber mehr als 500 Euro für eine ehemals nur 180 Euro kostende RX580 bezahlt: Spart noch etwas länger und kauft was schnelleres. Davon habt ihr länger etwas als von einer solchen „Spar“-Lösung.

Aktuell sinnvoller:

 

Nvidia RTX 2060
Mehr Leistung und vor allem DLSS bietet die RTX 2060 von Nvidia

GPU für die VR-Mittelklasse: RTX 3060, AMD RX 6700 XT

Für VR-Brillen bis zur Valve Index (auch mit 120 Hz) eignet sich die aktuelle Mittelklasse der neuen GPUs sehr gut. Nvidia startet mit der Geforce RTX 3060, die mit gleich 12 Gigabyte GDDR6 ausgeliefert wird. Deutlich empfehlenswerter ist allerdings die spürbar schnellere RTX 3060 Ti, auch wenn diese nur 8 Gigabyte Speicher nutzt. Bei AMD besteht der Einstieg aus der Radeon RX 6700 XT, ebenfalls mit 12 Gigabyte aber höherer Leistung bei 3D-Anwendungen als Nvidia sie mit der 3060 liefert. AMD siedelt sich leistungsmäßig (zumindest wenn es nicht um Raytracing geht) zwischen der 3060 Ti und der RTX 3070 an, bei gleichzeitig größeren Videospeicher und sogar etwas niedrigeren Preisen. Wobei das Wort „niedriger“ in diesem Zusammenhang irgendwie falsch klingt..

Wenn ihr noch eine habt oder günstig bekommen könnt: Auch die Vorgängerkarten insbesondere von Nvidia sind für die Mittelklasse gut geeignet. Eine RTX 3060 ist schließlich auch mit neuerer Architektur nicht schneller als eine RTX 2070 Super / RTX 2080. Eine RX 6700 XT duelliert sich mit der 2080 Super, scheitert aber an der 2080 Ti. AMD selbst hat allerdings nichts vergleichbares in der Vorgängergeneration zu bieten – die RX 5700 XT ist deutlich langsamer als die 6700 XT. Übrigens, was die reinen Recheneinheiten angeht, entspricht die RX 6700 XT der GPU einer Playstation 5 (auf deren PSVR 2 wir sehnsüchtig warten), allerdings sind bei der Konsole die Taktraten geringer.

Mit der Geforce RTX 3060 Ti lässt sich bereits gut VR spielen, perfekter Partner wäre beispielsweise eine Valve Index oder auch Quest 2 mit Link.

VR-Games nutzen aktuell kein Raytracing, so dass Nvidia diesen Vorteil zumindest in unserer Nische noch nicht ausspielen kann. Generell ist Raytracing mit AMD aktuell langsamer als bei Nvidia, Höhepunkt ist hier Cyberpunk 2077 – bei diesem Spiel brechen die FPS um bis zu 75% mit aktiviertem Raytracing ein. Und das ohne die optische Qualität der Nvidia-Implementierung zu erreichen. Ein großer Pluspunkt für Nvidia ist hingegen DLSS. Dabei handelt es sich um ein von KI-Berechnungen unterstütztes Upscaling. Bedeutet: Ihr könnt das Spiel mit einer geringeren Auflösung berechnen ohne optisch einen Unterschied wahrzunehmen. Noch nutzen VR-Games zwar nur sehr selten DLSS, mit Into the Radius ist aber bereits ein Titel verfügbar und weitere dürften folgen. Der Unterschied bei den erreichbaren FPS ohne wahrnehmbare Qualitätsunterschiede ist durchaus spürbar und kann einer kleineren GPU deutlich nach vorne helfen. AMD bietet noch keine vergleichbare Funktion.

Preislich ist die RTX 3060 sogar zum aktuellen Zeitpunkt deutlich ratsamer als eine RTX 2060. Einige zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels verfügbare Karten kosten mit unter 600 Euro nur wenig mehr als eine RTX 2060, bieten aber eine spürbar höhere Leistung und doppelt so viel Speicher. Die 3060 Ti hingegen kostet euch einen saftigen Aufpreis, bietet aber auch noch einmal deutlich mehr Leistung (trotz weniger Speicher).  Bekommt ihr eine RTX 3060 Ti für unter 600 Euro könnt ihr euch aktuell bereits sehr glücklich schätzen. Euch erwartet eine Performance zwischen der RTX 2080 Super und 2080 Ti.

Schwer verfügbar aber enorm schnell : RTX 3070, 3080 und RTX 3090 sowie AMD RX 6800 (XT) und 6900 XT

Wenn schon, denn schon: Wer bereit ist, für eine Grafikkarte über 1000 Euro zu investieren, kann auch noch etwas drauflegen und eines der schnelleren Modelle anschaffen. Nvidias RTX 3070 und 3080 sind zwar kaum im Handel vertreten, bieten aber zu Preisen ab 1000 beziehungsweise 1300 Euro auch enorm viel Leistung.

Zum Vergleich mit der Vorgängergeneration: Die RTX 3070 liegt etwa gleichauf mit der RTX 2080 Ti (bietet aber weniger Speicher), die 3080 ist sogar schneller. Hier ist auch der GDDR6X-RAM interessant, von dem 10 Gigabyte verbaut sind. Ursprünglich gar nicht für Gamer vorgesehen war die RTX 3090, jedenfalls wenn es nach Nvidia geht – sie ist ab 2300 Euro erhältlich, was enorm viel für eine Grafikkarte ist. Im Gegenzug bekommt ihr aber auch beeindruckende 24 Gigabyte GDDR6X und eine kompromisslose Leistung. Hier bringt auch die Reverb G2 oder Pimax 8KX Spaß. Oder 4K-Gaming in Flat und 144+ Hz.

XFX RX 6800 XT Merc 319
Die AMD RX 6800 XT und auch die 6900 XT bieten mitunter ein besseres Preis-Leistungsverhältnis für VR-Gamer, da hier Raytracing keine Rolle spielt und viel Videospeicher vorhanden ist.

Von AMD gibt es wenig Lebenszeichen was die RX 6800 XT angeht, die Karte ist schwer zu bekommen. Ihre Leistung schlägt mitunter (wenn weder Raytracing noch DLSS zum Einsatz kommen) sogar die RTX 3090 – beachtlich! Noch etwas schneller ist die Radeon RX 6900 XT, für die aber auch entsprechende Preise aufgerufen werden. Ihre geringere Speicherbandbreite kompensiert AMD mit einem großen internen „Infinity-Cache“ – das klappt erstaunlich gut. An Videospeicher sind 16 Gigabyte verbaut, was wohl vorerst auch reichen dürfte.

 

Einige der Links in diesem Artikel sind (unter Umständen) sogenannte Affiliate-Links. Mit einem Kauf über einen dieser Links bekommen wir eine kleine Provision, für euch ändert sich nichts.

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33 Kommentare

  1. Nur mal so als Richtwert.
    Ich bin mit einer RTX 2080 (ohne Ti) und einem i5 4690K unterwegs. Das ganze mit 16 Gbyte DDR3 und natürlich SSD-Platten.

    Das verhältnismäßig leistungshungrige Elite Dangerous spiele ich damit auf 130% Supersampling und mit 120 Hz flüssig. Ich gehe damit NICHT unter 60Hz. Die 60Hz sind ja final notwendig, um mit Reprojektion auf 120Hz zu kommen.

  2. Habe zur Zeit eine HP-Reverb an meinem System (I7 4770k mit ner GTX 1080) laufen. Bin überrascht, wie gut die Performance ist bei wesentlich besserem Bildeindruck gegenüber einer Oculus Rift S ist, die ich auch nutze. Teilweise laufen die Anwendungen sogar flüssiger auf der Reverb. Liegt wohl an dem nicht unbedingt notwendigen Supersampling! Daher ist eine RTX2080 oder höher, meiner Meinung nach kein muss wenn man mit niedrigeren Grafikeinstellungen leben kann.

  3. Hallo,
    ich möchte Rennsimulationen (Iracing und Asetto Corsa Competizione) mit der Rift S in VR spielen.
    Was für eine Grafikkarte und was für ein Cpu sind nötig? Ich dachte an die GTX980Ti mit nem ryzen 3 (Grafik settings müssen nicht auf Ultra sein). Ich habe ein Budget von 380 Euro. Gebraucht geht auch.

    Danke im Voraus

    • Ich habe leider selbst nur wenig Erfahrungen mit Rennsimulationen. 380 Euro ist natürlich eher knapp bemessen. Die 980Ti ist aus heutiger Sicht schon Einstiegsklasse, statt eines Ryzen 3 würde ich einen Ryzen 5 1600 (AF) nehmen. Das ist die neue Version, die spürbar schneller arbeitet als der alte 1600er und trotzdem nur knapp 100 Euro kostet. Neu.

      Wenn du 160 Euro für Board und CPU rechnest und noch für 70 Euro ein wenig RAM bleiben 150 Euro deines Budgets für die GPU. Das ist schon eng, gebraucht gibt es da mit viel Glück eine GTX 1070. Die 980Ti wird oft für um 200 Euro angeboten, was mir für die veraltete Architektur zu viel erscheint. Es ist ja nicht nur die reine Leistung, in Zukunft wird dafür eher schlecht optimiert.

      • Ein wenig spät, aber besser spät, als nie … ich spiele Project Cars 1 und 2 seit ihrem jeweiligen Erscheinen bzw. habe schon 2012 eine „Entwicklerlizenz“ für PC1 besessen und am WMD aktiv teilgenommen; schon damals hat man bei beiden Spielen aus meiner Sicht enorm viel Augenmerk auf die aufkommenden VR Brillen gelegt … wie das bei IR und AC ist, kann ich nicht sagen.

        Mein Setup war bis vor einigen Wochen ein i5-9400f mit GB 1660 OC Karte – in Zusammenhang mit einer Oculus Rift S konnte man bei annehmbaren Grafikeinstellungen (hier bringt die Deaktivierung von „Detailed gras“ und des Nachbearbeitungsfilters am meisten Leistung) beide Spiele gut spielen (19 Kontrahenten in KI Rennen). Leider lassen sich FPS bei der Rift S nur über Umwege auslesen (mir ist es nicht gelungen, dass MSI Afterburner Overlay einzublenden, zeichne aber die Daten in einer HTML Datei auf (Funktion MSI AB)). Beim Setup mit der GB 1660 OC gab es sichtbare Ruckler, die man aber durchaus verschmerzen konnte – z.B. im dichten Gedränge nach dem Start an Haarnadelkurven etc. Grafik war hierbei durchweg auf „Mittel“ gestellt … auf einem normalen Monitor waren damit deutlich über 100 FPS im Durchschnitt zu erreichen bei FHD Auflösung.

        Das Setup ist nun um eine GB 3060ti OC erweitert worden und damit lassen sich auch akzeptable höhere Einstellungen in der Grafik für die Oculus Rift S realisieren, wie z.B. DS2X als Antialiasing. Die Einstellungen liegen, abgesehen wieder vom „Gras“ und dem NB-Filter bei hoch.

        Die CPU spielt bei beiden Rennsimulationen einer eher untergeordnete Rolle – bei mir schaltet der i5 in den Turbo-Modus mit 3.9GHz und hat bei PC1 etwa 55% Auslastung bei einem entsprechenden KI Rennen, bei PC2 etwa 75%.

        Die Gesamtleistung ist aber in der Regel auch abhängig von der Strecke: so fordert die Küstenlandschaft (California Highway) und Monaco GP Kurs einiges von GPU und CPU mehr ab, als z.B. Rouen Les Essart oder die Nordschleife.

        Ich fürchte allerdings, dass Kauf etc. pp. schon längst erfolgt sind – mit knappen Budget würde ich zu einer 1660 OC oder 1660ti greifen; eine 1080 oder 1080ti wären eine sehr gute Alternative, finden sich aber aktuell ab 300.- Euro gebraucht (IMHO).

    • Hi, iRacing mit der Samsung Odyssey+ und Rift, Ryzen 5 3600, RT 5700 immer volle Frames in VR, also 90 an der Zahl. Die Karte ist die 8GB ASRock Radeon RX 5700 Challenger D 8G OC, gibts für gute 300 Euronen, z.B. bei MF. Bei Dirt 2.0 komme ich allerdings an die Grenzen. Wenn ich hier alles auf Max drehen will, werde ich nicht um eine 2080 Super umhin kommen. Da bist dann halt schon bei € 750 und AMD hat derzeit in dem Segment keine Konterkarte. In dritten Quartal scheint aber einiges zu passieren, neue Generationen und offensichtlich auch eine Konter-Karte von AMD zur 2080 TI, was einen Preiskampf vermuten lässt.

  4. Hallo Leute. Ihr habt in dem Artikel „ Welche Grafikkarte für VR ? „ fast unten am Schluss den Satz geschrieben „Und auch wenn die 5700 XT nicht auf der Kompatibilitätsliste für Oculus Link (Quest) steht: Sie funktioniert hervorragend damit“
    Ich fürchte das stimmt nun seit dem Oculus Update auf Version 19 leider nicht mehr ! Ich habe die Radeon RX5700XT und den Ryzen7 3700xt und mit Version 18 lief alles wunderbar, aber jetzt mit der neuen Version 19 funktioniert das nur noch für ca. 6 Sekunden, dann friert das Bild ein. LinkKabel wurde schon getauscht, Software neu installiert, Controller deaktiviert und wieder aktiviert,leider ohne Erfolg. Gruß Klaus

  5. Hi Dennis,
    vielen Dank für die vielen nützlichen und aktuellen Informationen! Ich möchte mittelfristig für die Reverb G2 meine RTX 2070 aufrüsten und kann trotz vielen Recherchen zwei Faktoren noch nicht ganz einschätzen:

    VRAM: Sind die 8GB VRAM einer RTX 3070 bei der HP Reverb G2 4K Auflösung *jetzt* schon zu knapp? Oder erst bei zukünftigen Titeln mit höher aufgelösten Texturen? Würdest du von dem Upgrade RTX 2070 -> 3070 8GB für eine G2 sogar konkret abraten?

    Motion Smoothing: Laut manchen Quellen (z.B. babeltechreviews.com) ist das VR-Erlebnis bei erzeugten Zwischenframes schlechter. So würde die RTX 3080 z.B. viel eher an das 90FPS Ziel der G2 kommen (ohne z.B. Motion Smoothing), während bei einer schwächeren Karte Zwischenframes erzeugt werden müssten. Hast du schon Erfahrungen mit Motion Smoothing im Vergleich zu „echten Frames“ gemacht?

    • Ich habe ja bisher nur mit dem Vorserienmodell der G2 herumspielen dürfen aber da reichten die 8 GB der 2070 Super im Test-PC bei MRTV aus. Haben jetzt aber auch nichts mit Superduper-Texturpaketen ausprobiert. Glaube aber trotzdem, dass 8 Gigabyte auch in den nächsten ein, zwei Jahren noch reichen werden. Vielleicht irgendwann mit Einschränkungen bei der Texturgröße aber das sollte verschmerzbar sein.

      Die 3070 soll mit der 2080 Ti mithalten können, was schon ein spürbarer Leistungssprung von der 2070 wäre. Von daher und bei vernünftigen Preisen nicht zu weit von 500 Euro entfernt wäre das Upgrade schon sinnvoll.

      Motion Smoothing finde ich bei weitem nicht so schlimm wie einige Medien es propagieren. Bei PCGH klingt es auch immer, als wäre es mit MS unspiel- oder ungenießbar. Ich spiele ehrlich gesagt lieber ohne „Frame-Schluckauf“ mit MS als mit schwankenden FPS ohne.

      • Hi Dennis,
        nach der Ankündigung von AMD werde ich wohl doch eine RX 6800XT bevorzugen. Doppelt so viel VRAM wie die 3070 und vergleichbar mit der 3080. Klar muss man auf weitere Tests warten, aber die 3070 ist für mich schon merklich unattraktiver geworden.
        Oder gibt es Punkte, für die du dennoch eine 3070 vorziehen würdest?
        Vielen Dank!
        Ralf

  6. Sehr hilfreich, danke Dennis!
    Ich meine, wenn die 8GB Speicher der 3070 in nem Jahr knapp werden, kann man die ja immer noch wunderbar verkaufen. Dann gibt’s auch wieder mehr Auswahl und hoffentlich keine Engpässe mehr. 🙂

    Mal schauen, ob ich überhaupt eine 3070 ergattern kann. Gebrauchte 2080ti Karten sind auch wieder schwer zu kriegen – zumindest für einen vernünftigen Preis.

  7. Hallo Dennis, erst mal Danke für sehr informativen Artikel!
    In diesem ist zu Lesen das eine VR nicht genug an Speicher haben kann. Hat sich da was geändert? Habe schon Bedenken bei 10GB.
    Schöne Grüße

    • Immer im Verhältnis zu sehen. Eine Karte mit 4 oder 6 Gigabyte stößt schnell an ihre Grenzen, aktuell reichen 8 Gigabyte für fast alles aus. Wer mit Pimax 8KX und anderen sehr sehr hoch auflösenden Brillen loslegt kann gerne auf 10 und mehr GB schielen, vielleicht auch auf 20. Selbst bei einer G2 sehe ich aber vorerst noch keinen Grund für mehr als 10 GB. Immer bedenken dabei: Die 2080 Ti hat auch „nur“ 11 GB und das galt bis vor ein paar Wochen als großzügig und locker ausreichend 😉 .

  8. HI!

    Denkt ihr ich kann auf einem:
    Lenovo Thinkpad P53
    i7 9850H 2,6
    32Gb Ram
    NVIDIA® Quadro® RTX 3000

    Half-Life Alyx mit dem Valve Index System spielen?
    Oder muss doch ein Tower her?

    Wäre dankbar über eure Einschätzung.

    Grüße aus Hamburg
    Jan

  9. Ich überlege mir eine RX 6800 zu kaufen, zusammen mit einer Ryzen 5000 CPU. Ich bin mir allerdings noch unsicher wie sich diese bei Verwendung des Virtual Desktop, zusammen mit meiner Oculus Quest, schlägt. Bisher wurden Nvidia GPUs empfohlen, wohl aufgrund der besseren H264 Enkodierung, um die Latenzen bei der Übertragung per WLAN zu minimieren. Könnt Ihr diesbezüglich schon was zu den neuen Grafikkarten sagen bzw. habt Ihr dazu eine Einschätzung?

    • Leider gibt es dazu schlicht noch nichts zu sagen weils außer AMD nur die noch bis morgen unter NDA stehenden Tester wissen dürften. Und davon werden es 99% nicht testen befürchte ich.

      • Danke für die Info! Ist euch bekannt, wann Nvidia die RTX 3070 mit 16GB veröffentlichen will? Ich habe bisher nur von Dezember gelesen, aber keinen konkreten Termin im Netz gefunden 🙂

  10. Hey Leute.
    Ich habe vor mir eine VR Brille anzuschaffen, weiß aber nicht aus den ganzen Internetrecherchen welche die richtige für mein system ist. Vielleicht kann mir einer von euch da weiterhelfen.
    Hier meine system details:
    Der Tower ist ein OMEN 25L Desktop GT12-0xxx den ich im Saturn erworben habe
    https://www.saturn.de/de/search.html?query=OMEN%2025L&t=1607171985629
    Prozessor: AMD Ryzen 7 3700X 8-Core Prozessor, 3593 MHz, 8 Kern(e), 16 logische(r) Prozessor(en)
    x64-basierter PC
    Installierter physischer Speicher 32GB, verfügbare physischer Speicher 26,2GB
    Gesamter Virtueller Speicher 36,7GB, Verfügbarer virtueller Speicher 28,8GB

    Die Frage, die sich mir stellt ist, welche VR Brille für meinen PC am besten geeignet ist.

    Danke schonmal vorab für euer feedback und ich hoffe es findet sich jemand, der mir da weiterhelfen kann

    • Wenn du das verlinkte Modell mit der RTX 2060 hast, bist du zwar nicht im Highendbereich was die Grafikleistung angeht, ich habe aber durchaus gute Erfahrungen damit in VR gemacht. Von den hochauflösenden Pimax-Brillen oder auch der HP Reverb G2 würde ich mit der Grafikkarte zwar ein wenig Abstand nehmen aber mit einer Oculus Rift S (wenn du noch eine bekommst irgendwo) oder auch der Valve Index läuft alles super. Bei der Wahl der VR-Brille würde ich daher weniger den PC sondern eher die eigenen Bedürfnisse abhängig machen. Und deinen Preispunkt 😉 .

      • Hallo Dennis,
        Danke für deine Rückmeldung. Diese hilf mir schon sehr weiter. Ich habe mir eine Oculus Rift von einen Bekannten ausgeliehen und mit dieser läufts ganz gut (bis auf die Schärfe). Demzufolge tendierte ich schon entweder zur Rift S oder HTC Valve Cosmos.
        Mit Berücksichtigung deiner Einschätzung, denke ich mal, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Vielen Dank für deine Hilfe

  11. Hallo zusammen,
    Mein Upgrade war fällig und ich bin von samsung Odyse ohne plus
    1050ti
    Ryzen 1700x
    Auf
    HP G1
    3070
    Und i5 10600k
    Gegangen.
    Nur iRacing: die 3070 hatte ich mir zu erst geholt und natürlich in das bestehende System gebaut. Alles war auf 70-80 Prozent Auslastung, mit 60fps. Settings auf Ultra

    Mit der Cpu und einem 32ram 3600, (Wobei nie mehr als 12gb gebraucht werden) bin ich bei gpu Last 60 Prozent, Cpu Last 20 Prozent und Fps bei 90.

    Danke euch..

  12. Mit anderen Worte: Abgesehen von der VR Brille, hätte die 3070 allein als upgrade vollkommen gereicht und ich sehe, außer bei den Zahlen, keinen Unterschied!

  13. moin…moin
    ich habe ne reverb g2
    rtx 3090
    i9 10900k
    64 ram
    und meinen msfs 2020 muss ich mit der g2 mit fast null grafik fliegen…..toll HP

  14. Hallo zusammen,

    ich überlege auch, mich mit VR zu verstärken und plane den Einsatz nur für MSFS 2020.

    Mein System:
    i7 10700k
    32GB DDR4
    GTX 1060 6GB

    Als VR überlege ich, die Oculus Rift S zu nehmen.

    Reicht die Performance? Oder bin ich mit einer anderen VR besser bedient?

    Bin gespannt auf eure Einschätzung.

    Gruß Jens

    • Der MSFS2020 braucht recht viel Grafikleistung. Deine 1060 reicht zwar bei weniger anspruchsvollen Spielen mit der Rift S durchaus noch aus, Alyx läuft auch noch zufriedenstellend weils gut optimiert ist beispielsweise. Beim FS wirst du aber wohl eher wenig Freude haben. Ich weiß, dass GPU-Upgrades gerade eine sehr undankbare und teure Angelegenheit sind aber du wirst schwer drum herum kommen.

  15. Hallo Dennis !
    Sag mal, kannst Du mir evt sagen, wie sich die Kompatibilität mit den AMD Karten und VR so verhält ? Du hast mir ja schon bei der Zusammenstellung von meinem PC geholfen ! Eigentlich wollte ich ja eine NVIDIA 3080 haben ! Habe aber mittlerweile keine Lust mehr zu warten !

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